Anzuchttöpfe für Tomaten – so sind sie optimal

Tomatenpflanzen sind Lieblinge des Gärtners. Sie werden gehegt und gepflegt vom ersten Blatt bis zur letzten grünen Tomate. Doch der Weg in ein gesundes Leben beginnt früher – als keimender Same in einem Anzuchttopf. Welche Variante ist dafür optimal geeignet?

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Wer die Tomaten in ökologisch abbaubaren Töpfen zieht, kann diese mit einpflanzen

Welcher Anzuchttopf eignet sich für die Aussaat von Tomaten?

Tomaten benötigen Wärme und Feuchtigkeit. Ideal ist ein Minigewächshaus mit Abdeckung. Für ausreichend Saatabstand wählen Sie eine große Anzuchtschale, Multitopfplatten oder separate Töpfchen mit mind. 6 cm Höhe. Verzichten Sie auf Anzuchttöpfe (7,00€ bei Amazon*) aus Pappe oder Zeitung, da sie schimmeln können.

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Was ist das Besondere an der Tomatenaussaat?

Tomatensamen müssen zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Haus ausgesät werden, damit die Jungpflanzen nach den Eisheiligen gut gewachsen und fast blühbereit in das Gemüsebeet kommen. Tomaten werden während der sehr langen Vorkulturzeit, von etwa Mitte Februar bis Mitte Mai, mindestes einmal, manchmal auch zweimal den Topf wechseln müssen. In dieser Zeit benötigen sie ein feuchtes Milieu und die ideale Keimtemperatur von 18-21 °C damit sei gut und gleichmäßig keimen.

Welcher Anzuchttopf ist für die Tomate ideal?

Wer ein Gewächshaus besitzt, sollte seine Tomaten darin vorziehen. Auch ein Minigewächshaus (36,00€ bei Amazon*) auf der hellen Fensterbank ist ideal für die Tomatenanzucht geeignet. Die Abdeckung sorgt dafür, dass sowohl Erde als auch die Luft darunter warm und feucht bleiben. Da sich die feinen Würzelchen von verschiedenen Jungpflanzen verflechten können, muss die Anzuchtschale groß genug sein, um ein Saatabstand von 3 cm zu ermöglichen. Noch besser ist es, wenn Sie separate kleine Anzuchttöpfe oder sog. Multitopfplatten verwenden. Auch einige selbstgemachte Anzuchttöpfe sind geeignet, wenn sie mit Plastikfolie abgedeckt werden.

Welche Anzuchttöpfe sind für Tomatenpflanzen weniger geeignet?

Folgende Anzuchttöpfe sind für die Tomatenaussaat nicht ganz vorteilhaft:

Wann muss eine Tomatenpflanze aus dem Anzuchttopf raus?

Etwa drei Wochen nach der Keimung sind Tomatenpflanzen in der Regel so groß, dass sie den Anzuchttopf verlassen müssen. Beim Pikieren sollte jedes Pflänzchen einen eigenen Topf von etwa 8-12 cm Durchmesser und nährstoffreiche Erde bekommen. Tomatenpflanzen, die bis zum Auspflanzen einen großen Wachstumssprung vorlegen, müssen ggf. erneut umgetopft werden. Anzuchttöpfe aus Plastik können gereinigt und erneut für die Aussaat genutzt werden.

Tipp

Töpfe mit großen Löchern verwenden, damit keine Staunässe entsteht

Tomatenpflanzen brauchen Feuchtigkeit, weswegen ihre Erde nie austrocknen darf. Doch Staunässe kann ihre Wurzeln schädigen. Achten Sie darauf, dass der Anzuchttopf und alle weiteren Töpfe über Abzugslöcher verfügen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: ams/stock.adobe.com