Pflege

Tomaten & Regen: So schützt du deine Pflanzen

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Obwohl Tomaten Sonnenanbeter sind, kann zu viel Regen ihren Ertrag und ihre Gesundheit beeinträchtigen. Dieser Artikel untersucht die Auswirkungen von Regen auf Tomatenpflanzen und bietet praktische Lösungen, um Ihre Pflanzen zu schützen und eine erfolgreiche Ernte zu gewährleisten.

Tomaten Regen

Auswirkungen von Regen auf Tomatenpflanzen

Als Gartenfreundin wissen Sie, wie wichtig ausgewogene Bedingungen für das Gedeihen Ihrer Tomatenpflanzen sind. Leider kann sich zu viel Regen negativ auf Ihre Tomaten auswirken. Mehrere Faktoren spielen hierbei eine Rolle:

  • Pilzerkrankungen: Feuchtigkeit begünstigt leider die Ausbreitung verschiedener Pilzkrankheiten. Besonders häufig treten Kraut- und Braunfäule, Grauschimmel, Samtfleckenkrankheit, Echter Mehltau und Frucht- sowie Stängelfäule auf. Diese Krankheiten können erhebliche Schäden an Ihren Pflanzen verursachen, von unschönen braunen Flecken bis hin zum Verlust ganzer Pflanzen.
  • Platzen der Früchte: Nach einer Trockenperiode kann ein plötzlicher Regenschauer dazu führen, dass Ihre Tomatenfrüchte aufplatzen. Die Schale der Früchte, insbesondere bei reifen Tomaten, kann der schnellen Wasseraufnahme nicht standhalten und reißt auf.
  • Nährstoffmangel: Starkregen kann wertvolle Nährstoffe aus dem Boden schwemmen, insbesondere Stickstoff. Stickstoff ist jedoch essentiell für das gesunde Wachstum Ihrer Pflanzen und die Entwicklung der Früchte. Ein Nährstoffmangel kann daher zu einem geringeren Ertrag führen.

Schutzmaßnahmen für Tomatenpflanzen

Schutzmaßnahmen für Tomatenpflanzen

Gewächshäuser schützen Tomaten vor Regenschäden

Um Ihre Tomatenpflanzen vor den negativen Auswirkungen von Regen zu schützen und eine ertragreiche Ernte zu erzielen, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen:

  • Regenschutz: Schützen Sie Ihre Tomatenpflanzen mit einer Überdachung vor direktem Regen. Dies beugt Pilzkrankheiten effektiv vor. Hierfür eignen sich verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise selbstgebaute Tomatenhäuser, Foliengewächshäuser oder stabile Folienzelte. Achten Sie darauf, dass die gewählte Konstruktion ausreichend belüftet ist, um Staunässe zu vermeiden.
  • Standortwahl: Wählen Sie für Ihre Tomaten einen sonnigen und windgeschützten Standort in Ihrem Garten. So trocknen die Blätter nach einem Regenschauer schneller ab, was das Risiko von Pilzinfektionen reduziert. Achten Sie beim Pflanzen außerdem auf ausreichende Abstände zwischen den einzelnen Tomaten, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
  • Gießverhalten: Gießen Sie Ihre Tomatenpflanzen direkt am Boden, um zu vermeiden, dass die Blätter unnötig nass werden. Am besten gießen Sie morgens, damit die Pflanzen im Laufe des Tages abtrocknen können.
  • Ausgeizen: Entfernen Sie regelmäßig die Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen. Dies verbessert die Luftzirkulation und reduziert somit die Gefahr von Pilzkrankheiten.
  • Sortenwahl: Einige Tomatensorten sind von Natur aus widerstandsfähiger gegenüber Nässe und Krankheiten. Dazu gehören beispielsweise robuste Wildtomaten und Sorten wie ‚Tigerella‘ oder ‚Green Zebra‘.
  • Pflanzenstärkung: Stärken Sie die Abwehrkräfte Ihrer Tomatenpflanzen mit natürlichen Pflanzenstärkungsmitteln.

Ergänzend zu diesen Maßnahmen können Sie den Boden um Ihre Tomatenpflanzen mulchen, um das Aufspritzen von Regenwasser zu vermeiden und die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren. Eine kontrollierte Bewässerung hilft Ihnen, die Wasserversorgung Ihrer Tomatenpflanzen auch in regenreichen Perioden optimal zu steuern.