So fallen Tomaten dem Frost nicht zum Opfer

Beheimatet in Südamerika, vertragen Tomaten keine frostigen Temperaturen. Dieser Umstand beeinflusst maßgeblich den Anbau in Beet, Gewächshaus und auf dem Balkon. So beugen Sie Schäden durch Frost an Tomaten vor.

Tomaten Frost

Wirksamer Schutz vor Frost von der Aussaat bis zur Ernte

Tomaten dürfen zu keinem Zeitpunkt unter den Einfluss von Minustemperaturen geraten. Diese Prämisse gilt ohne Ausnahme von Beginn an. Die Aussaat findet daher in den hiesigen Regionen grundsätzlich hinter Glas statt. Auf der warmen Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus können die erforderlichen 18 bis 24 Grad Celsius erzielt werden. Im Anschluss an das Pikieren geht es so weiter:

  • vorgezogene Tomaten erst nach dem 15. Mai auspflanzen
  • in den ersten Wochen im Freiland schützen unter einem Folientunnel (9,92€ bei Amazon*) oder Gartenvlies
  • einzelne Pflanzen setzen mit einer speziellen Tomatenhaube aus dem Fachhandel
  • im unbeheizten Gewächshaus nachts Frostwächter aufstellen oder Grablichter
  • Tomaten im Topf auf einem Pflanzenroller über Nacht ins Haus holen

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Mit dem Auszug der Eisheiligen Mitte Mai ist die Gefahr von Frost für Tomaten noch nicht sicher vorüber. In manchen Jahren schlägt zwischen dem 4. und 20. Juni die Schafskälte zu. Umsichtige Hobbygärtner halten die Schutzmaßnahmen vor Frost daher bis Mitte Juni bei.

Rechtzeitige Ernte vor dem ersten Frost – Nachreife im Haus

Klopft Gevatter Frost an die Gartentüre, hängen nicht selten noch unreife Tomaten an den Pflanzen. Davon lassen sich kundige Hobbygärtner nicht irritieren, denn grüne Tomaten reifen im Haus innerhalb weniger Tage nach. Einzelne Früchte werden in Zeitungspapier gewickelt und bei 18 bis 20 Grad Celsius aufbewahrt. Mehrere Tomaten kommen in einen Pappkarton, idealerweise in Gesellschaft eines reifen Apfels oder einer Banane.

Tipps & Tricks

Ein unbeheiztes Gewächshaus wird auf natürliche Art und Weise vor Frost geschützt durch eine ‘Mistheizung’. Hierbei wird die wärmende Wirkung von Pferdedung genutzt. Der Boden wird zwei Spaten tief ausgehoben und mit Pferdemist aufgefüllt. Darüber kommt eine Schicht Gartenerde mit Kompost. Die Mischung aus Dung und Stroh gibt im Verlauf der Rotte angenehme Wärme ab.

Text: Paula Jansen

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