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Ameisen an Tomatenpflanzen: Ursachen und Lösungsansätze

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Ameisen an Tomatenpflanzen deuten häufig auf einen Blattlausbefall hin, da diese Insekten den Honigtau der Läuse verzehren. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen des Ameisenaufkommens und erläutert verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen.

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Ameisen an der Tomatenpflanze werden meist von Blattläusen angelockt

Ameisen als Indikator für Blattläuse an Tomatenpflanzen

Blattläuse sind winzige Insekten, die an den Trieben und Blättern von Tomatenpflanzen saugen. Sie scheiden eine zuckerhaltige Substanz, den sogenannten Honigtau, aus. Ameisen ernähren sich von diesem Honigtau und beschützen die Blattläuse vor Fressfeinden. Ein vermehrtes Aufkommen von Ameisen an Tomatenpflanzen ist daher oft ein Indiz für einen Blattlausbefall.

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Erkennen eines Blattlausbefalls

Ein Blattlausbefall lässt sich leicht durch folgende Symptome erkennen:

  • Sichtbare Blattläuse: Die Insekten sind meist grün, gelb oder schwarz gefärbt und wenige Millimeter groß. Sie befinden sich oft an den Triebspitzen und jungen Blättern.
  • Honigtau: Zuckerhaltige Ausscheidungen der Blattläuse bilden glänzende Pünktchen oder Beläge auf Blättern und Trieben.
  • Ameisen: Ein vermehrtes Aufkommen von Ameisen deutet auf die Anwesenheit von Blattläusen hin.
  • Pflanzenschäden: Blattläuse schwächen Pflanzen und verursachen Wachstumsstörungen, die sich durch eingerollte Blätter und verkümmerte Triebspitzen zeigen.

Bekämpfung von Blattläusen

Es gibt mehrere wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Blattläusen an Tomatenpflanzen:

  • Hausmittel: Bei geringem Befall können Sie auf Hausmittel wie Seifenlauge oder Brennnesselbrühe zurückgreifen.
  • Biologische Pflanzenschutzmittel: Bei stärkerem Befall eignen sich biologische Pflanzenschutzmittel auf Basis von Neemöl oder Rapsöl.
  • Nützlinge: Schlupfwespen, Florfliegen und Marienkäferlarven sind natürliche Feinde der Blattläuse und können besonders in Gewächshäusern eingesetzt werden.

Weitere Gründe für Ameisen an Tomatenpflanzen

Neben Blattläusen gibt es auch andere Gründe, warum Ameisen von Tomatenpflanzen angezogen werden können:

  • Feuchte Erde: Ameisen bevorzugen feuchte Umgebungen und halten sich vermehrt in solchen auf.
  • Nistplätze: Ameisen suchen nach geeigneten Nistplätzen und nutzen Tomatenpflanzen als Unterschlupf, insbesondere in lockerem Boden oder Hochbeeten.
  • Nahrungsquellen: Neben Honigtau ernähren sich Ameisen auch von anderen zuckerhaltigen Substanzen sowie von toten Insekten und Pflanzenresten.

Ameisen an Tomatenpflanzen bekämpfen

Wenn Ameisen an Ihren Tomatenpflanzen auftreten, sollten Sie insbesondere die Ursache bekämpfen.

Blattlausbefall bekämpfen

Blattläuse sind häufig die Ursache für Ameisenbefall. Setzen Sie Mittel wie Seifenlauge, Brennnesselbrühe oder Neemölprodukte ein und wiederholen Sie die Anwendung alle paar Tage, um die Blattläuse effektiv zu bekämpfen.

Nester umsiedeln

Wenn Ameisen ihre Nester in der Nähe Ihrer Tomatenpflanzen gebaut haben, siedeln Sie diese vorsichtig um. Füllen Sie einen Blumentopf mit Holzwolle oder Stroh, stellen Sie ihn verkehrt herum auf die Ameisenstraße und warten Sie, bis die Ameisen ihre Brut in den Topf gebracht haben. Anschließend können Sie den Topf an einen mindestens 30 Meter entfernten Ort bringen.

Hausmittel gegen Ameisen

Es gibt verschiedene Hausmittel, um Ameisen fernzuhalten:

  • Zimt: Ameisen mögen den Geruch von Zimt nicht. Streuen Sie Zimtpulver um die Pflanzen.
  • Kreidepulver: Kreidepulver kann als wirksame Barriere dienen.
  • Essig: Wischen Sie die Ameisenstraßen mit Essigwasser ab. Der Geruch vertreibt die Ameisen.
  • Lavendel: Getrockneter Lavendel oder Lavendelöl können entlang der Ameisenstraßen platziert werden, um Ameisen abzuschrecken.
Bilder: Andrey Pavlov / Shutterstock