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Spitzkohl anbauen: Erfolgreiche Tipps für den eigenen Garten

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Spitzkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das in keinem Garten fehlen sollte. Erfahren Sie in diesem umfassenden Leitfaden alles, was Sie für einen erfolgreichen Anbau benötigen – von der Aussaat und Pflanzung bis hin zur Ernte und Lagerung.

Spitzkohl anbauen

Anbau von Spitzkohl: Aussaat und Pflanzung

Die Anzucht von Spitzkohl erfordert ein wenig Planung und Vorbereitung. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen:

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Aussaat im Haus: Ab Februar können Sie mit der Vorkultur im Haus beginnen. Verwenden Sie dafür Anzuchterde und säen Sie die Samen etwa 1-2 cm tief aus. Stellen Sie die Anzuchttöpfe an einen hellen Platz mit einer Temperatur zwischen 16 und 20 °C.

Pikieren: Sobald die Sämlinge ihre ersten echten Blätter entwickelt haben, sollten Sie sie in separate Töpfe pikieren. Das sorgt für ausreichend Platz und fördert eine gesunde Wurzelentwicklung.

Auspflanzen ins Freiland: Ab Mitte März, wenn die Frostgefahr vorüber ist, können Sie die vorgezogenen Pflänzchen ins Freiland setzen. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort und halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 40×40 cm ein. Spätere Sorten benötigen mit 50×50 cm etwas mehr Platz.

Schutzmaßnahmen: Um die jungen Pflanzen vor Schädlingen wie der Kohlfliege zu schützen, empfiehlt es sich, sie anzuhäufeln oder einen Kohlkragen anzubringen. Ein Kulturschutznetz bietet zusätzlichen Schutz vor Schädlingen und Vögeln.

Während der gesamten Wachstumsphase ist es wichtig, den Boden gleichmäßig feucht zu halten und die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Standort und Bodenbeschaffenheit: Die idealen Bedingungen für Spitzkohl

Spitzkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein Schutz vor starker Mittagssonne ist empfehlenswert, um ein Austrocknen der Blätter zu vermeiden. Der Boden sollte humusreich und lehmig sein, um eine gute Wasser- und Nährstoffspeicherung zu gewährleisten.

Bodenvorbereitung: Arbeiten Sie im Herbst Kompost und Kalk in den Boden ein, um die Bodenqualität zu verbessern und den pH-Wert auf einen optimalen Bereich zwischen 6 und 7,5 zu bringen.

Nährstoffversorgung: Spitzkohl zählt zu den Starkzehrern und benötigt eine ausreichende Nährstoffversorgung. Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung sowie eine zusätzliche Düngung mit einem stickstoffreichen Dünger während der Wachstumsphase unterstützen die gesunde Entwicklung der Pflanzen.

Fruchtfolge: Um Bodenmüdigkeit und die Anhäufung von Krankheiten und Schädlingen zu vermeiden, sollten Sie Spitzkohl nicht öfter als alle vier Jahre am selben Standort anbauen.

Fruchtfolge und Mischkultur: Gute und schlechte Nachbarn für Spitzkohl

Gute Nachbarn:

  • Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an und fördern so das Wachstum von Spitzkohl.
  • Kartoffeln, Möhren, Mangold, Sellerie, Salat, Spinat und Tomaten sind ebenfalls gute Nachbarn, da sie keine direkten Nährstoffkonkurrenten sind.
  • Aubergine, Paprika und Postelein unterstützen die Biodiversität und tragen zu einem gesunden Gartenökosystem bei.

Schlechte Nachbarn:

  • Erdbeeren können Pilzkrankheiten übertragen, die für Spitzkohl schädlich sind.
  • Knoblauch, Zwiebeln und andere Kreuzblütler wie Blumenkohl, Brokkoli und Rosenkohl sollten nicht in der Nähe von Spitzkohl angebaut werden, da sie ähnliche Nährstoffbedürfnisse haben und anfällig für die gleichen Krankheiten und Schädlinge sind.

Beachten Sie diese Hinweise bei der Planung Ihres Gemüsegartens, um ein harmonisches Pflanzenumfeld zu schaffen.

Die richtige Pflege von Spitzkohl: Gießen, Düngen und Unkraut jäten

Gießen: Achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, besonders während Trockenperioden. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Düngen: Eine Grunddüngung mit Kompost vor der Pflanzung sowie eine zusätzliche Düngung mit einem stickstoffreichen Dünger oder Brennnesseljauche während der Wachstumsphase sorgen für eine optimale Nährstoffversorgung.

Unkraut jäten: Entfernen Sie regelmäßig Unkraut, um Nährstoff- und Wasserkonkurrenz zu vermeiden.

Spitzkohl ernten: Der richtige Zeitpunkt und die Vorgehensweise

Erntezeitpunkt: Spitzkohl ist erntereif, wenn der Kopf fest und prall ist und die äußeren Blätter frisch und gesund aussehen. Je nach Sorte und Wachstumsbedingungen liegt die Erntezeit zwischen Juni und November.

Ernte: Halten Sie den Kopf vorsichtig am Strunk fest und schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer knapp über dem Boden ab. Lassen Sie einige äußere Blätter am Kopf, um die inneren Blätter zu schützen.

Nach der Ernte: Verarbeiten Sie den Spitzkohl zeitnah oder lagern Sie ihn kühl, um die Frische und die Nährstoffe zu erhalten.

Aufbewahrung von Spitzkohl: So bleibt der Kohl länger frisch

Im Kühlschrank: Wickeln Sie den Spitzkohl in ein feuchtes Tuch ein und lagern Sie ihn im Gemüsefach des Kühlschranks. So bleibt er bis zu einer Woche frisch.

Für längere Lagerung: In einem kühlen, dunklen Keller oder einem ähnlichen Raum kann Spitzkohl mehrere Monate gelagert werden. Lagern Sie ihn ungewaschen und eingewickelt in Papier oder ein Netz.

Verarbeitungsreste: Reste von Spitzkohl können Sie nach dem Blanchieren einfrieren und so mehrere Monate haltbar machen.

Krankheiten und Schädlinge: So schützen Sie Ihren Spitzkohl

Schädlinge: Zu den häufigsten Schädlingen gehören die Raupen des Großen Kohlweißlings, Schnecken, die Weiße Fliege sowie die mehlige Kohlblattlaus und andere Blattläuse.

Krankheiten: Spitzkohl kann von Kohlhernie und Kohlschwärze befallen werden.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Fruchtfolge einhalten
  • Bodenhygiene beachten
  • Regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten kontrollieren
  • Befallene Pflanzenteile entfernen
  • Natürliche Feinde fördern
  • Schutznetze verwenden

Mit diesen Maßnahmen können Sie dazu beitragen, dass Ihr Spitzkohl gesund und ertragreich wächst.