Grünkohl: So wird das vitaminreiche Gemüse kultiviert


Grünkohl ist ein traditionelles Wintergemüse Norddeutschlands, das jedoch im Süden zunehmend mehr Fans findet. Spaßhaft wird es deshalb auch als „Friesenpalme“ bezeichnet. Der Winterklassiker ist vollgepackt mit Antioxidantien und kalorienarm. Anspruchslos und anpassungsfähig lässt sich Grünkohl sich in nahezu jedem Gemüsegarten problemlos anbauen.

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Grünkohl kann oft mehrmals geerntet werden

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Standort und Boden

Wie fast Kohlarten wächst Grünkohl besonders gut auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmböden. Eher magere Sandböden sollten Sie mit Kompost und gekörnten Rinderdung (18,80€ bei Amazon*) anreichern.

Grünkohl bevorzugt die volle Sonne. Da das Gemüse vollständig winterhart ist und traditionell nach dem ersten Frost geerntet wird, gedeiht er auch in rauen Lagen sehr gut.

Fruchtfolge und Aussaat

Empfehlenswert ist eine Mischkultur mit Freilandtomaten, da diese Schädlinge vom Kohl fernhalten. Pflanzen Sie Grünkohl nach Möglichkeit an einen Platz im Gemüsebeet, an dem Sie im Vorjahr die Stickstoffsammler Erbsen oder Bohnen kultiviert hatten.

Säen Sie den Grünkohl, abhängig von der Sorte, ab Mitte April bis Mitte Mai in Anzuchtkisten direkt ins Freiland. Zeigt sich das zweite Blattpaar, werden die Pflänzchen vereinzelt.

Pflege während des Sommers

Sechs bis acht Wochen nach der Aussaat können Sie die pikierten Grünkohlpflänzchen ins Gemüsebeet setzen. Der Pflanzabstand sollte 40 mal 50 Zentimeter nicht unterschreiten. Dieser kann auch geringer gewählt werden. Verpflanzen Sie den Grünkohl dann als Nachkultur an geeignete, frei gewordene Stellen im Beet.

Grünkohl hat einen sehr hohen Wasserbedarf. Reichliches Gießen während der warmen Sommermonate ist aus diesem Grund unerlässlich. Eine dünne Mulchschicht aus Rasenschnitt sorgt dafür, dass die Erde nicht so schnell austrocknet. Zusätzlich sollten Sie den Starkzehrer mit organischem Gemüsedünger (26,15€ bei Amazon*) versorgen. Damit die Pflanzen gut gedeihen, sollte der Boden regelmäßig aufgelockert werden.

Die Ernte

Grünkohl braucht den ersten Frost, damit er besser schmeckt. Deshalb beginnt die Ernte traditionell im November. Schneiden Sie zunächst die unteren Blätter am Blattansatz ab und verwenden Sie zuletzt das Herz. So kann Grünkohl während des gesamten Winters frisch eingebracht werden.

Lassen Sie den Stamm unbedingt stehen. Häufig bilden sich hier im Frühling noch zarte Sprossen für eine sehr fein schmeckende Nachernte.

Tipps

Grünkohl sollte frühestens nach drei Jahren wieder an den gleichen Platz im Beet gesetzt werden. Waren Ihre Kohlgewächse von Krankheiten wie Kohlschwärze oder Kohlhernie befallen, müssen Sie sie sogar sechs Jahre warten.

Text: Michaela Kaiser

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