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Grünkohl wird vor dem Einfrieren blanchiert

Grünkohl einfrieren – für eine ganzjährige Verfügbarkeit

Grünkohl ist kalorienarm und nährstoffreich zugleich. Wer ihn außerhalb der winterlichen Erntezeit probiert, wird feststellen, dass er auch dann immer noch vorzüglich schmeckt. Nach den ersten Minusgraden auf dem Feld, darf er den Frost der Gefriertruhe kennenlernen.

Die Zeit der Ernte

Grünkohl oder Braunkohl, wie diese Kohlsorte in Norddeutschland auch genannt wird, braucht auf dem freien Feld Minusgrade als krönenden Abschluss. Diese Kälte ist es, der dem Kohl hilft, den zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen auch noch einen guten Geschmack hinzuzufügen.

Sobald der erste Frost sich seine Blätter gegriffen hat, ist die Grünkohlzeit angebrochen. Hier spielt der Wettergott mit unseren Erwartungen und lässt uns gelegentlich lange warten. Der Frost in der Gefriertruhe soll aber ein guter Ersatz für den von der Natur bereitgestellten Geschmacksverstärker sein.

Der Grünkohl muss nicht sofort nach dem ersten Frost abgeerntet werden. Er kann den ganzen Winter draußen verbringen, ohne dass daraus irgendwelche Nachteile entstehen.

Die perfekten Grünkohlblätter

Die perfekten Grünkohlblätter für die Gefriertruhe sind:

  • frisch gepflückt
  • grün
  • knackig

Sie sollten möglichst ohne Verzögerung eingefroren werden, obwohl sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks 4-5 Tage problemlos aufbewahren lassen.

Keine Sorge, wenn es so ausschaut, als würden die ganzen Blätter unmöglich ausreichend Platz in der Gefriertruhe finden. Nach dem Blanchieren schrumpfen sie zu einem wesentlich kleineren Haufen zusammen.

Grünkohlblätter vorbereiten

Gleich vorweg: Vor dem Genuss wartet eine Menge geduldige Fleißarbeit. Viele dieser Arbeitsschritte sind notwendig, egal ob der Grünkohl frisch zubereitet, eingekocht oder eingefroren wird.

  1. Entfernen Sie die Blätter vom harten Strunk.
  2. Waschen Sie die Grünkohlblätter gründlich ab. Ein Waschdurchgang ist meist nicht ausreichend. Die krausen Blätter bieten viele Versteckmöglichkeiten für feine Sandpartikel und Erde.
  3. Füllen Sie einen großen Kochtopf mit Wasser und fügen Sie Salz hinzu.
  4. Bringen Sie die Salzlösung zum Kochen.
  5. Stellen Sie eine große Schüssel mit Eiswasser bereit.
  6. Sobald das Salzwasser sprudelt, geben Sie ein Teil der Grünkohlblätter hinein und lassen Sie sie für 2-3 Minuten darin kochen.
  7. Holen Sie die blanchierten Blätter mit einem Schöpflöffel raus und geben Sie sie sofort ins Eiswasser zum Abschrecken. Das stoppt den Garprozess und erhält die typische Farbe. Auch der Geschmack und die Vitamine profitieren davon.
  8. Nehmen Sie die erkalteten Blätter aus dem Eiswasser heraus und lassen Sie sie in einem großen Sieb abtropfen. Danach können Sie sie mit der Hand noch vorsichtig ausdrücken und anschließend noch auf Küchenpapier ausbreiten, damit sie den letzten Rest Feuchtigkeit verlieren.
  9. Hacken Sie die Blätter klein, so, wie es für Sie optimal ist.

Grünkohl für die Gefriertruhe verpacken

Um den Grünkohl bei Bedarf besser entnehmen zu können, ist es ratsam, ihn gleich in passende Portionsgrößen einzufrieren. Als Behälter eignen sich alle handelsüblichen Gefrierdosen sowie Gefrierbeutel. Diese sollten mit Inhalt und Datum beschriftet werden, damit im Gefrierschrank stets der volle Überblick herrscht.

Tipps

Auch fertig zubereitete Grünkohlgerichte dürfen nach dem Erkalten eingefroren werden. So können Sie innerhalb in den darauffolgenden drei Monaten in Minutenschnelle ein leckeres Kohlgericht auf den Tisch zaubern.

Haltbarkeit

Von Winter bis Winter darf der Grünkohl in der Gefriertruhe verweilen. Daraus ergibt sich eine Haltbarkeit von einem ganzen Jahr, was in Anbetracht der jährlichen Neuernte vollkommen ausreichend ist.

Auftauen

Der tiefgefrorene Kohl kann unter Zugabe von etwas Wasser auf dem Herd bei mittlerer Hitze in etwa 10 Minuten erwärmt werden. Danach kann der Grünkohl nach Rezept weiter verarbeitet werden.

Fazit für Schnell-Leser:

  • Saison: Ab dem ersten Frost; den ganzen Winter hindurch
  • Qualität: Frisch gepflückte grüne, knackige Blätter verwenden
  • Vorbereitung: Vom Strunk befreien; mehrmals gründlich waschen
  • Blanchieren: 2-3 Minuten in kochendes Salzwasser; in Eiswasser abschrecken; abtropfen lassen
  • Verpacken: Kleinhacken; in geeignete Gefrierbehälter portionieren; beschriften
  • Tipp: Auch bereits zubereitete Grünkohlspeisen können Sie problemlos einfrieren
  • Haltbarkeit: Grünkohlblätter: 1 Jahr; Grünkohlspeisen: 3 Monate
  • Auftauen: Mit etwas Wasser 10 Minuten bei mittlerer Hitze erwärmen; weiterverarbeiten

Text: Daniela Freudenberg Artikelbild: Matthew J Thomas/Shutterstock

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  1. palmfarn
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    palmfarn
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