Terrasse begrünen – Möglichkeiten

Die Terrasse bekommt mit Zierpflanzen eine natürliche Atmosphäre. Die Gewächse geben dem Außenbereich mehr Farbe und liefern ganz nebenbei einen wertvollen Beitrag für den Naturschutz. Das Augenmerk liegt dabei auf der vertikalen Ausrichtung.

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Pflanzen bringen Leben auf die Terrasse

Modulgarten

Modular aufgebaute Systeme bieten platzsparende Optionen für kleine Balkone und Terrassen. Sie nutzen den senkrechten Bereich aus und bestehen aus Blumenkästen,(17,99€ bei Amazon*) die übereinander gestapelt werden und nach vorne offen sind. So lassen sich hängende Gärten gestalten, in denen Kapuzinerkresse, Schwarzäugige Susanne oder Ackerwinde für ästhetische Akzente sorgen. Wichtig ist, dass Sie die Kästen mit krautigen Arten bepflanzen. Verholzende Gewächse entwickeln ein zu hohes Gewicht.

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Substrat

Um Staunässe zu verhindern, benötigen die einzelnen Module eine Drainage. Als Pflanzgrundlage dienen leichte Substrate, die ein geringes Eigengewicht mitbringen. Ideal geeignet sind Kokosfasern, denn sie haben ein gutes Wasserspeichervermögen und gewährleisten eine optimale Durchlüftung. Herkömmliche Gartenerde ist zu schwer für einen Minigarden oder den selbst gebauten vertikalen Garten und tendiert zum Verdichten.

Kletterpflanzen

Eine andere Möglichkeit der Begrünung von Fassaden, Spalieren oder Pavillons bieten Kletterpflanzen. Hier haben Sie die Wahl zwischen mehrjährigen und winterharten Arten wie Trompetenblume, Geißblatt, Waldrebe oder Kletterrosen und -hortensien. Ihnen genügt im Winter ein Schutz aus Vlies oder Luftpolsterfolie sowie eine Styroporunterlage. Erweisen sich die Rankpflanzen als kälteempfindlich, positionieren Sie den Kübel auf einem rollbaren Untersetzer.

Töpfe bepflanzen:

  • Kübel mit 60 Zentimeter Höhe und Breite wählen
  • Abzugsloch mit Tonscherben bedecken
  • Kies für eine bessere Standfestigkeit einfüllen
  • mit nährstoffreichem Gemisch und Kübelpflanzenerde und Sand auffüllen

Rankhilfe anbringen

Welches Klettergerüst Sie verwenden, hängt von der gewünschten Pflanzenart ab. Selbstklimmer wie Efeu und Wilder Wein benötigen einen rauen Untergrund, an denen ihre scheibenförmigen Haftorgane Halt finden. Kletterrosen und der gelb strahlende Winterjasmin gehören zu den Spreizklimmern, deren Dornen oder Triebe sich auf Querstreben an der Fassade stützen. Clematis-Arten und Weinreben ziehen sich mit ihren rankenden Trieben in die Höhe und benötigen gitterförmige Rankhilfen, während Schlingpflanzen wie Geißblatt und Blauregen an senkrechten Stützen empor klettern.

Tipps

Pflanzen für den Gartenzaun eignen sich auch für die Begrünung von Balkonen und Terrassen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Photographee.eu/Shutterstock

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