Hortensien

Schattenbeet gestalten: Hortensien erfolgreich unterpflanzen

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Bauern-, Teller-, Rispen- und Samthortensien benötigen aufgrund ihres üppigen Wuchses und hohen Wasserbedarfs eine durchdachte Begleitbepflanzung. Dieser Artikel stellt geeignete Stauden, Gräser und Bodendecker vor und gibt Tipps für eine harmonische Gestaltung.

Pflanzen unter Hortensie
Im Schatten der Hortensie gedeihen nicht viele Pflanzen

Bauern- und Schneeball-Hortensien: Partner für den Schatten

Bauern- und Schneeball-Hortensien bereichern schattige Gartenbereiche mit ihren prächtigen Blüten vom Frühsommer bis zum Herbst. Während Bauernhortensien mit ihrem Farbenspiel von Blau über Rosa bis Violett beeindrucken, bestechen Schneeballhortensien durch ihre großen, weißen oder zartrosa Blütenbälle. Um den hohen Wasserbedarf dieser Hortensienarten zu berücksichtigen, empfiehlt sich eine Begleitbepflanzung, die ihnen nicht die lebenswichtige Feuchtigkeit entzieht.

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Bauernhortensien: Harmonische Begleiter

Bauernhortensien entfalten ihre volle Schönheit in Gesellschaft von Pflanzen, die in Blütenfarbe und -form harmonieren, ohne mit ihnen zu konkurrieren. Hierfür eignen sich:

  • Funkien: Ihre großflächigen Blätter in verschiedenen Grün- und Blautönen setzen die Blüten der Bauernhortensien gekonnt in Szene.
  • Astilben: Ihre filigranen Blütenrispen in Weiß, Rosa oder Rot schaffen einen reizvollen Kontrast.
  • Sterndolden: Mit ihren zarten Blüten in Weiß oder Rosa ergänzen sie das Erscheinungsbild auf subtile Weise.

Schneeballhortensien: Lebendig und farbenfroh

Schneeballhortensien lassen sich wunderbar mit verschiedenen Stauden und Gräsern kombinieren, um das Beet lebendiger zu gestalten:

  • Eisenhut: Seine tiefblauen Blüten bilden einen attraktiven Kontrast, bieten jedoch, ähnlich wie die Hortensie, keine Nahrungsquelle für Bienen.
  • Hohe Flammenblume: Sie überzeugt mit leuchtenden Farben und einem angenehmen Duft.
  • Kugeldistel: Ihre kugelförmigen Blüten und die blaugrüne Färbung fügen dem Beet eine interessante Struktur hinzu.
  • Hohe Fetthenne: Ihre spätsommerlichen Blüten sorgen für langanhaltende Farbtupfer.
  • Ziergräser: Lampenputzergras und andere Ziergräser runden das Gesamtbild mit ihrer lockeren Form ab.

Um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten, sollten Sie Begleitpflanzen wählen, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen, ohne den Hortensien zu viele Nährstoffe oder Wasser zu entziehen.

Rispen-Hortensien: Unterpflanzung für den Sonnenplatz

Die Rispen-Hortensie ist ein vielseitiger Blickfang, der sich durch seine kegelförmigen Blütenstände und seine Toleranz gegenüber sonnigen Standorten auszeichnet. Um den Bereich unter den Hortensien aufzuwerten, bieten sich verschiedene Unterpflanzungsmöglichkeiten an.

Geeignete Pflanzen für die Unterpflanzung

Für die Unterpflanzung eignen sich schattenverträgliche Pflanzen mit einer maximalen Wuchshöhe von 50 cm, die ein leicht saures Substrat bevorzugen. Hier einige Beispiele:

  • Funkien oder Purpurglöckchen: Diese Stauden fühlen sich im Schatten wohl und fügen sich harmonisch unter die Rispenhortensien.
  • Frauenmantel oder Kleines Immergrün: Beide eignen sich als dekorative Bodendecker.
  • Frauenfarn oder Flaumfeder-Filigranfarn: Farne bringen mit ihren filigranen Blättern eine interessante Textur in den Bereich unter den Hortensien.
  • Seggen oder Waldmarbel: Diese Gräser verleihen dem Garten eine natürliche Dynamik.
  • Kriech-Kirschlorbeer oder Zwerg-Rhododendron: Diese immergrünen Gehölze sorgen auch im Winter für Farbe.

Rispenhortensien im Kübel

Auch in Kübeln gepflanzte Rispenhortensien profitieren von einer Unterpflanzung. Geeignete Pflanzen hierfür sind Zwerg-Funkien, Kleines Immergrün, Frauenmantel, Storchschnabel, fuchsrote Segge und Magellan-Blaugras.

Samt- und Teller-Hortensien: Begleiter für ein abwechslungsreiches Bild

Samt- und Teller-Hortensien ziehen mit ihrer Wuchsform und ihren blau bis violett gefärbten Blüten alle Blicke auf sich. Um ihre Schönheit ganzjährig zur Geltung zu bringen, empfiehlt sich die Kombination mit Pflanzen, die entweder eine versetzte Blütezeit haben oder deren Blüten einen harmonischen Kontrast bieten.

Pflanzenpartner für Samt- und Teller-Hortensien

  • Rhododendron und Blumenhartriegel: Diese Gehölze blühen zu einer anderen Zeit als die Hortensien.
  • Blattschmuckstauden: Funkien oder Purpurglöckchen beeindrucken mit ihrem dekorativen Laub auch außerhalb der Blütezeit.
  • Ziergräser: Seggen fügen sich mit ihrer zurückhaltenden Erscheinung nahtlos ein und bringen Bewegung ins Beet.
  • Stauden mit zurückhaltenden Blüten: Herbst-Anemonen ergänzen das Ensemble, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Bodendecker: Wertvolle Partner für Hortensien

Bodendecker sind wertvolle Partner für Hortensien, da sie die Feuchtigkeit im Boden bewahren, Unkraut unterdrücken und für eine attraktive Optik sorgen. Wichtig ist, Arten zu wählen, die an saure Bodenverhältnisse angepasst sind und Halbschatten bis Schatten tolerieren.

Geeignete Bodendecker

  • Frauenmantel: Sein zierendes Laub und die gelb-grünen Blüten bilden einen angenehmen Kontrast zu den Hortensienblüten.
  • Immergrün: Dieser immergrüne Bodendecker überzeugt mit seinen kleinen, intensiv blauen Blüten.
  • Gedenkemein: Seine hellblauen Frühlingsblüten setzen schöne Farbakzente.
  • Storchschnabel: Mit seinen vielfältigen Arten bringt er nicht nur schöne Blüten hervor, sondern beeindruckt auch durch dekoratives Laub.
  • Golderdbeere: Sie punktet mit saftigem Grün und gelben Blüten im Frühjahr.

Frühlingsblüher: Vorboten der Blütenpracht

Frühlingsblüher wie Maiglöckchen erwecken den Garten zu neuem Leben und bilden eine harmonische Einheit mit den später blühenden Hortensien.

Maiglöckchen: Diese winterharten Zwiebelpflanzen vermehren sich von alleine und bilden dichte Teppiche. Im Frühjahr verzaubern sie mit ihren zarten Blüten und ihrem feinen Duft.

Wählen Sie Frühlingsblüher, die den Boden bedecken, bevor die Hortensien in ihre volle Blütenpracht ausschlagen, um den Garten in jeder Saison lebendig zu gestalten.

Hortensien mit Berberitze: Stabilität und Ästhetik

Berberitzen sind eine geschickte Wahl, um die Statik und Ästhetik von Hortensien zu verbessern. Insbesondere bei älteren Baumhortensien bewährt sich die Berberitze als natürlicher Stützapparat. Ihre bestachelten Zweige helfen, überhängende Blütenbälle zu stützen und ein Umknicken der Äste zu vermeiden.