Diese Pflanzen bieten eine ungiftige Alternative zum Fingerhut

Sie sind auf der Suche nach einer ungiftigen Alternative zum Fingerhut? Hier erfahren Sie, was die besten Ausweichmöglichkeiten zum Digitalis sind und wie Sie die richtige Pflanze für Ihren Garten finden.

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Der Echte Beinwell ist eine schöne Alternative zum Fingerhut

Hat Fingerhut einen ungiftigen Doppelgänger?

Oftmals wird Echter Beinwell (Symphytum officinale) als Doppelgänger zum Fingerhut (Digitalis) gehandelt. Die Blüten des Beinwells reichen ebenfalls oft ins purpurfarbene Spektrum. Mit ihren langen Stängeln kann die Pflanze eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Damit ähnelt Beinwell dem Roten Fingerhut. Die Blätter des Beinwells sind jedoch nicht gezähnt und hängen stärker über. Beinwell wird bereits seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Im Gegensatz zum Fingerhut ist diese Pflanze nicht giftig.

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Welche Alternative gibt es noch zum Roten Fingerhut?

Die Mondviole (Lunaria annua) weist ebenfalls Ähnlichkeit mit dem Fingerhut auf. Die Pflanze aus der Gattung der Silberblätter stammt ursprünglich aus Südosteuropa. Seit einiger Zeit breitet sie sich aber auch in Mitteleuropa wild aus. Die Mondviole trägt an ihren hohen Stängeln meist Blüten mit einer kräftigen Purpurfarbe. Ihre Blätter werden mitunter auch an Tiere verfüttert. Sie haben es hier mit einer nützlichen, schönen und ungiftigen Alternative zum Fingerhut zu tun.

Welche Alternative gibt es zum Gelben Fingerhut?

Eine ungiftige Ausweichmöglichkeit zum Gelben Fingerhut bieten Ihnen der Punktierte Gilbweiderich (Lysimachia punctata) oder die Frühe-Wiesen-Taglilie (Hemerocallis lilioasphodelus). Diese pflegeleichten Pflanzen zaubern eine schöne gelbe Blüte in Ihren Garten und lassen sich als Ersatz nutzen. Im Fall der Taglilie sollten Sie jedoch im Blick haben, dass diese bei Katzen eine Vergiftungserscheinung hervorrufen kann. Für Menschen sind Taglilien dagegen nicht giftig.

Welche essbare Alternative gibt es zum Fingerhut?

Die Gewöhnliche Nachtkerze (Oenothera biennis) stellt eine ungiftige und essbare Alternative dar. Diese Pflanze trägt gelbe Blüten und ähnelt bis zu einem gewissen Grad gelb blühenden Sorten des Fingerhuts. Die krautige Pflanze wächst wie der Fingerhut zweijährig. Sie enthält keine Giftstoffe. Ihre Pfahlwurzeln lassen sich wie Gemüse zubereiten. Blüten, Blätter und Samen der Pflanze sind ebenfalls essbar. Die Pflanze wird als Heilmittel und zur Herstellung von Kosmetik eingesetzt.

Tipp

Einheimische Alternativen nutzen

Wenn Sie als ungiftige Alternative zum Fingerhut eine heimische Pflanze verwenden, bringt das viele Vorteile. In der Regel sind diese Arten gut an die Standortbedingungen gewöhnt und brauchen deshalb wenig Pflege. Außerdem stärken Sie damit den Lebensraum der regionalen Tierwelt.

Text: Ben Matthiesen
Artikelbild: Kuttelvaserova Stuchelova/Shutterstock