Brokkoli säen – so klappt’s perfekt

Wenn wir Brokkoli hören, denken wir an grüne Köpfe und Röschen. Doch je nach Sorte kann er auch violett oder gelb gefärbt sein. Egal welche Brokkoliart oder Farbe – beim Brokkoli säen und ziehen ist der grüne Daumen gefragt.

Brokkoli säen

Das richtige Saatgut

  • Brokkoli Calabrese – der bekannte grüne Brokkoli. Er schmeckt vorzüglich, ist ertragreich und bildet zahlreiche Seitentriebe. Die Anzucht erfolgt von März bis Juni. Erntezeit ist zwischen Juni und September.
  • Brokkoli-Marathon – hat blaugrüne, feste und feinknospige Köpfe. Er zählt zu den mittelspäten, mehltauresistenten Sorten. Aussaat ist von April bis Juni und Ernte von Juli bis Oktober.
  • Brokkoli Purple Sprouting – ist eine mehrjährige Wintersorte. Sie wird im Juli ausgesät und überwintert im Freien. Im folgenden Jahr kann sie von März bis April geerntet werden.

Brokkoli Aussaat und Anzucht zur richtigen Zeit

Frühe Sorten kann man ab März in einer Anzuchtschale auf einer sonnigen Fensterbank ziehen. Ab Mitte Mai dürfen die Setzlinge ins Beet oder auf den Balkon. Späte Sorten lassen sich ab Ende April direkt unter freiem Himmel aussäen. Vor der Aussaat den Boden mit lockern und gesiebtem und gut verrottetem Gartenkompost bedecken. Dann den Brokkolisamen 1 Zentimeter tief in Saatrillen säen und mit gesiebter Anzuchterde dünn bedecken. Das Beet regelmäßig mit lauwarmen Regenwasser besprühen.

Mitte Mai bis Ende Juli, wenn die Brokkolipflänzchen 10 Zentimeter hoch sind und vier Blätter besitzen, pflanzt man sie im Abstand von 50 Zentimeter an ihren endgültigen Standort. Ob die Jungpflanzen fest genug in der Erde sitzen, testest Du durch behutsames Ziehen an den oberen Blättern.

Was brauchst Du um Brokkoli selbst zu ziehen?

  • Aussaatschalen oder Anzuchttöpfe
  • Anzuchterde oder Substrat
  • keimfähige Brokkolisamen
  • Minigießkanne oder Sprühflasche
  • Mini-Gewächshaus oder Folie

Der beste Start für die Brokkolianzucht

Du kannst Joghurtbecher oder Töpfchen aus Torf oder Eierkartons verwenden. Kompostierbare Gefäße sind besonders praktisch, weil sich die Jungpflanzen damit später direkt anpflanzen lassen, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Zum Füllen der Gefäße eignet sich spezielle Aussaaterde. Diese ist feinkrümeliger und nährstoffärmer als Blumenerde und aktiviert das Wurzelwachstum.

Tipps & Tricks

Keimlinge, die schwach oder missgebildet sind, aussortieren. Sie sind für den Anbau nicht geeignet. Kraftvolle Jungpflanzen täglich um einige Stunden länger zum Abhärten ins Freie stellen.

Text: Regina Müller
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