Brokkoli Anbau leicht gemacht

Im Salat, als Suppe oder Gemüse - Brokkoli schmeckt immer. Zusätzlich ist er kalorienarm, reich an Mineralstoffen und Vitamin C. Dabei sind nicht nur die Röschen, sondern auch die Blätter und Stängel genießbar. Also nichts wie ran an den Brokkolianbau im Garten oder am Balkon – so klappt´s perfekt.

Brokkoli Anbau

Optimaler Standort und ideale Pflanzzeit

Ist der Standort sonnig und windgeschützt lassen sich Brokkolipflanzen, im Vergleich zu anderen Gemüsesorten, einfach anbauen und mehrjährig ernten. Dafür benötigen sie mehr Kalk. Zu wenig Kalk mindert die Ernte und schwächt die Pflanzen. Am Besten, vor der Aussaat oder dem Anbauen reichlich Algenkalk und Kompost in die Erde einarbeiten und eventuell eine zusätzliche Kalkgabe direkt ins Pflanzloch geben. Besonders gut gedeiht das grüne Gemüse im neutralen Boden bei einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0.

Wer frühe Brokkolisorten wählt, sollte diese im März in einer Anzuchtschale auf der Fensterbank vorziehen. Ab Mai die jungen Setzlinge dann im Freiland oder Gewächshaus anbauen. Späte Sorten ab Ende April direkt mit einem Pflanzabstand von 50 Zentimetern ins Freiland säen.

Brokkoli düngen – das sollte man beachten

Brokkolipflanzen sind Starkzehrer und benötigen organischen Dünger wie Stallmist oder Kompost. Nach der ersten Düngung reichen drei oder vier Stickstoffgaben, um das Wachstum zu fördern. 4 Wochen vor der ersten Ernte sollte man wegen der Nitratbildung auf düngen verzichten.
Regelmäßiges Gießen verhindert bei Trockenheit einen Wachstumsstopp. Mulchen mit organischem Material wie Brennnesselblätter lohnt sich doppelt, da es die Bodenfeuchtigkeit speichert und gleichzeitig die Pflanzen mit Stickstoff versorgt. Zusätzliches Hacken zwischen den Reihen aktiviert das Wachstum.

Richtiges schneiden ermöglicht Mehrfaches ernten

Nach 14 bis 15 Wochen ist der Brokkoli ausgewachsen und die mittlere Blume ausgebildet, aber noch geschlossen. Um mehrfach Brokkoli zu ernten, zuerst nur die voll ausgebildeten Haupttriebe mit Blütenknospen in 15 Zentimeter Höhe abschneiden. In 3 bis 4 Wochen wachsen die darunterliegenden Nebentriebe nach und können geerntet werden.

Der beste Schutz vor Krankheiten und Ungeziefer

Wie alle Kohlsorten wird auch Brokkoli vom Kohlweißling befallen. Ein Schmetterling, der seine Eier an die Unterseite der Brokkoliblätter legt. Ein Netz schützt davor und verhindert wirksam, dass die Schmetterlingslarven die Blätter vertilgen. Ansonsten beugen Mischkultur und der Einsatz von pflanzenstärkendem Kompost und Gesteinsmehl Schädlingen und Krankheiten vor.

Brokkoli richtig überwintern

Brokkolipflanzen mögen es sonnig und warm. Trotzdem kannst Du sie problemlos draußen überwintern. Wichtig ist, die Pflanzen durch einen Bretterrahmen zu schützen. Bei Minustemperaturen einfach ein Vlies oder eine Plane über den Rahmen stülpen – fertig. Im Frühling die Plane abnehmen und den Brokkoli stehen lassen oder umsetzen. Dafür die Pflanze komplett mit Wurzeln rausziehen und in ein mit Kompost vorbereitetes Beet pflanzen.

Tipps & Tricks

Brokkoli keines Falls kochen sonst gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren! Die schonende Zubereitung im Dampfgarer erhält Vitamine, Mineral- und Nährstoffe.

Text: Regina Müller
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