So legen Sie einen Waldgarten an – Tipps zur richtigen Pflanzenauswahl

Mit einem eigenen Waldgarten holen Sie sich ein lauschiges Refugium vor Ihre Haustüre, das generationenübergreifend die Herzen höher schlagen lässt. Damit der gärtnerische Traum wahr wird, sind im Vorfeld verschiedene Kriterien zu beachten. Dieser Leitfaden erklärt, worauf bei der Auswahl von Bäumen und Begleitpflanzen zu achten ist.

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Nadelbäume schaffen das Gefühl von Wald

Rahmenbedingungen markieren Grenzen im Gestaltungsplan

Bäume stellen ebenso konkrete Anforderungen an die Standortqualitäten, wie Stauden und Blumen. Greifen Sie daher nicht einfach zu Baum-Arten, weil Ihnen Wuchsform und Laubfarbe zusagen. Unterziehen Sie den Gartenboden zunächst einer genauen Prüfung, damit sich Ihre Favoriten wohl fühlen und kräftig Wurzeln schlagen. Die unterschiedlichen Ansprüche beliebter Bäume für den Waldgarten zeigt die folgende Übersicht auf:

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NameBaumartWuchshöhe (cm)Standortpräferenz
Eiche (Quercus robur)Laubbaum2.500-3.500sonnig, halbschattig, frisch bis feucht
Kastanie (Aesculus hippocastanum)Laubbaum2.500-3.000sonnig, halbschattig, normaler Gartenboden
Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana)Nadelbaum1.500-2.500sonnig, halbschattig, nährstoffreich, feucht
Kiefer (Pinus sylvestris)Nadelbaum1.000-3.000sonnig, trocken, leicht sauer
Weißbirke (Betula pendula)Laubbaum1.500-2.000sonnig, trocken, sandig bis lehmig
Blut-Ahorn (Acer platanoides)Laubbaum1.000-1.500sonnig, halbschattig, feucht, humos

Um einen kleinen Garten als Waldgarten zu gestalten, bieten Baumschulen von jeder Baumart schöne Zwerg-Sorten an. So verharrt beispielsweise der Fächer-Ahorn ‘Beni komachi’ auf einer Höhe von 150 bis 250 cm.

Begleitpflanzen machen den Waldgarten komplett – Gestaltungs-Tipps

In der kreativen Gestaltung eines Waldgartens steht die Etagen-förmige Anordnung hoch im Kurs. Hohe Bäume vergesellschaften sich mit mittelhohen und niedrigen Gehölzen. Am Boden gedeihen Farne, Blattschmuckstauden und andere schattenverträgliche Pflanzen. Eine malerische Kombination entsteht aus Eichen und Rhododendren, die ähnliche Standortansprüche stellen. Ihnen zu Füßen liegen Funkien (Hosta), Kriechender Günsel (Ajuga reptans) oder schattenliebende Porzellanblümchen (Saxifraga umbrosa).

Ein Waldgarten ist nicht auf ein immerwährendes Dämmerlicht beschränkt. Als transparente Option empfehlen wir eine Kombination aus weißstämmigen Birken, untermalt von Rasen- oder Moosflächen und hellen Kieswegen.

Tipps

Eine lauschige Sitzecke rundet die Gestaltung des Waldgartens wunderbar ab. Damit Harz nicht auf die Möbel herabtropft oder an den Schuhen klebt, macht sich ein Pavillon aus einheimischem Holz als Überdachung nützlich.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Paisan Changhirun/Shutterstock

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