Einen Gemüsegarten im Schatten erfolgreich bewirtschaften

Tomaten, Paprika oder Zucchini gedeihen nur bei viel Licht gut - an schattigen Plätzchen dürfte die Ernte dagegen, wenn überhaupt, nur sehr mickrig ausfallen. Dasselbe gilt für den größten Teil der Nutzpflanzen, die sich nur in sonnigen Gärten bzw. auf dem hellen Balkon wohlfühlen. Doch wer nur einen schattigen Garten hat, braucht dennoch nicht auf frisches Grünzeug aus eigenem Anbau verzichten. Einige Gemüsepflanzen und auch Obstgehölze tolerieren lichtarme Standorte.

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Erbsen und Bohnen gedeihen auch im Schatten

Geeignete Gemüse und Früchte für den Schattengarten

Zu den für den Schattengarten geeigneten Gemüsen und Früchten zählen vor allem die, die als Wildform vorzugsweise im Wald gedeihen: Beerengehölze wie Waldhimbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren sowie auch Walderdbeeren eignen sich vorzüglich für den Anbau im schattigen Garten. Dasselbe gilt für Gewächse wie beispielsweise Bärlauch. Daneben tolerieren auch die meisten Blattgemüse wie Schnitt-, Pflück- oder Feldsalat, Eis- sowie Feldsalat einen dunkleren Standort. Des Weiteren benötigen verschiedene Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Weiß- und Rotkohl sowie Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen) und Wurzelgemüse (Radieschen, Möhren, Pastinaken, Rote Beete) eher wenig Licht.

Die richtige Pflege für den schattigen Gemüsegarten

Dennoch kommen auch die genannten Pflanzen nicht ganz ohne Sonne aus, weshalb Sie beim Pflanzen sowie bei der Pflege Ihres Schattengartens unbedingt die folgenden Hinweise beachten sollten:

  • Unter ausladenden (Obst-)Bäumen und anderen Gehölzen sollte kein Gemüse gepflanzt werden.
  • Hier treten die Pflanzen in direkte Konkurrenz zueinander, so dass nichts davon mehr so richtig gedeihen will.
  • Außerdem ziehen gerade (Obst-)Bäume sehr viel Wasser sowie Nährstoffe – auf beides sind auch Gemüsepflanzen angewiesen.
  • Sorgen Sie im Schattengarten für die optimale Ausnutzung des vorhandenen Lichts,
  • indem Sie beispielsweise hinter die Pflanzen Reflektoren setzen, die noch den letzten Sonnenstrahl einfangen.
  • Befinden sich das Beet vor einer Mauer, so streichen Sie diese weiß – auch das reflektiert.
  • Wärme hilft den Pflanzen beim Wachsen, deshalb sorgen Sie mit Folientunneln, Glaskästen etc. für beste Bedingungen.
  • Schattige Standorte sind außerdem häufig eher feucht, was zu Staunässe führen kann.
  • Sorgen Sie vor dem Pflanzen für eine optimale Drainage und führen Sie gegebenenfalls eine Bodenverbesserung durch.
  • Guter Gartenboden ist locker, durchlässig und humusreich.
  • Arbeiten Sie vor dem Pflanzen reichlich Kompost unter und überprüfen Sie den pH-Wert des Bodens.

Tipps

Lassen Sie vor dem Pflanzen zunächst eine Bodenanalyse durchführen, die alle vier Jahre wiederholt werden sollte. Dann erfahren Sie, wie Ihr Gartenboden tatsächlich zusammengesetzt ist – und wie Sie im Garten optimal düngen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Olha Sem/Shutterstock

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