Säulenobst im Schatten anbauen

Da viele Hobbygärtner heutzutage nur relativ kleine Gartenflächen oder überhaupt nur einen Balkon zur Verfügung haben, steht das sogenannte Säulenobst hoch im Kurs. Mittlerweile sind zwar immer mehr säulenartig wachsende Obstsorten im Fachhandel erhältlich, davon eignen sich aber nur wenige wirklich gut für einen Anbau im Halbschatten oder Schatten.

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Blaubeeren wachsen am liebsten im Schatten

Geeignete Säulenobstsorten für eher schattige Gartenbereiche

Während Obstsorten wie Süßkirschen, Äpfel und Birnen eher warme und ziemlich sonnige Standorte für ein gesundes Wachstum benötigen, kommen die folgenden Obstsorten unter geeigneten Bedingungen auch mit einem weniger sonnigen Standort zurecht:

  • Sauerkirschen
  • Stachelbeeren
  • Heidelbeeren
  • Brombeeren
  • Quitten
  • Mispeln

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Während Sauerkirschen auch als Zuchtsorten mit säulenartigem Wuchs erhältlich sind, müssen Brombeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren im Rahmen der Pflege regelmäßig neu in Form gebracht werden.

Das Beste aus einem Standort herausholen

Auch wenn in einem Garten nur Bereiche mit wenigen Sonnenstunden pro Tag zur Verfügung stehen, so brauchen Sie unter Umständen trotzdem nicht auf Ihren Traum vom Säulenobst aus eigenem Anbau verzichten. Im Gegensatz zu großen Obstbäumen können Säulenobstbäume in Kübelkultur mit ihrer begrenzten Höhe mitunter auch als Sichtschutz nahe an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn aufgestellt werden. Dadurch können vielleicht sonnige Standorte erschlossen werden, die für normal wachsende Obstsorten gar nicht erst in Betracht gekommen wären. Sie sollten aber auch nicht die Wärme- und Lichtmenge unterschätzen, die von einer weiß gestrichenen Hauswand reflektiert wird. Diese kann ausreichend sein, um in der Nähe angepflanztes und eigentlich größtenteils im Schatten stehendes Säulenobst mit ausreichend Licht und Wärme zu versorgen.

Tipps

Beim Säulenobst kann es mehr als bei anderen Obstbäumen zur sogenannten Alternanz kommen, bei der nach starken Ertragsjahren oft Jahre mit totaler Fruchtflaute folgen. An einem eher schattigen Standort gilt umso mehr die Devise, dass der Fruchtansatz rechtzeitig ausgedünnt werden sollte, um so das vollständige Ausreifen einer geringeren Fruchtmenge unter den suboptimalen Standortbedingungen zu ermöglichen.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Likee68/Shutterstock

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