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Säulenobst gedeiht auch im Topf, sofern dieser ausreichend groß ist

Säulenobst im Topf anbauen

Viele Menschen würden nur zu gerne eigenes Obst anbauen und frisch vom Baum ernten, haben aber nicht die dazu erforderliche Gartenfläche zur Verfügung. Mit speziell gezüchtetem Säulenobst kann der Traum vom eigenen Obstgarten heutzutage auch als Topfkultur auf dem Balkon oder der Terrasse verwirklicht werden.

Auf die Bedürfnisse der Obstbäume Rücksicht nehmen

Sollen Säulenobstbäume im Kübel gezogen werden, dann sollten schon vor der Pflanzung die wichtigsten Fragen zu den folgenden Faktoren geklärt werden:

  • Standort
  • Topfgröße
  • geeignete Sorten
  • Maßnahmen gegen Staunässe

Während sich alle Säulenobstsorten durch ein grundsätzlich schmales und aufrechtes Wachstum auszeichnen, lassen sich längst nicht alle als „Obst-Bonsai“ für den Balkon entsprechend klein halten. Informieren Sie sich daher beim Kauf sehr genau über die jeweilige Wuchs- und Veredlungsform. Wählen Sie für den Obstanbau im Kübel möglichst keine Pflanzgröße unter 30 oder 40 Liter Volumen aus, sonst müssen Sie die Bäumchen mitunter öfter als nur alle fünf Jahre umpflanzen. Wirklich gut ausgereiftes Obst werden Sie außerdem nur an ausreichend sonnigen Standorten ernten können.

Ohne Düngung gibt es langfristig keinen Ertrag

Beim Einpflanzen von Säulenobst in einen Topf sollte zunächst im unteren Bereich für ausreichend große Abzugslöcher gesorgt werden. Diese werden mit Tonscherben oder Steinen vor dem Verstopfen mit Erde geschützt. Gleichzeitig wird so der Obstbaum im Kübel an der Basis beschwert, was ihn kippsicherer macht. Verwenden Sie beim Einpflanzen bereits eine Mischung aus Gartenerde, Sand und reifem Kompost. So stellen Sie die Langzeitversorgung mit wichtigen Nährstoffen sicher. Darüber hinaus ist aber auch weiterhin eine konsequente Düngung erforderlich, damit der jeweilige Obstbaum die gewünschten Ertragsmengen liefern kann. Immerhin werden in der Regel auch jährlich gewisse Mengen an Schnittmaterial entsorgt, für die der Baum über die Wurzeln entsprechende Nährstoffmengen aufnehmen muss.

Tipps

Säulenobst ist im Allgemeinen winterhart und sollte nicht im Haus überwintert werden. Vermeiden Sie aber in der Wintersaison Standorte mit viel Sonneneinstrahlung und damit einhergehenden Temperaturunterschieden. Diese können den Pflanzen zu schaffen machen und die Rinde aufplatzen lassen. Werden Stroh oder Laub als winterliche Schutzschicht für das Säulenobst im Kübel verwendet, dann muss im Frühjahr stets auf eine wieder frei an der Luft liegende Veredlungsstelle geachtet werden. Wird diese dauerhaft mit Substrat bedeckt, kann es zu Fäulnis an dieser Stelle kommen.

Artikelbild: thekovtun/Shutterstock

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