Ideal für kleine Gärten und als Kübelgehölz: Säulen-Obstbaum

Wer nur einen kleinen Garten oder gar nur einen Balkon hat, kann trotzdem gesundes Obst ziehen: Ein schmaler, zur Säule gezogener Obstbaum macht es möglich.

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Säulenäpfel sind platzsparend

Was ist ein Säulenobstbaum?

Bei einem Säulenobstbaum handelt es sich um eine bestimmte Wuchsform, bei der der Baum säulenförmig in die Höhe wächst und keine bzw. nur wenige Seitentriebe ausbildet. Dabei ist oft ein starkes Dickenwachstum zu beobachten, wobei das Holz sehr fest wird und später nicht biegsam wird. Außerdem sitzen die Knospen oft sehr dicht beieinander. Diese Wuchsform ist mehr oder weniger genetisch geprägt und kann nicht durch eine Schnitterziehung erreicht werden.

Die besten Säulenobstsorten

Empfehlenswert sind vor allem diese Säulenobstsorten.

Apfel

  • ‚Flamenco‘: Fruchtreife September bis Oktober, rot, säuerlich
  • ‚Golden Gate‘: September bis Oktober, rötlich, süß
  • ‚Polka‘: September bis Oktober, säuerlich
  • ‚Rondo‘: September, oft gestreift, süßsäuerlich
  • ‚Schwarzer Edelapfel‘: September bis Oktober, tief schwarzrot, süß

Birne

  • ‚Concorde‘: September bis Oktober, grünlich-gelb, süßsäuerlich
  • ‚Saphira‘: September, grünlich, süß
  • ‚Decora‘: September bis Oktober, grün-rot, süß

Kirsche

  • ‚Sylvia‘: Juni bis Juli, rot
  • ‚Victoria‘: Juli, tiefrot, süß

Pflaume

  • ‚Top‘: August bis September, blau, süß
  • ‚Imperial‘: September, blauviolett, saftig

Säulenobstbäume richtig schneiden

Einige Säulenobstbäume benötigen so gut wie keinen Rückschnitt, da sie eben nur in die Höhe wachsen und nur wenig Seitenholz ausbilden. Bilden sich jedoch längere seitliche Austriebe, schneiden Sie sie einfach auf drei bis vier Zentimeter zurück. So können sich hieraus Blütenanlagen entwickeln. Hat der Säulenobstbaum übrigens die gewünschte Höhe erreicht, schneiden Sie ihn schräg über einer Knospe ab. Sich dort möglicherweise bildende neue Austriebe werden ebenso behandelt wie seitliche Austriebe.

Säulenobst im Kübel

Säulenobst lässt sich hervorragend im Kübel kultivieren. So können Sie es immer dort platzieren, wo Sie es gerade hin haben wollen. Wählen Sie zu Beginn ein Pflanzgefäß mit 10 Liter Volumen, das im Laufe der Zeit immer wieder beim Umtopfen ausgetauscht und auf 25 bis 30 Liter vergrößert wird. Im Winter sollte der Kübel gegen starke Kälte geschützt werden, was beispielsweise durch ein Abdecken mit Reisig, Stroh oder Noppenfolie geschehen kann. Wo es möglich ist, kann der Kübel über die Wintermonate auch in der Erde versenkt werden.

Tipps

Auch niedrig bleibende Buschbäume sowie Spindelbäume eignen sich, sofern auf einer schwachwüchsigen Unterlage veredelt, sehr gut für kleine Gärten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Luca Pape/Shutterstock
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