Einen Permakultur-Garten planen

Personen, die bisher wenig mit Permakultur in Berührung gekommen sind, sind oft der Auffassung, man ließe einfach alles wachsen, wie es will und kümmere sich kaum um den Garten. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Bei der Permakultur wird alles bis ins kleinste Detail geplant – und zwar nachhaltig – und funktioniert alles nach Plan, entsteht mit der Zeit ein funktionaler, ertragreicher, vielfältiger und möglicherweise etwas wild erscheinender Garten mit eigenen, natürlichen Kreisläufen.

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Hinter dem scheinbaren Wirrwarr im Permakultur-Garten steckt ein ausgeklügeltes System

Den Garten unter die Lupe nehmen

In der Permakultur werden alle vorhandenen Ressourcen genutzt und sogar neue geschaffen. Dazu muss zunächst beobachtet und der Garten genau erkundet werden. Unter anderem sollten Sie herausfinden:

  • Schauen Sie, welche Stellen Schatten haben, wo Halbschatten herrscht und wo viel Sonne hinkommt.
  • Überprüfen Sie, ob Ihr Garten Neigungen hat, um diese für Wasserverlauf und Bewässerung nutzen zu können.
  • Welche Pflanzen kommen natürlich in Ihrem Garten vor? (inklusive Wildkräuter und „Unkraut“)
  • Überprüfen Sie, ob es Bereich mit viel Wind gibt.
  • Machen Sie u.U. eine Bodenprobe, um zu wissen, wie nahrhaft Ihre Erde ist und wie stark Sie nachhelfen sollten.

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Wenn Sie meinen, Ihren Garten und die Gegebenheiten gut zu kennen, geht’s an die Planung

Den Aufbau des Permakulturgartens planen

Auch ein Permakulturgarten wird in verschiedene Beete unterteilt. Hinzu kommen typische Permakulturelemente wie Naturteich, Kräuterspirale, Hügelbeete, Hochbeete, Insektenhotel,(9,76€ bei Amazon*) Komposthaufen, Kartoffelturm, Stallungen für Kaninchen und Hühner etc.
Am besten planen Sie zunächst auf dem Papier in zwei Schritten:

1. Artenvielfalt planen

Überlegen Sie, welches Obst und Gemüse Sie anbauen wollen und wie viel Sie davon brauchen. Wenn Sie sich komplett aus dem eigenen Garten ernähren wollen, sollten Sie zunächst eine Analyse machen, wie viel Sie essen. Wichtig ist auch zu bedenken, dass die Ernte –und somit die Aussaat – versetzt erfolgt, damit Sie rund ums Jahr ernten können. Wenn Sie Hühner und/ oder Kaninchen haben, planen Sie auch deren Futter mit ein.

2. Struktur planen

Skizzieren Sie – unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten – wo was hinsoll, wie breit die Beete sein sollen, wo Wasserläufe langgehen sollen etc.

Tipps

Ein Permakultur-Garten soll über Jahre hinweg funktionieren und muss somit langfristig geplant werden. Planen Sie also nicht nur für ein Jahr sondern für mehrere: Setzen Sie auf mehrere Pflanzen und beachten Sie die Fruchtfolge, indem Sie gleich für mehrere Jahre den Anbau auf den verschiedenen Beeten planen.

Text: Sara Müller
Artikelbild: sonja toben/Shutterstock

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