Das Hochbeet in der Permakultur

Das Hochbeet ist ein zentrales Element im Permakultur-Garten, denn es ermöglicht ertragreichen Anbau verschiedener Pflanzen auf kleinem Raum ohne die Nutzung von externem Dünger oder Chemikalien. Warum das Hochbeet im Permakultur-Garten nicht fehlen darf, erfahren Sie im Folgenden.

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Der Rahmen für das Hochbeet kann z.B. aus geflochtenen Ästen erstellt werden

Warum darf das Hochbeet im Permakulturgarten nicht fehlen?

Ein Hochbeet ermöglicht den einfachen, ertragreichen Anbau von Obst und Gemüse. Verschiedene Charakteristika machen es zu einem essentiellen Element im Permakulturgarten. Diese Permakultur-Prinzipien erfüllt das Hochbeet:

  • Maximaler Ertrag auf kleinem Raum: Das Hochbeet ermöglicht den Anbau von sehr ertragreichem Obst und Gemüse auf einer kleinen Fläche. Ein Hochbeet kann sogar auf dem Balkon oder der Terrasse angelegt werden.
  • Nutzen und Verarbeiten von vorhandenem Material: Im Hochbeet werden Grasschnitt, Baumschnitt und Gartenabfälle verarbeitet. Mehr zum Aufbau erfahren Sie hier.
  • Fruchtbarkeit des Bodens erhalten oder erhöhen: Durch die Verwendung von verschiedenem organischen Material und dessen Verrottung ist das Hochbeet extrem nährstoffreich, was eine Düngergabe überflüssig macht.
  • Ertrag maximieren durch natürliche Prozesse: Durch den Verrottungsprozess wird Wärme freigesetzt, die das Wachstum der Pflanzen begünstigt und somit eine frühzeitige Ernte ermöglicht.
  • Schädlinge natürlich fernhalten: Aufgrund der Höhe ist das Hochbeet weniger anfällig für Schädlinge. Außerdem ist der Schaden im Falle eines Schädlingsbefalls aufgrund der Artenvielfalt minimal.
  • Langfristig anbauen: Ein Hochbeet kann über mehrere Jahre hinweg genutzt werden, wenn die Fruchtfolge beachtet wird. Mehr Informationen zu den Prinzipien der Permakultur finden Sie in diesem Beitrag.
  • Einfach gärtnern und soziale Integration: Aufgrund der Höhe ermöglicht das Hochbeet bequemes Gärtner auch für ältere Personen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen.

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Das Hochbeet einrahmen – natürliche Ideen, die nichts kosten

Für das Eingrenzen Ihres Hochbeets finden Sie im Baumarkt nicht ganz billige Holzkästen sowie Folie, mit der das Hochbeet ausgelegt werden soll, damit das Holz nicht leidet. Aber das geht auch anders. Eines der Prinzipien von Permakultur ist, das vorhandene zu nutzen. Sehen Sie sich daher in Ihrem Garten um und werden Sie kreativ. Sie können Ihren Hochbeetrahmen z.B. aus großen Steinen anlegen, Baumschnitt verwenden oder auch aus alten Blumentöpfen, Ziegelsteinen, Baumwurzeln oder Grasnarben die Begrenzung bauen. Auch ein Mix aus verschiedenen Materialien ist denkbar. Wer lehmhaltigen Boden hat, kann die Wände des Hochbeets mit Lehm abdichten und stabilisieren oder aber Sie verwenden Gehäckseltes oder kleine Steine, um Zwischenräume im Rahmen zu schließen.
Wenn Sie keine Idee haben, womit Sie Ihr Hochbeet einrahmen können, legen Sie sich doch einfach ein Hügelbeet an – das braucht keinen Rahmen. Wissenswertes zum Hügelbeet erfahren Sie hier.

Text: Sara Müller
Artikelbild: terra incognita/Shutterstock

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