Permakultur

Permakultur: Wie lege ich ein Hügelbeet richtig an?

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Hügelbeete bereichern jeden Garten durch ihre nachhaltige und effiziente Anbauweise. Sie verbessern die Bodenqualität, sparen Wasser und bieten einen idealen Lebensraum für Nützlinge. Lernen Sie in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Hügelbeet anlegen und erfolgreich bepflanzen.

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Ein Hügelbeet kann bis zu fünf Jahre bewirtschaftet werden

Planung und Standortwahl

Bevor Sie mit dem Bau des Hügelbeets beginnen, sind einige Planungsschritte erforderlich. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt, vorzugsweise nach Norden und Westen, sein. Die Ausrichtung des Beets in Nord-Süd-Richtung optimiert die Lichtnutzung.

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Überlegen Sie sich die Größe und Form des Hügelbeets. Typischerweise ist ein Hügelbeet etwa 1,5 Meter breit und zwischen 0,5 und 1,5 Meter hoch. Die Länge kann je nach Platzangebot variieren.

Materialien sammeln

Für den Bau eines Hügelbeets werden verschiedene organische Materialien benötigt. Nutzen Sie Gartenabfälle und Reststoffe effizient:

  • Holz: Äste, Zweige, und Baumstämme. Verwenden Sie nur Altholz ohne Knospen, um unerwünschtes Austreiben zu vermeiden.
  • Grasnarbe: Die beim Ausheben des Beets entfernte Grasnarbe wird mit dem Grün nach unten verwendet.
  • Laub: Altes Laub liefert wertvolle Nährstoffe und verbessert die Bodenstruktur.
  • Mist oder Kompost: Gut abgelagerter Mist oder grobe[r link u=hochbeet-permakultur]r Kompost[/link] sorgt für eine hohe Nährstoffdichte.
  • Gartenerde: Vermischen Sie die beim Ausheben des Beets gewonnene Gartenerde mit Komposterde für die obere Pflanzschicht.
  • Mulchmaterial: Heu, Stroh oder Grasschnitt dienen als schützende Mulchschicht, die Feuchtigkeit hält und Erosion verhindert.

Hügelbeet schichten

Starten Sie mit dem Schichten des Hügelbeets, sobald alle Materialien gesammelt sind:

  1. Holz: Grobe Holzstücke wie Äste und Baumstämme bilden die Basis und sorgen für Belüftung und Drainage.
  2. Grasnarbe: Legen Sie die entfernte Grasnarbe mit dem Grün nach unten auf die Holzschicht.
  3. Laub und Kompost: Eine Schicht aus feuchtem Laub oder Stroh sorgt für Wärme und Nährstoffe.
  4. Gartenerde: Ein Gemisch aus Gartenerde und Komposterde bildet die Pflanzschicht.
  5. Mulch: Abschließend schützt eine Mulchschicht aus Heu oder Grasschnitt das Beet vor Austrocknung und Unkraut.

Bepflanzung

Im ersten Jahr liefert das Hügelbeet besonders viele Nährstoffe für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Kohl. Ab dem zweiten Jahr sind Mittelzehrer wie Zwiebeln und Karotten ideal. Schwachzehrer wie Bohnen und Erbsen folgen im dritten Jahr. Diese Abfolge nutzt die Nährstoffe optimal und unterstützt eine reiche Ernte über mehrere Jahre hinweg.

Vorteile von Hügelbeeten

  • Verbesserte Bodenqualität: Die kontinuierliche Verrottung organischer Materialien setzt Nährstoffe frei und verbessert die Bodenstruktur.
  • Effiziente Wassernutzung: Das Hügelbeet speichert Wasser, welches in Trockenperioden langsam an die Pflanzen abgegeben wird, wodurch der Gießbedarf reduziert wird.
  • Erhöhte Anbaufläche: Durch die dreidimensionale Struktur des Beets vergrößert sich die Anbaufläche, ohne zusätzlichen Platz zu beanspruchen.
  • Wärmespeicher: Die Verrottungsprozesse im Inneren erzeugen Wärme, was eine frühere Aussaat im Frühjahr ermöglicht.
  • Natürlicher Lebensraum: Hügelbeete bieten Nützlingen wie Regenwürmern und Käfern einen idealen Lebensraum.

Durch die sorgfältige Planung, Sammlung geeigneter Materialien und das richtige Schichten wird Ihr Hügelbeet zu einer üppigen und nachhaltigen Anbaufläche, die Ihnen über viele Jahre hinweg reiche Ernten beschert.

Bilder: andy0man / Shutterstock