Schwarzwurzeln kultivieren: So gelingt der Anbau des Trendgemüses

Mit ihrem intensiven, leicht nussartigen Aroma gewinnen Schwarzwurzeln immer mehr Fans. Trotz seiner langen Kulturdauer ist das Gemüse pflegeleicht und unkompliziert anzubauen.

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Die Kultur von Schwarzwurzeln gelingt auch im Hochbeet

Bodenansprüche

Schwarzwurzeln lassen sich in nahezu jedem Garten anbauen. Damit die Wurzeln schön gerade wachsen, sollte der Boden in Ihrem Gemüsegarten tiefgründig und gut gelockert sein. In sandig-humoser Erde gedeiht das Gemüse besonders gut. Alternativ können Sie Schwarzwurzeln, ähnlich wie Spargel, auf Dämmen kultivieren.

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Gute und schlechte Nachbarn für Schwarzwurzeln

Gute Nachbarn Neutrale Nachbarn Schlechte Nachbarn
Kohlrabi, Lauch, Salate, Porree, Zwiebeln Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Fenchel, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Kohl, Mais, Mangold, Meerrettich, Möhren, Petersilie, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Rü-ben, Sellerie, Spinat, Tomaten, Zucchini Keine.

Schwarzwurzeln sollten nicht in einem Beet kultiviert werden, in dem im Vorjahr Kohl oder Zuckermais stand. Das Gemüse bildet hier sehr viele feine Seitenwurzeln und lässt sich dadurch nach der Ernte schlecht putzen.

Aussaat

Wegen der langen Kulturzeit sollten Schwarzwurzeln sehr früh ausgesät werden.[/link] Je nach Lage können Sie die Samen bereits Anfang März in den Boden bringen. In kalten Regionen sollte dies bis spätestens Ende April geschehen sein.

  • Stets frisches Saatgut verwenden, da das Wurzelgemüse die Keimkraft rasch verliert.
  • Saatrillen mit 30 Zentimeter Abstand anlegen.
  • Diese sollten circa 2 Zentimeter tief sein.
  • Aussäen, mit einer feinen Schicht Erde bedecken und angießen.
  • Bis zur Keimung können bei Schwarzwurzeln drei bis vier Wochen vergehen.
  • Sobald die Herzblätter zu sehen sind, auf 10 Zentimeter vereinzeln.

Pflege

  • Damit die Wurzeln lang und gerade wachsen, müssen Sie den Boden gut feucht halten.
  • Während der Kulturzeit sollten Sie die Pflanzen zweimal mit organischem Dünger versorgen.
  • Reihen regelmäßig hacken und dabei das Unkraut entfernen.
  • Da sich die Blüte nicht negativ auf das Aroma des Gemüses auswirkt, können Sie Schwarzwurzeln, die Knospen ansetzen, einfach stehen lassen.

Ernte

Geerntet wird, sobald das Laub im Oktober zu welken beginnt:

  1. Heben Sie entlang der Schwarzwurzel-Reihe einen kleinen Graben aus.
  2. Drücken Sie die Wurzeln dann mithilfe einer Grabgabel vorsichtig von der anderen Seite aus der Erde.

So zerbricht das empfindliche Wurzelgemüse nicht und kann, in Sand eingeschlagen, mehrere Wochen gelagert werden.

Tipps

In milden Lagen können Sie Schwarzwurzeln bereits im Dezember aussäen. Die Keimung erfolgt, sobald der Boden auftaut. Drohen Spätfröste, sollten Sie die Pflänzchen jedoch unbedingt mit einem Vlies vor dem Erfrieren schützen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Svetlana Monyakova/Shutterstock
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