Wie wachsen Palmen – gibt es Besonderheiten?

Durch die Vielfalt der Palmenarten unterscheiden sich die mediterranen Pflanzen auch sehr in ihrem Wachstum und der Wuchsform. Viele haben, denken sie an Palmen, Gewächse mit hohem Stamm und schopfartig wachsenden Blättern vor Augen. Dabei wird häufig übersehen, dass es auch kleinwüchsige Sorten gibt, die in Höhenlagen bis zu 2.000 Metern gedeihen und solche, welche im lichten Unterholz ausgedehnter Wälder sprießen.

Palmen Größe
Palmen wachsen recht langsam

Palmen wachsen eher langsam

Viele Palmen benötigen Jahre, bis sie eine ansehnliche Größe erreicht haben. Vor der Stammbildung wachsen Palmen zunächst in die Breite. Der Grund hierfür ist, dass diese Gewächse im Gegensatz zu Bäumen kein sekundäres Dickenwachstum aufweisen. Sie haben nur einen einzigen Wachstumspunkt, das Palmenherz, aus dem die Blätter gebildet werden. Daraus resultiert:

  • Es vergehen bei fast allen Palmenarten einige Jahre, bis das primäre Dickenwachstum abgeschlossen ist.
  • Ist die endgültige Stärke erreicht wächst die Palme nur noch in die Höhe.
  • Der Stamm bildet sich durch die abgestorbenen Blätter, die abgestoßen werden.
  • Palmenstämme können je nach Art völlig unterschiedlich aussehen: Es gibt glatte, raue, vernarbte und mit Dornen versehene Stämme.
  • Das Palmenherz schiebt sich mit in die Höhe, dadurch entsteht der typische Schopf.

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Blätter und Früchte

Alle Palmen bilden Blätter, die aus dem Blattgrund, dem Blattstiel und der Blattspreite bestehen. Es gibt einfach oder doppelt gefiedertes Laub aber auch Palmenblätter, die einem flächigen Fächer ähneln. So unterschiedlich Stamm und Blatt der einzelnen Arten aussehen, so verschieden sind auch die Früchte und Blüten.

Tipps

Das Wachstum der Palme lässt sich durch gute Pflege positiv beeinflussen. Wird im Frühjahr, wenn die Wachstumsperiode beginnt, ausreichend aber auch nicht zu viel gegossen und gedüngt, bildet die Palme zahlreiche neue Wedel. Auch die Lichtbedürfnisse zu erfüllen, abhängig von der gepflegten Art, ist in diesem Zusammenhang wichtig.

Text: Michaela Kaiser

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