Meine Palme geht ein – was kann ich tun?

Unter Palmen träumen, dazu muss man nicht in ferne Länder reisen. Beim Blumenhändler um die Ecke gibt es die wunderschönen mediterranen Botschafter für kleines Geld zu kaufen. Leider sind Palmen nicht ganz unkompliziert und manchmal kümmern die attraktiven Pflanzen schon nach wenigen Wochen. Mit etwas Fingerspitzengefühl und guter Pflege lassen sie sich aber häufig noch retten.

Palme retten
Die meisten Palmen bevorzugen ein warmes, feuchtes Ambiente

Palmen mögen es warm

Für ein kühles Schlafzimmer sind Palmen eher nichts, dann sie benötigen eine gleichbleibende Temperatur von 15 Grad und mehr. Sinkt diese in den Nachtstunden unter diesen Wert, wachsen die Pflanzen schlecht. Stellen Sie eine Palme, die nicht recht gedeihen will, besser in das warme Wohnzimmer.

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Palmengewächse sind sonnenhungrig

Palmen lieben es, wenn das Sonnenlicht ihre Wedel umspielt. Einige Stunden direkte Sonne jeden Tag sollten es mindestens sein. Ideal ist ein Standort vor einem West-, Ost oder Südfenster. Können Sie diese Ansprüche der Pflanze nicht erfüllen, schafft eine Pflanzenlampe (33,97€ bei Amazon*) Ausgleich.

Trockene Luft

Palmen benötigen relativ viel Luftfeuchtigkeit. In beheizten Räumen sinkt diese aber häufig unter 40 Prozent, ein Wert den auch Palmen aus Trockengebieten nicht mehr tolerieren. Die Spitzen der Wedel verfärben sich braun und die Pflanze kümmert. Sprühen Sie die Blätter deshalb mindestens einmal täglich ein. Ein Zimmerbrunnen oder spezielle Luftbefeuchter können die Raumwerte zusätzlich verbessern.

Eine Fußbodenheizung bedeutet Stress für Pflanzen

Diese Heizung erfreut sich zunehmender Beliebtheit, denn der warme Boden schafft für uns Menschen ein äußerst wohliges Raumklima. Für die Palme hingegen ist der warme Untergrund weniger angenehm. Damit sie nicht verkümmert, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Einen sehr großen Übertopf verwenden.
  • Einen oder mehrere Ziegelsteine hineinlegen.
  • Darauf den Blumentopf mit der Palme stellen.
  • So viel Wasser einfüllen, dass der Stein in der Flüssigkeit liegt, diese jedoch nicht bis zum Pflanzgefäß reicht.

Durch die Fußbodenheizung verdunstet die Feuchtigkeit und zirkuliert um das Blattwerk.

Staunässe

Feuchtigkeit, die sich im Wurzelballen staut, ist der größte Feind der Palme. Ihre Wurzeln beginnen zu faulen, es kann kein Wasser mehr transportiert werden und die Pflanze vertrocknet. Abhilfe schafft eine einige Zentimeter dicke Dränageschicht aus Blähton (18,90€ bei Amazon*) sowie ein ausreichend großer, mit einer Tonscherbe abgedeckter Wasserabzug.

Schädlinge

Stimmen alle Rahmenbedingungen und die Palme kümmert dennoch, so sind meist saugende Insekten oder Pilzbefall schuld an der Misere. Untersuchen Sie die Palme gründlich und behandeln Sie das Gewächs mit einem geeigneten chemischen Mittel.

Tipps

Einzelne Wedel, die zunächst verbraunen und dann vertrocknen, sind normal. Bitte schneiden Sie diese erst dann ab, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. Sie dienen der Pflanze als Nährstoffspeicher.

Text: Michaela Kaiser

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