Braune Spitzen an den Palmblättern – was ist die Ursache?

Die Pflege von Palmen erfordert Fingerspitzengefühl, denn die prächtigen Pflanzen reagieren auf Pflegefehler sehr empfindlich. Nicht nur im Winter muss mit viel Gefühl gegossen und für ein ausreichendes Maß an Luftigkeit gesorgt werden. Zeigen sich braune Blattspitzen, so ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass es mit der Gesundheit der attraktiven Pflanzen nicht mehr zum besten steht. Nun ist Ursachenforschung gefragt.

Palme braune Blätter
Braune Spitzen können darauf hinweisen, dass die Palme mit ihrem Standort unzufrieden ist

Passt der Standort?

Häufig genügt es bereits, der Palme einen anderen Platz zu geben. Die Gewächse benötigen viel Licht, um gut zu gedeihen. Selbst an einem halbschattigen Standort ist es der Pflanze meist zu dunkel, die Blattspitzen verfärben sich braun und in der Folge stirbt das Blatt ab.

Ob in der Wohnung oder im Freiland, stellen Sie die Palme an einen Ort:

  • der mindestens fünf, besser noch mehr Stunden von der Sonne beschienen wird.
  • Ideal ist ein Südfenster oder eine nach Süden ausgerichtete Terrasse.
  • Achten Sie darauf, dass der Freisitz nicht ganztägig von einer Markise beschattet wird.
  • Im Winter wird es Zimmerpalmen häufig zu dunkel. Hier schafft eine Pflanzenlampe Ausgleich.

Sonnenbrand nach Standortwechsel

Trotzdem sich Sonnenbrand meist durch Flecken auf den Blättern zeigt, können auch braune Spitzen auftreten. Während des Sommers im Freiland kultivierte Pflanzen sollten deshalb behutsam an die veränderten Bedingungen gewöhnt werden. Stellen Sie die Palme in den ersten ein bis zwei Wochen an einen geschützten, halbschattigen Platz.

Lufttrockenheit

Insbesondere die in Wüstenregionen gedeihenden Palmenarten kommen gut mit trockener Luft zurecht. Die Bedingungen in unseren im Winter beheizten Räumen tolerieren jedoch auch diese Gewächse häufig nicht und es kommt zu braunen Blattspitzen.

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich mit einfachen Maßnahmen erhöhen:

  • Die Wedel täglich mit einem Sprühgerät befeuchten.
  • Um unschöne Kalkflecken zu vermeiden, hierzu ausschließlich destilliertes oder abgekochtes Wasser verwenden.
  • Neben die Palme einen mit Blähton gefüllten Blumentopf stellen. Füllen Sie diesen mit Wasser, verdunstet es langsam und erhöht so die Luftfeuchte in der direkten Umgebung.

Vom häufig gehörten Ratschlag, den Übertopf oder Untersetzer der Palme mit den kleinen Tonkügelchen zu füllen, bitten wir Abstand zu nehmen. Diese Pflanzen reagieren extrem empfindlich auf Staunässe und schon der nasse Blähton kann zu viel für sie sein.

Wassermangel oder Wasserüberschuss

Gerät der Wasserhaushalt der Palme aus dem Gleichgewicht, so zeigt sich dies, egal ob Sie zu viel oder zu wenig gewässert haben, durch braune Blattspitzen. Halten Sie sich beim Gießen an folgende Regeln:

  • Gegossen wird immer dann, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen (Daumenprobe).
  • Durchdringend gießen, bis Wasser aus dem Abzugsloch austritt.
  • Überschüssige Flüssigkeit nach einigen Minuten wegkippen.

Zu wenig Substrat

Palmen müssen nicht sehr häufig umgetopft werden. Haben sie jedoch zu wenig Erde zur Verfügung, so kann kein Wasser mehr gespeichert werden und trotz regelmäßigem Gießen vertrocknet die Pflanze.

  • Heben Sie die Palme aus dem Übertopf.
  • Zeigen sich schon Wurzeln, die aus dem Abzugsloch gewachsen sind, ist es höchste Zeit, das Palmengewächs in ein größeres Gefäß zu einzusetzen.

Tipps

Auch unausgewogene Düngung zeigt sich durch braune Blattspitzen. Düngen Sie nur in der Wachstumsphase von März bis Oktober. Halten Sie sich hierbei genau an die Dosierempfehlung des Herstellers.

Text: Michaela Kaiser
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