Welche Palme habe ich?

Sie werden bei guter Pflege relativ groß, sind nicht allzu anspruchsvoll und eignen sich hervorragend zur grünen Raumgestaltung: Die Rede ist von prächtigen Zimmerpalmen. Dabei besiedeln nicht nur „echte“ Palmen unsere Räume. Einige Gewächse wie die Yucca werden in unserem Sprachgebrauch zwar als Palme bezeichnet, zählen aber zu einer anderen Pflanzenfamilie. In diesem Artikel möchten wir uns mit den gängigsten Arten ein wenig näher beschäftigen, sodass Sie das bei Ihnen gedeihende Palmengewächs identifizieren können.

Palme erkennen
Dies ist eine Steckenpalme

So erkennen Sie „echte“ Palmen

Durch ihre Wuchsform lassen sich echte Palmen, trotz ihrer immensen Artenvielfalt, zweifelsfrei an folgenden Merkmalen erkennen:

  • Palmen besitzen kein sekundäres Dickenwachstum. Sie wachsen deshalb zunächst ausschließlich in die Breite und legen dann nur noch an Größe zu.
  • Dabei verschiebt sich das Herz, aus welchem die Blätter sprießen, mit in die Höhe. Dadurch bildet sich der charakteristische Schopf, welcher den Reiz der Gewächse ausmacht.
  • Die eingetrockneten Blätter werden abgeworfen und bilden den Stamm.
  • Palmen verzweigen sich im Gegensatz zu Bäumen nicht.

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Ausnahmen bestätigen allerdings auch bei Palmen die Regel. So gibt es beispielsweise Palmenarten, die seitliche Sprosse bilden, aus denen sich sogar Ableger schneiden lassen. Andere Sorten bilden unterirdische Ausläufer und wachsen wie eine kleine Palmengruppe.

Einige häufig in unseren Räumen anzutreffende Palmen:

  • Goldfruchtpalme: Ihr stark gefiedertes, dicht stehendes Laub in einem saftigen Grün wirkt ausgesprochen attraktiv.
  • Bergpalme: Sie hat ebenfalls sehr stark gefiederte Blätter. Diese langsam wachsende Palme bevorzugt helle bis halbschattige, absonnige Standorte.
  • Hanfpalme: Sie benötigt mit ihren ausladenden, stabilen Fächern relativ viel Platz und wirkt durch den stark strukturierten Stamm sehr attraktiv.
  • Kentia-Palme: Sie hat leicht überhängende Fiederblätter, die denen der Bergpalme ähneln.

Die Yucca, ein Spargelgewächs

Die vermutlich bekannteste Zimmerpalme ist die Yucca (Palmlinlie), die allerdings nicht zu den Palmengewächsen zählt. Relativ anspruchslos kann diese Pflanze auch im Zimmer bis zu fünf Meter hoch werden und wirkt mit ihrem attraktiven Laub sehr ansprechend. Anders als viele Palmen blühen Yuccas regelmäßig und tragen dann stark duftende Blütenstände, die wie Maiglöckchen aussehen.

Die Madagaskarpalme

Diese Sukkulente verzeiht sogar gelegentliche Pflegefehler und ist äußerst robust. Sie zählt zu den Hundsgiftgewächsen und sollte deshalb für Tiere unerreichbar aufgestellt werden. Wie eine Palme bildet sie nur im oberen Bereich längliche Einzelblätter, die jedoch im Gegensatz zu Palmblättern weder fächerförmig noch gefiedert sind. Der Stamm ist stark bedornt, was äußerst reizvoll aussieht.

Der Drachenbaum

Auch er zählt zu den Spargelgewächsen und ähnelt bei genauem Hinsehen stark der Yucca. Allerdings weist er feineres Laub auf, das unterschiedlich gefärbt sein kann.

Tipps

Zimmerpalmen wirken besonders attraktiv, wenn Sie diese in kleinen Gruppen aufstellen. Durch die unterschiedlich geformten und gefärbten Blätter entsteht eine sehr reizvolle Optik und ein bezauberndes Lichtspiel.

Text: Michaela Kaiser

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