Palme Merkmale
Palmen sind beliebte Zimmerpflanzen

Die Palme – der mediterrane Botschafter im Steckbrief

Sommer, Sonne und Palmen – dies drei Begriffe sind für viele untrennbar miteinander verbunden. Bereits vor 70 Millionen Jahren, in der Kreidezeit als noch Dinosaurier die Erde besiedelten, gediehen Palmengewächse. Mit über 200 Gattungen und über 2500 Palmenarten gehören diese Pflanzen heute zu den am weitesten verbreiteten Gewächsen. Ihre Vertreter beeindrucken unter anderem mit dem weltweit größten Pflanzenblatt, den größten Samen und dem längsten Blütenstand.

Die wichtigsten Fakten:

  • Pflanzenfamilie: Palmengewächse (Arecaceae)
  • Überabteilung: Samenpflanzen
  • Abteilung: Bedecktsamer
  • Klassen: Einkeimblättrige
  • Unterklasse: Commelinaähnliche (Commelinidae)
  • Ordnung: Palmenartige
  • Herkunft: Tropische und Subtropische Gebiete.
  • Wuchshöhe: Klein, mittelgroß oder groß.
  • Laub: Fiedrig oder gefächert.
  • Blüten: Häufig recht unscheinbar und getrennt geschlechtlich. Es gibt aber auch Arten mit männlichen und weiblichen Palmen.
  • Blütezeit: Palmengewächse können mehrmals oder sogar nur ein einziges Mal im Leben blühen.
  • Früchte: Steinfrüchte oder Beeren, seltener Schließfrüchte.
  • Vermehrung: Durch Samen, Schösslinge oder Seitensprossen.
  • Standort: Sonnig, im lichten Halbschatten oder schattig.
  • Boden: Die meisten Palmen bevorzugen leicht saure, gut durchlässige Substrate.
  • Besonderheiten: Dem Stamm fehlt das Kabium, Palmen haben deshalb kein sekundäres Dickenwachstum. Aus diesem Grund werden sie auch nicht zu den Bäumen gezählt.

Palmen verzweigen sich nicht

Die Überlebenskünstler haben sich durch ihre lange Geschichte in einer faszinierenden Vielfalt entwickelt. Aus diesem Grund ist es recht schwer, Palmen in einem kurzen Steckbrief zu klassifizieren. Typisch für Palmengewächse und allen Palmen gemein ist der schopfartiger Wuchs, da die Blätter aus der Spitze des Stammes (Palmenherz) herauswachsen. Dadurch bildet sich die charakteristische Palmenform, die den besonderen Reiz dieser Pflanzen ausmacht.

Die Palmenblätter

Die Blätter der Fiederpalmen ähneln Federn während Fächerpalmen, weniger tief eingeschnitten, an einen wunderschön geformten Fächer erinnern. Sie bestehen stets aus dem Blattgrund, dem Stiel und der Blattspreite. Im Alter trocknen das Laub ein und fällt meist von selbst ab. Am Stamm entstehen Narben, welche der Palme ihr unverwechselbares Aussehen verleihen.

Blüten und Früchte

Einige Palmen blühen bereits nach wenigen Jahren, andere Sorten benötigen fast einhundert Jahre, bis sie erstmalig zur Blüte kommen. Allen Palmen gemein ist, dass sie Blütenstände aus vielen Einzelblüten bilden. Fast alle Palmengewächse blühen regelmäßig. Arten, die eine endständige Blüte an der Spitze der Pflanze treiben, blühen nur einmalig und sterben danach ab.

Die Früchte können wenige Millimeter groß sein oder wie bei der Corypha umbraculifera eine Länge von einem halben Meter und ein Gewicht von bis zu dreißig Kilogramm erreichen.

Tipps

Im Zimmer blühen Palmen nur selten. Da die unscheinbaren Blüten die Pflanze viel Kraft kosten ist es empfehlenswert, die Blütenstände gegebenenfalls abzuschneiden.

Text: Michaela Kaiser

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