Palmen zaubern mediterranes Flair auf Balkon oder Terrasse

Trotzdem es einige Palmenarten gibt, die sich besonders gut für die Terrasse oder den Balkon eignen, sind nahezu alle Palmengewächse für ein Sommerquartier im Freiland dankbar. Wichtig ist nur, dass auch hier ihre speziellen Bedürfnisse an Licht, Wasser und Nährstoffen berücksichtigt und erfüllt werden.

Palme für Terrasse
Palmen auf dem Balkon schaffen eine mediterrane Atmosphäre

Sehr gut geeignete Arten

Am wohlsten fühlt sich diese attraktive Palme auf einer nach Süden ausgerichteten Terrasse oder einem Südbalkon. Sie verträgt aber sogar lichten Halbschatten.

Diese sehr frostharte Palme kann nicht nur direkt in den Garten gesetzt werden, sie macht sich auch im Kübel ausgesprochen gut. Relativ durstig und gleichzeitig sehr robust ist sie eine ideale “Anfängerpalme”.

  • Washingtonie (Washingtonia filifera)

Auch diese Palme ist einen Sonnenanbeterin, die sich in südlichen Lagen am wohlsten fühlt. Allerdings reagiert sie noch empfindlicher als andere Palmengewächse auf Staunässe und benötigt ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Pflege.

Die Akklimatisierung

Stellen Sie die Palme niemals vom geschützten Innenraum direkt an einen vollsonnigen, heißen Standort im Freiland. Die starke UV-Strahlung könnte ohne entsprechende Eingewöhnungsphase die Pflanze schädigen.

Auch im Herbst sollten Sie das tropische Gewächs behutsam an die Bedingungen im Winterquartier gewöhnen. Senken Sie die Temperatur deshalb langsam ab oder stellen Sie die Palme zunächst ins kühle Treppenhaus und erst dann in den frostfreien Keller.

Palme nicht zu oft umstellen

Palmen mögen es allgemein nicht sehr gerne, wenn sie häufig bewegt und immer wieder an einen anderen Standort gebracht werden. Suchen Sie den Platz auf Balkon oder Terrasse deshalb mit Bedacht aus und belassen Sie das Gewächs dann auch an diesem.

Wasser- und Düngerbedarf

Die Wachstumsphase der Palmen liegt im Sommer, in dieser Zeit müssen die Gewächse regelmäßig mit einem auf Ihre Ansprüche abgestimmten Dünger versorgt werden. Langsam wachsende Arten bekommen die hälftige, schnell wachsende die auf der Verpackung angegebene Dosierung.

Selbst in Wüstenregionen gedeihende Palmen benötigen ausreichende Wassergaben, in den Urwaldgebieten wachsende Sorten sind sogar relativ durstig. Gegossen wird immer dann, wenn die Daumenprobe zeigt, dass sich die oberen Zentimeter des Substrats trocken anfühlen.

  • Durchdringend wässern bis Flüssigkeit aus dem Wasserabzug austritt.
  • Überschüssiges Nass nach einigen Minuten wegkippen.
  • An heißen Tagen morgens und abends kontrollieren und gegebenenfalls ein zweites Mal gießen.

Vorbereitung auf den Winter

Im Gegensatz zu ausgepflanzten Palmen vertragen Kübelpflanzen keinen Frost, sie müssen im Winter in jedem Fall ins Haus geräumt werden. Überwintert wird an einem frostfreien und möglichst hellen Platz. Hierbei gilt als Faustregel: Je dunkler der Raum, in dem die Pflanze in der kalten Jahreszeit steht, desto kühler darf dieser sein.

Tipps

Im Laufe der Jahre können Palmen recht groß werden und nehmen dann viel Platz auf dem Freisitz aber auch im Winterquartier ein. Bedenken Sie dies, bevor Sie mehrere Kübelpalmen anschaffen.

Text: Michaela Kaiser

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