Katzen vertreiben – 15 wirksame Mittel für die sanfte Tour

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland mehr als 10 Millionen Hauskatzen, wilde Streuner nicht mitgezählt. Durch Katzenexkremente verunreinigte Grundstücke sind daher ein weit verbreitetes Problem, mit dem sich Nicht-Katzenhalter und Katzenbesitzer gleichermaßen herumplagen. Täglich steht die Frage im Raum: Wie kann man fremde Katzen erfolgreich vertreiben? Dieser Ratgeber hält 15 effektive Mittel bereit, die ungebetene Katzen verjagen und kein Leid zufügen. So gelingt der Spagat zwischen Katzenabwehr und Tierliebe.

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Fremde Katze macht in den eigenen Garten? - Das muss nicht sein

Das Wichtigste in Kürze

  • Fremde Katzen vom Grundstück zu vertreiben, ist nicht illegal, solange den Tieren kein Leid geschieht.
  • Wirksame Hausmittel zum Verjagen von Katzen sind ätherische Öle, Pfeffer, Kaffeesatz, Orangen-Essig-Spray und Pflanzen mit intensivem Geruch.
  • Katzen wirksam aus dem Garten zu vertreiben, gelingt mit mechanisch/physischen Methoden, wie Ultraschall, Trillerpfeife, Wasserstrahl und Katzenschreck.

Ist Katzen vertreiben illegal?

In Deutschland haben alle Lebewesen ein verbrieftes Recht auf Unversehrtheit. Dieses Grundrecht bedeutet nicht, dass Ihnen fremde Katzen den Garten mit stinkenden Exkrementen verschandeln dürfen, in Beeten die Pflanzen platt liegen und allerorten übelriechende Markierungen setzen. Immerhin ist im Grundgesetz das Recht auf Hausfrieden festgeschrieben, das den gesamten Grund und Boden umfasst. Aus diesem Grunde ist es nicht illegal, wenn Sie die Missetäter vom Grundstück vertreiben. Solange Sie schonende Vergrämungsmittel einsetzen und den Tieren kein Leid zufügen, dürfen Sie fremde Katzen aus dem Garten verjagen.

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Katzen aus dem Garten vertreiben – Wie geht das?

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Den Geruch der Verpiss-dich-Pflanzen können viele ungebetene Gäste im Garten nicht ausstehen

Treiben fremde Katzen im Garten ihr Unwesen, sind betroffene Hobbygärtner von zwiespältigen Gefühlen geplagt. Durchwühlte Beete, stinkender Katzenkot und übelriechender Urin sind nicht zu tolerieren. Andererseits soll den pelzigen Übeltätern kein Leid geschehen, weil sie ihrem natürlichen Instinkt folgen. Tierfreundliche Mittel sind die beste Option, wenn Sie Katzen wirkungsvoll vertreiben wollen. Folgende Tabelle nennt die 15 besten Mittel und Methoden, um fremde Katzen vom Grundstück zu verjagen:

HausmittelPflanzenMechanische/physische Mittel
ätherische ÖleVerpiss-dich-PflanzeWasserstrahl
Pfeffer/ChiliZitronenmelisseUltraschall
KnoblauchWeinrauteKatzengranulat
KaffeesatzBerberitze-BodendeckerTrillerpfeife
Orangen-Essig-SprayStechpalmeKatzenschreck

Hat die eine oder andere Methode Ihr Interesse entfacht? Dann lesen Sie bitte weiter, denn die folgenden Abschnitte erläutern die korrekte Anwendung im Detail.

Tipps

Futterstellen für Igel sind im Garten ein wahrer Katzen-Magnet. Wenn Sie Igel im Winter oder Frühjahr füttern, servieren Sie die Nahrung bitte in einem katzensicheren Futterhaus. Intelligente Katzen finden schnell heraus, dass der gedeckte Tisch in unerreichbarer Ferne liegt und suchen das Weite.

Katzen vertreiben mit Hausmitteln – Tipps & Tricks

Im naturnahen Garten sind Hausmittel als Problemlöser die erste Wahl. Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen sowie die Vergrämung ungebetener Gäste meistern Hobbygärtner vorzugsweise mit natürlichen Mitteln. Wenn Sie fremde Katzen vom Grundstück wirksam vertreiben wollen, haben sich folgende ungiftigen Mittel in der Praxis hervorragend bewährt:

Ätherische Öle

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Den Geruch von ätherischen Ölen wie Teebaum können Katzen gar nicht leiden

Katzen verfügen über einen sensiblen Geruchssinn zur sensorischen Prüfung von möglichen Beutetieren und Artgenossen. Feine Katzennasen sind allerdings auch eine offene Flanke für gezielte Angriffe mit intensiven Gerüchen, um die unerwünschten Leisetreter vom Grundstück zu vertreiben. So verjagen Sie fremde Katzen mit ätherischen Düften als Spray:

  • Teebaumöl, Zitronenöl oder Eukalyptusöl in der Drogerie kaufen
  • Lösung herstellen aus 10-20 Tropfen ätherisches Öl, 100-200 ml Wasser, 1 Schuss Korn als Emulgator
  • Lösung in eine Sprühflasche füllen, kräftig schütteln und an verdächtigen Stellen im Beet und Garten aufsprühen
  • Bitte beachten: Sprays zur Katzenabwehr niemals direkt auf die Tiere sprühen

Wichtig zu beachten ist die Verwendung eines Emulgators, damit sich Öl und Wasser gut vermischen. Statt Korn können Sie anderen hochprozentigen Alkohol ab 40 % Vol verwenden. Fügen Sie noch einen Teelöffel Natron hinzu, um vorhandenen Katzengeruch zu neutralisieren, der weitere Katzen anlocken könnte. Kehrseite der Medaille ist, dass Sie nach jedem Regenschauer den Geruch aus ätherischen Ölen auffrischen müssen, damit der Vertreibungseffekt erhalten bleibt.

Pfeffer und Chili

Als Hausmittel gegen ungebetenen Katzenbesuch schlagen Pfeffer und Chili in die gleiche Kerbe, wie ätherische Öle. Die Gewürzpulver mit extra scharfer Note attackieren empfindliche Katzennasen, ohne bleibenden Schaden anzurichten. Streuen Sie Pfeffer oder Chili überall dort aus, wo markierende Katzen ihren Gestank hinterlassen haben oder wo Sie mit Katzenkot in der Beeterde hadern. Regen und Gießwasser spülen die Körnchen weg. Für eine lückenlose Wirksamkeit ist regelmäßiges Nachstreuen unverzichtbar.

Knoblauch

Mit Knoblauch können Sie Katzen wirksam vertreiben aus allen Beeten. Stecken Sie Knoblauchzehen mit der Spitze nach oben in die Erde. Am sonnigen, warmen Standort gedeihen die Pflanzen prächtig und verströmen den charakteristischen Geruch. Auf einmarschierende Katzen übt der Duft von Knoblauch freilich einen Stinkbomben-Effekt aus, vor dem sie angewidert Reißaus nehmen. Vorteilhafter Nebeneffekt der Knoblauch-Methode ist eine reiche Ernte aromatischer Knollen für urgesunde Speisen.

Kaffeesatz

Naturnahe Hobbygärtner werfen Kaffeesatz nicht in die Mülltonne. Die getrockneten Überreste der letzten Kaffeepause landen als wertvolle Zutat auf dem Kompost oder dienen als natürlicher Stickstoff-Dünger zum Nulltarif. Weniger geläufig ist Gartenbesitzern, dass Katzen den Geruch von Kaffeesatz verabscheuen. Lassen Sie den Inhalt von Filtertüten trocknen, damit sich kein Schimmel bildet. Streuen Sie die Körner aus in Beeten und an verdächtigen Laufwegen. Übrigens vertreibt Kaffeesatz nicht nur missliebige Katzen, sondern hält Ihren Pflanzen auch gefräßige Schnecken vom Hals.

Orangen-Essig-Spray

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Orangen-Essig ist nicht nur ein super Reinigungsmittel – es hält auch Katzen zuverlässig fern

Der Geruch von Orangen und Essig ist Katzen ein Gräuel. Grund genug, aus beiden Zutaten ein Katzenabwehr-Spray herzustellen. Statt teures Orangenöl zu kaufen, können Sie frische Orangen erwerben, das leckere Fruchtfleisch genießen und die Schalen in Wasser einkochen. Folgendes Rezept ergibt ein Repellent-Spray, das Katzen erfolgreich vom Grundstück fernhält:

  • 500 ml Wasser in einen Kochtopf geben
  • 400 g bis 500 g Orangenschalen hinzufügen (alternativ Zitronenschalen)
  • unter ständigem Rühren aufkochen
  • auf kleiner Flamme 20 Minuten köcheln lassen
  • ausgekochte Orangenschalen mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser nehmen

In das konzentrierte, abgekühlte Orangenwasser geben Sie einen guten Schuss Essig oder Apfelessig. Füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche und schütteln kräftig. Geeignet ist das Repellent-Spray für alle unbepflanzten Gartenflächen, von denen Sie Katzen wirksam vertreiben wollen. Die Lösung wirkt zweigleisig. Einerseits werden vorhandene Gerüche durch Katzenkot und Urin überdeckt. Andererseits überzieht ein für Katzennasen übler Duft das behandelte Areal, das sie zukünftig angewidert meiden. Ein Kontakt mit Rasen, Blumen oder Gemüsepflanze ist aufgrund des enthaltenen Essigs zu vermeiden.

Die Schlagkraft dieser Hausmittel wird verstärkt durch eine Kombination mit weiteren natürlichen Abwehrmaßnahmen. Gedeihen die richtigen Pflanzen auf der Grundstücksgrenze, umhüllt von ätherischen Düften und Kaffeesatz auf der Wurzelscheibe, wird Ihr Garten für fremde Katzen zur verbotenen Zone. Werfen Sie bitte einen Blick auf unsere Top 5 der besten Pflanzen, die Katzen erfolgreich vertreiben. Folgender Abschnitt widmet sich den einzelnen Katzenabwehr-Pflanzen mit Tipps zu wichtigen Standortbedingungen.

Exkurs

Hundehaare-Geruch vertreibt Katzen vom Auto

Scharfe Katzenkrallen richten am Autolack verheerende Schäden an. Mit Vorliebe sitzen Katzen auf Motorhaube und Autodach, um hier die Sonne zu genießen. Ungemütlich wird der Sitzplatz für Miezen mit einem unangenehmen Geruch nach Hundehaaren. Mit dem Duft des wichtigsten Gegenspielers in der Nase lässt sich nicht geruhsam chillen. Sammeln Sie daher Hundehaare und füllen die wollige Ausbeute in ausgediente Nylonstrümpfe, die Sie am Auto befestigen. Ergänzend reiben Sie das Auto ein mit Zitronenöl.

Welche Pflanzen verjagen Katzen? – Top 5

Verschiedene Pflanzen haben spezifische Eigenschaften im Gepäck, die Katzen nicht ausstehen können. Die Bandbreite erstreckt sich vom unangenehmen Geruch bis zu nadelspitzen Dornen. Obige Tabelle nennt die Top 5 beim Namen, denen das Prädikat Katzen-Schutzwall gebührt. Was die empfohlenen Pflanzen als florales Bollwerk gegen Katzen auszeichnet, wird im Folgenden näher beleuchtet:

Verpiss-dich-Pflanze (Plectranthus ornatus)

Eine Verpiss-dich-Pflanze hält, was ihr derber Name verspricht. Die Wunderpflanze entstammt der Gattung der Harfensträucher und gedeiht als immergrüner Halbstrauch. Ihre steile Karriere als natürliche Katzen-Abwehr nahm in 2001 ihren Anfang. Damals fand ein schwäbischer Züchter heraus, dass Katzen, Hunde und Marder vor dem markanten Menthol-Geruch Reißaus nehmen. Leider ist ein Harfenstrauch nicht winterhart. Wahlweise kultivieren Sie Verpiss-dich-Pflanzen in Kübeln, die Sie auf Grundstück, Terrasse und Balkon aufstellen, oder Sie graben eingepflanzte Exemplare aus, um diese frostfrei hinter Glas zu überwintern.

  • Wuchshöhe: 40 bis 80 cm
  • Wuchsbreite: 20 bis 60 cm
  • Blütezeit: Juni bis Oktober
  • Standort: sonnig bis halbschattig in nährstoffreicher, frisch-feuchter Erde

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

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Bei Duft nach Zitrone – in welcher Form auch immer – nehmen Katzen reisaus

Zitronenmelisse eilt der Ruf voraus, mit ihrem unvergleichlichen Duft bei fremden Katzen äußerst unbeliebt zu sein. Grund dafür sind gezähnte, weiche Blätter, die durchströmt sind von ätherischen Ölen. Was menschlichen Nasen sehr behagt, können Katzen nur schwer ertragen. Zitronenduft in jeder Form besitzt das Potenzial, lästige Miezen wirkungsvoll zu vertreiben. In Gestalt der wunderbaren Zitronenmelisse profitieren Hobbygärtner darüber hinaus von einer schmackhaften Kräuterernte.

  • Wuchshöhe: 50 bis 100 cm
  • Wuchsbreite: 30 bis 80 cm
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Standort: sonnig bis halbschattig in lehmig-sandiger, steinreicher Erde

Weinraute (Ruta graveolens)

Als Anti-Katzen-Pflanze ist die Weinraute ein Volltreffer. Hinter einer dezenten Optik verbirgt das historische Küchenkraut eine geballte Ladung ätherischer Öle, die sensible Fellnasen mit intensivem Geruch traktieren. Sollten sich hartgesottene, wilde Katzen den Geruch ignorieren, sind da noch wehrhafte Bienen und Hummeln. Gelbe Weinrauten-Blüten sind prall gefüllt mit süßem Nektar und eine umschwärmte Bienenweide. Ein pelziger Störenfried wird die spitzen Stacheln der verärgerten Insekten zu spüren bekommen.

  • Wuchshöhe: 30-50 cm
  • Wuchsbreite: 30-50 cm
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Standort: sonnig mit normalem Gartenboden

Berberitze-Bodendecker

Wenn Sie im Clinch liegen mit fremden Katzen und lästigem Unkraut zugleich, kommt die Berberitze gerade recht. Den furchterregenden Dornen verdankt der Zierstrauch seinen Beinamen Bio-Stacheldraht. Es liegt auf der Hand, dass Sie mit einem Bodendecker aus Berberitze keine fremden Katzen im Garten fürchten müssen. In Perfektion erfüllen die immergrüne Kissen-Berberitze (Berberis candidula ‘Jytte’) und die kompaktere Polster-Berberitze (Berberis buxifolia ‘Nana’) die Aufgabe als Katzen-abwehrende Bodendecker.

  • Wuchshöhe: 30 bis 80 cm
  • Wuchsbreite: 100 bis 150 cm
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Standort: sonnig bis schattig in normaler Gartenerde

Stechpalme (Ilex meserveae)

Die Stechpalme spielt in der Oberliga für eine wehrhafte Hecke zum Schutz des Grundstücks vor tierischen Eindringlingen, wie fremde Katzen, streunende Hunde, wilde Marder und freche Waschbären. Charakteristisch für die Stechpalme ist ein dichtes Dornenkleid, das Triebe und Blattränder bedeckt. Hoch im Kurs unter Katzen-geplagten Gartenbesitzern steht die Sorte ‘Heckenfee’, die mit spitzen Stacheln, hübschen Blüten und leuchtendem Fruchtschmuck prahlt.

  • Wuchshöhe: 150 bis 300 cm
  • Wuchsbreite: 60 bis 150 cm
  • Blütezeit: Mai und Juni
  • Standort: sonnig bis halbschattig, nährstoffreicher, gut durchlässiger Gartenboden

Mechanische Katzenabwehr – diese Mittel funktionieren

Die sprichwörtliche Wasserscheu von Katzen lässt sich hervorragend gegen sie verwenden. Angriffsziel für sanfte Vertreibungsmittel sind fernerhin ihr feines Gehör, die feinfühligen Pfoten sowie das schreckhafte Gemüt. Was obige Übersicht als mechanisch/physikalische Katzenabwehr verkündet, wird im Folgenden näher beleuchtet:

Wasserstrahl und Katzenschreck

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Die meisten Katzen verabscheuen Wasser

Eine griffbereite Wasserpistole macht sich nicht nur nützlich als Taubenschreck. Der zielgerichtete Wasserstrahl verjagt dreiste Katzen ebenfalls im Nu. Wer sich nicht kontinuierlich auf die Lauer legen mag, um fremde Katzen auf frischer Tat zu ertappen, installiert auf dem Rasen einen Kreisregner mit Bewegungsmelder. Katzen sind nicht nur wasserscheu, sondern auch nachtragend und schnell beleidigt. Den ruppigen und nassen Willkommensgruß vergessen die Fellnasen nicht mehr. Mit Katzenschreck-Geräten, wie dem Celaflor Gartenwächter, bestehen gute Aussichten, wilde Katzen dauerhaft vom Grundstück fernzuhalten.

Ultraschall

Katzen haben es faustdick hinter den Ohren. In der Tat schützen die großen, spitz zulaufenden Ohrmuscheln ein Gehör, das zu den besten im Reich der Säugetiere zählt. Treffen Ultraschall-Wellen auf den hochentwickelten Gehörsinn, nimmt die Katze diese Hochfrequenztöne als unerträgliches Getöse wahr. Für Menschen sind die Töne hingegen nicht zu hören. Effektive Ultraschall-Geräte verfügen über einen Bewegungsmelder und idealerweise Solarbetrieb. Als nachteilig ist zu bewerten, dass sich die Reichweite in der Regel auf etwa 10 Meter im Radius beschränkt. Diese Schwachstelle bleibt den cleveren Tieren nicht lange verborgen, sodass sie die peinvolle Geräuschquelle in respektvoller Entfernung einfach umwandern.

Katzengranulat

Hinter der Bezeichnung Katzengranulat verbergen sich verschiedene Mittel. Allen gemeinsam ist die Absicht einer wirksamen Vertreibung aus den Beeten im Garten. Als Mittel der Wahl kommt Katzengranulat überall dort in Betracht, wo andere Methoden nicht anwendbar sind oder von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Folgende Varianten haben sich im Test als effektiv herauskristallisiert:

  • Katzengranulat als Wanderschranke: Beete mulchen mit Tannennadeln, spitzen Steinen oder kleinkörnigem Lavagranulat
  • Katzengranulat als Geruchsbarriere: anwendungsfertiges Granulat kaufen (z. B. von Neudorff) und in Beeten verteilen

Sie können Katzengranulat als Geruchsbarriere selber machen. Produkte aus dem Fachhandel basieren unter anderem auf Knoblauch- und Zwiebelduft. Schneiden Sie Knoblauchzehen und Küchenzwiebeln in Stücke, die Sie vermischen und regelmäßig an stark frequentierten Katzen-Standorten auf dem Grundstück verstreuen.

Trillerpfeife

Eine handliche Trillerpfeife passt in jede Hosentasche. Schnell ist die Pfeife zur Hand, wenn eine streunende Katze im Garten auftaucht. Einmal kräftig trillern und schon sucht der unverschämte Eindringling das Weite. Mit ein wenig Glück mündet der Sofort-Effekt in eine dauerhafte Vertreibung. Katzen verfügen über ein geniales Lern- und Erinnerungsvermögen. Wo einer Mieze einmal ein tüchtiger Schrecken in die Glieder gefahren ist, wird sie zukünftig einen großen Bogen machen.

Garten Katzen-sicher machen – So gelingt es

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Es ist erstaunlich, was Katzen so alles erklettern können

Katzen wirksam zu vertreiben, ist ein Kräftemessen mit hochentwickelten, pelzigen Intelligenzbestien. Die meisten Mittel und Methoden erfordern einen hohen Einsatz an Zeit und/oder Geld. Indem Sie Ihren Garten Katzen-sicher machen, gehen Sie dem nervenaufreibenden und teuren Konflikt aus dem Weg. So beugen Sie ungebetenem Katzenbesuch auf Ihrem Grundstück vor:

  • *Hecke pflanzen*: Grundstück einfrieden mit 180 bis 200 cm hohen, bedornten Sträuchern
  • *Zaun*: Garten einzäunen mit Holzzaun ohne Steighilfen für Katzen
  • *Mauerkronen schützen*: auf niedrigen Gartenmauern glatte Kunststoff-Rohre befestigen gegen Aufsitzen

Betrachten Sie Ihren Garten doch einmal durch Katzenaugen. Halten Sie Ausschau nach gemütlichen Liegeplätzen, einladenden Scharrstellen und potenziellen Toilettenplätzen. Eine Sandkasten-Abdeckung, Bepflanzung mit Bodendeckern, Mulchen mit Kies oder Fichtenzapfen macht Ihr Grundstück wesentlich unattraktiver für fremde Katzen.

Häufig gestellte Fragen

Können Katzen Marder vertreiben?

Marder und Katzen gehen einander aus dem Weg. Die Beiden wissen genau: ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis macht jeden Kampf zum lebensgefährlichen Risiko für jede Seite. Aus dieser Sicht können Katzen Marder vertreiben und umgekehrt. Letzten Endes wird entweder die Katze oder der Marder das Grundstück zum Revier erklären.

In den Bäumen auf unserem Grundstück haben wir Nistkästen für Vögel aufgehängt. Gibt es ein wirksames Mittel, um Katzen daran zu hindern, sich an den Vögeln zu vergreifen?

Hat eine fremde Katze mögliche Beute gewittert, laufen sanfte Vertreibungsmittel ins Leere. Abwehrende Gerüche, Ultraschall-Getöse und selbst ein Wasserstrahl werden das hungrige Raubtier nicht an der Jagd hindern. Das gefiederte Jungvolk im Nistkasten (8,99€ bei Amazon*) ist dennoch nicht dem Untergang geweiht, wenn der Baumstamm mit einem Katzenabwehrgürtel ausgestattet ist. Dabei handelt es sich um Stachelband, das Sie über Kopfhöhe am Stamm montieren. So kann die Katze weder in die Höhe klettern, noch den Abwehrgürtel überspringen.

Ist ein Katzenzaun geeignet, um fremde Katzen vom Garten fernzuhalten?

Eigentlich verfolgt ein Katzenzaun das Ziel, die eigene Katze daran zu hindern, das Grundstück zu verlassen. Dabei handelt es sich um ein stabiles Netz in unterschiedlichen Ausführungen, das zwischen Halterungen aufgespannt wird. Dieses Konzept sollte theoretisch geeignet sein, fremde Katzen vom Betreten des Grundstücks abzuhalten. Unter Tierfreunden ist diese Konstruktion freilich verpönt, denn ein Katzenzaun steht unter Schwachstrom.

Tipps

Gepolsterte Gartenmöbel sind für wilde Katzen ein willkommener Ruheplatz. Einmal genussvoll Räkeln reicht aus, um die wertvollen Stoffpolster mit hartnäckigen Katzenhaaren zu verschmutzen. Decken Sie die Sitzmöbel nach jedem Gebrauch ab mit Alufolie. Das ungemütliche Knistern und die kalte, glatte Oberfläche vergraulen jede fremde Katze auf Nimmerwiedersehen.

Text: Paula Jansen

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