Marder im Garten entdeckt – was ist jetzt zu tun?

Flitzt ein Marder durch den Garten, ist dies zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil erhalten Sie durch den kleinen Allesfresser schlagkräftige Schützenhilfe gegen Schädlinge, wie Ratten und Mäuse. Gleichwohl sollten Sie sich Gedanken machen über eine wirksame Marderabwehr für Ihr Auto. Dringt das Raubtier in Ihr Haus ein, ist es mit der ungestörten Nachtruhe vorbei. Das ist zu tun, wenn sich ein Marder im Garten ansiedelt.

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Marder können großen Schaden anrichten

Vertreiben statt bekämpfen – diese Mittel vergrämen Marder aus dem Garten

Hält sich ein Marder im Garten auf, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Steinmarder (Martes foina). Als typischer Kulturfolger sucht er die Nähe zum Menschen und deren Unterkünften, da er hier ideale Lebensbedingungen für sich und seinen Nachwuchs vorfindet. Es ist daher zu befürchten, dass sich der kleine Räuber nicht auf den Garten beschränkt, sondern früher oder später ins Haus eindringt, um auf dem Dachboden als nächtlicher Poltergeist sein Unwesen zu treiben. Diese sanften Mittel vertreiben den Marder aus dem Garten auf Nimmerwiedersehen:

  • Gartenwächter von Celaflor aufstellen, um Marder mit plötzlichem Wasserstrahl zu vertreiben
  • Bekämpfen mit Multifunktionsgerät aus Bewegungsmelder, Ultraschall und Blitzlicht für bis zu 200 qm Gartenfläche
  • Verjagen mit dem Weitch Ultraschallgerät mit integriertem Bewegungsmelder

Um die Laufwege des Marders ausfindig zu machen, sind geharkte Sandwege ein probates Mittel. Ausgestreutes Mehl verrät Ihnen ebenfalls, wo sich die Räuber in der Nacht bewegen. Auf diese Weise können Sie feststellen, wo die Mittel platziert werden sollten, um einen maximalen Erfolg zu erzielen. Nehmen Sie überdies Laub- und Reisighaufen in Augenschein, da sich die nachtaktiven Tiere hier gerne verstecken.

Marderabwehr für das Haus – Tipps & Tricks

Bis die Vergrämungs-Mittel im Garten wirken und den ungebetenen Gast vertreiben, ziehen mehrere Wochen ins Land. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, parallel das Haus vor dem Eindringen des Räubers zu schützen. Diese Marderabwehr hat sich in der Praxis gut bewährt:

  • Mit elektrischem Marderzaun den Zugang zwischen Regenrinne und Dachziegel versperren
  • Fallrohre und Haus-nahe Bäume mit einem Marderabwehrgürtel umwickeln, um die Tiere am Emporklettern zu hindern
  • Marderabwehr-Wachs für den Außenbereich überall dort ausbringen, wo Sprays unwirksam sind

Untersuchen Sie das Haus sorgfältig auf mögliche Schlupflöcher. Ein Marder kann sich ganz dünn machen und durch kleinste Zugänge mit 5 cm Durchmesser auf den Dachboden oder in den Keller gelangen. Verschließen Sie diese Öffnungen mit Holzbrettern, Maschendraht oder Fertigbeton. Bitte bedenken Sie bei allen Vorkehrungen, dass ein ausgewachsener Marder bis zu 2 Meter hoch springen kann und ein gewandter Kletterkünstler ist.

Auto parkt im Marder-Revier – was hilft?

Die räumliche Nähe zwischen einem Garten mit Mardern und einem Auto-Stellplatz birgt die große Gefahr, dass sich die Tiere mit ihren messerscharfen Zähnen an Kabeln, Schläuchen und Dämm-Material zu schaffen machen. Beziehen Sie daher in die Marderabwehr nicht nur Ihr Haus, sondern auch das Auto mit ein. Diese Mittel bewahren ein Fahrzeug vor Marder-Fraß:

  • Motorraum ein Mal pro Woche einsprühen mit Marder-Fernhaltespray von Schopf
  • Alternativ Anti-Marder-Stäbchen mit Selbstklebefolie am Motorblock anbringen und alle 4 Wochen erneuern
  • Kabel mit einem Marder-sicheren Schutzschlauch überziehen
  • Teuer aber effektiv: im Auto Marderschreck mit (nicht tödlichem) Elektroschock einbauen

Das Mardergitter nutzt den Umstand aus, dass die Räuber keine unebenen Flächen mögen. Das gewalt- und giftfreie Mittel ist auch bekannt unter der Bezeichnung Marderschutz-Teppich. Es besteht aus einem groben Drahtgeflecht, auf dem Sie jeden Abend Ihr Auto parken. Das Mardergitter hat sich als günstige Alternative zur aufwändigen und kostenintensiven Marderabwehr mit Elektroschock bewährt.

Lebendfalle nur unter besonderen Voraussetzungen erlaubt

Marder sind typische Einzelgänger. Lediglich während der kurzen Paarungszeit bilden sie eine kleine Familie. Zumeist haben Sie es im Garten daher mit einem einzelnen Exemplar zu tun. Sofern Ihnen die Mittel zur Marderabwehr zu zeitaufwändig sind, rückt der Einsatz einer Lebendfalle in den Fokus. Obschon Sie die Fallen im Fachhandel erwerben können, ist die Verwendung an verschiedene Prämissen gebunden. Darauf sollten Sie achten:

Marder unterliegen dem Jagdrecht und sind streng geschützt. Eine Lebendfalle darf einzig mit einem Jagdschein und außerhalb der Schonzeit eingesetzt werden vom 16.10 bis 28.02. Das Jagen von Mardern innerhalb der Schonzeit zwischen dem 01.03. und 15.10., wird mit Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder einer Geldbuße geahndet.

Tipps

Hegen Sie den Verdacht, dass sich ein Marder in Ihrem Garten umtreibt? Dann werden Sie das nachtaktive Raubtier mit eigenen Augen nur schwerlich entdecken. Ein sicherer Hinweis auf die Anwesenheit des Steinmarders geben seine Exkremente. Die Losung ist braun bis schwarz, 1-2 cm dick, 8-10 cm lang und an der Spitze gedreht. Im Gegensatz dazu verrät sich ein Waschbär im Garten durch seine Hinterlassenschaften, die dem Kot kleiner Hunde ähneln.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Ingrid Deelen/Shutterstock

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