Marder

Marder im Haus: Wiederkehrende Gäste oder einmaliger Besuch?

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Marder können im Garten und Haus erhebliche Schäden anrichten und kehren aufgrund ihres Territorialverhaltens oft zurück. Dieser Artikel erläutert die Gründe für Marderbesuche, Anzeichen eines Befalls und effektive Methoden zur dauerhaften Vertreibung.

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Marder haben mehrere Verstecke in ihrem Revier, die sie immer wieder aufsuchen

Warum kehren Marder immer wieder zurück?

Das wiederholte Auftauchen von Mardern lässt sich auf ihr ausgeprägtes Revierverhalten und spezifische Gewohnheiten zurückführen. Mehrere Faktoren begünstigen ihre Rückkehr:

  • Revieransprüche: Marder markieren ihr Territorium mit Duftstoffen, um Artgenossen zu signalisieren, dass dieses Gebiet bereits besetzt ist. Diese Markierungen können dazu führen, dass ein vertriebener Marder versucht, sein Revier zurückzuerobern, oder dass ein neuer Marder angelockt wird.
  • Nahrungsquellen: Gärten mit Komposthaufen, Obstbäumen oder leicht zugänglichen Mülltonnen bieten Mardern eine attraktive Nahrungsquelle. Einmal entdeckte Futterplätze werden daher gerne erneut aufgesucht.
  • Zugänglichkeit: Als geschickte Kletterer finden Marder oft Wege, um in Gebäude einzudringen. Offene Dachfenster, lose Dachziegel oder ungesicherte Kabeldurchführungen erleichtern ihnen den Zugang und ermöglichen wiederholte Besuche.
  • Unterschlupf und Nistplätze: Marder suchen insbesondere in der kalten Jahreszeit nach geschützten und warmen Orten zum Überwintern. Dachböden oder ungenutzte Garagen dienen ihnen dabei als Rückzugsort zum Nisten und zur Aufzucht ihrer Jungen.

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Diese Punkte verdeutlichen, warum Marder zu einem wiederkehrenden Problem werden können. Um eine dauerhafte Lösung zu finden, müssen Präventionsmaßnahmen an den Ursachen ansetzen.

Anzeichen für einen Marderbesuch

Ein Marderbefall kann verschiedene Spuren hinterlassen. Achten Sie auf folgende Hinweise:

  • Geräusche: Scharrende, krabbelnde oder laufende Geräusche, besonders auf dem Dachboden oder in den Wänden, deuten auf Marderaktivität hin. Diese Geräusche sind verstärkt in den Morgen- und Abendstunden wahrnehmbar.
  • Marderkot: Marderkot ähnelt Katzenkot, ist jedoch oft länger, gewunden und an den Enden spitz zulaufend. Er enthält unverdaute Nahrungsreste wie Haare, Obstkerne oder Federn.
  • Schäden: Angeknabberte Kabel und Schläuche am Auto, beschädigte Dachisolierungen oder durchgenagte Kabel im Haus sind typische Anzeichen für Marderaktivität.
  • Fußabdrücke und Spuren: Im Winter können Sie Fußabdrücke im Schnee entdecken. Die sichtbaren Krallenabdrücke unterscheiden sie von Katzenspuren.
  • Geruchsbelästigung: Stark riechender Marderkot, Urin oder Duftmarken weisen auf einen längeren Aufenthalt des Marders hin.
  • Laufwege: Schmutz- und Kratzspuren zwischen Regenrinne und Hauswand zeigen mögliche Eintrittspfade des Marders auf.

Durch eine frühzeitige Erkennung eines Marderbefalls können Sie geeignete Maßnahmen ergreifen und größere Schäden vermeiden.

Wie kann man Marder dauerhaft vertreiben?

Um einen Marderbefall effektiv zu bekämpfen und zukünftig zu verhindern, sind gezielte Maßnahmen erforderlich:

  • Zugänge versperren: Überprüfen Sie Ihr Haus oder Ihre Garage auf mögliche Eingänge und dichten Sie diese sorgfältig ab. Verwenden Sie dazu Materialien wie Drahtgitter oder Metallbleche.
  • Duftmarken entfernen: Reinigen Sie Bereiche, an denen Marder ihre Duftmarken hinterlassen haben, gründlich mit speziellen Reinigern oder einer Essiglösung.
  • Ultraschallgeräte nutzen: Geräte, die Ultraschallwellen aussenden, können Marder vertreiben. Achten Sie darauf, Geräte mit variierenden Frequenzen zu verwenden, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden.
  • Natürliche Abwehrmaßnahmen: Setzen Sie Vergrämungsmittel mit unangenehmen Gerüchen oder Geschmäckern ein, um Marder fernzuhalten, ohne ihnen zu schaden.
  • Professionelle Unterstützung: Sollten Ihre eigenen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, wenden Sie sich an einen Experten für Schädlingsbekämpfung.

Durch eine konsequente Umsetzung dieser Schritte können Sie die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Marderbefalls deutlich reduzieren.

Bilder: PhotocechCZ / Shutterstock