Lochdurchmesser: Durch welches Loch passt der Marder?

Haben Sie irgendwo gehört oder gelesen, dass Marder durch einen Lochdurchmesser von nur 2cm hindurchpassen? Sie sind besorgt, dass Marder daher problemlos durch jeden Ritz auf Ihren Dachboden gelangen? Erfahren Sie hier, wie breit ein Loch sein muss, damit ein Marder hindurchpasst.

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Der Schädel von Mardern bestimmt, wo er hindurchpasst

Anatomie von Mardern

Steinmarder sind Säugetiere und haben als solche ein festes Skelett. Sie haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 60cm und eine Gesamtlänge (inklusive Schwanz) von bis zu 90cm. Der Kopf ist dabei im Verhältnis relativ klein, der Körper schmal und gestreckt.
Auch die Schultern sind relativ schmal. Der Schädel ist der breiteste Teil des Skeletts und somit entscheidend dafür, wo der Marder durchpasst.

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Größenunterschiede bei Steinmardern

Die Schädelbreite variiert je nach Alter und Geschlecht des Marders. Weibchen sind etwas kleiner als Männchen und Marderjunge sind bei ihrer Geburt nur 15cm groß. Die gute Nachricht: Die Jungen sind erst ab dem 5 Monat selbstständig und da haben sie schon eine ordentliche Größe erreicht.

Schädelgröße von Mardern

Marderschädel sind etwa 10cm lang, und 4 bis 5cm hoch sowie breit. Logische Schlussfolgerung: Ein ausgewachsener Marder passt nur durch Löcher, die einen Lochdurchmesser von mindestens 5cm haben. Ein junger, gerade aus dem Nest gekommener Marder passt u.U. durch Löcher einer Größe von etwa 3cm.

Durch welches Loch passt ein Marder?

Die schlechte Nachricht ist: Marder haben sehr scharfe Zähne und wo ein Wille, da ein Weg. Ist das Loch zu klein für den Marder, aber das Material abnagbar – z.B. aus Holz oder weichem Gestein, schafft ein Marder es durchaus, ein 2cm kleines Loch auf die notwendige Größe zu weiten. Unter Umständen kommen Marder also auch durch Löcher, die kleiner sind als 5cm.

Maschendraht und Marder

Ein Maschendraht (23,00€ bei Amazon*) mit einer Lochbreite von 2cm sollte diese davon abhalten, ins Hausinnere zu gelangen, denn Draht ist auch für die Zähne vom Marder eine Herausforderung. Wichtig ist, den Draht sicher zu befestigen, denn Marder sind sehr geschickt und biegen ihn u.U. ihren Bedürfnissen entsprechend zurecht.

Text: Sara Müller
Artikelbild: COULANGES/Shutterstock

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