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Auch im Herbst ist noch so einiges zu ernten

Gemüsegarten im Herbst – Diese Arbeiten erwarten Sie jetzt

Die Monate September und Oktober sind für Gartenbesitzer recht arbeitsintensiv. Jetzt reifen noch zahlreiche Früchte und Gemüse, die natürlich geerntet und verarbeitet werden müssen. Die sich leerenden Beete werden anschließend umgegraben oder schonend mit der Grabegabel bearbeitet. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie nach Bedarf Kalk, Kalium-, Magnesium- und Phosphatdünger einarbeiten und so den Boden für die kommende Saison bereits vorbereiten.

Gemüsegarten im Herbst richtig pflegen

Auch im Herbst müssen Sie den Garten weiterhin gießen, sofern es trocken bleibt. Das gilt vor allem für Erdbeeren, dass die Feuchtigkeit fördert die Ausbildung neuer Blütenanlagen und hat damit einen direkten Einfluss auf die Ernte im kommenden Jahr. Der Boden sollte gemulcht und / oder regelmäßig gelockert werden, damit auch weiterhin Luft an die Wurzeln kommt. Bei Dauerregen sind Stabtomaten – die übrigens auch jetzt noch ausgegeizt und entspitzt gehören – mit einem Foliendach zu schützen.

Schutz gegen erste frostige Nächte

Ungefähr ab Mitte Oktober gibt es oft bereits die ersten frostigen Nächte. Vor allem frisch gepflanzte und mediterrane Kräuter, aber auch empfindliche Spätgemüse sollten nun mit einem Winterschutz versehen werden. Wenig frostfeste Topfpflanzen gehören an einen hellen und kühlen Platz im Haus.

Obstgehölze schneiden

Auch im Frühherbst kann man Obstbäume noch gut schneiden. Tragen diese jedoch bis in den späten Oktober hinein, verschieben Sie den Schnitt besser auf das nächste Frühjahr oder den folgenden Sommer. Herbsthimbeeren schneiden Sie dagegen gleich nach der letzten Ernte, auch die abgetragenen Ruten der Brombeeren können entfernt werden. Lediglich die Jungruten bleiben als Winterschutz am Spalier.

Welche Früchte und Gemüse im Herbst geerntet werden

Das letzte Obst sollte gepflückt werden, bevor die Temperaturen nachts unter Null fallen. Auch Fruchtgemüse und Hülsenfrüchte wie Kartoffeln, Knollenfenchel, Radieschen und Zwiebeln sind unbedingt noch vor dem Frostbeginn zu ernten. Tomaten und Kürbisse reifen sehr gut auch im Haus nach. Möhren, Rote Beete, Speiserüben sowie Kopf- und Eissalat vertragen dagegen auch leichten Frost. Rosenkohl und besonders Grünkohl schmecken dagegen am besten, nachdem sie schon leichten Frösten ausgesetzt waren.

Pflanzen und Säen im Herbstgarten

Im September lassen sich draußen noch zahlreiche Gemüse und Kräuter säen, beispielsweise:

  • Feldsalat
  • Spinat
  • Rucola
  • Winterportulak
  • Gartenkresse
  • Bärlauch (für die Ernte im nächsten Jahr)
  • Echte Kamille (ebenso)

Bis etwa Mitte September kann man draußen noch Kopf- und Eissalat pflanzen, bis Oktober Wintersteckzwiebeln, Knoblauch, Bärlauch und Rhabarber. Auch robustere Kräuter wie Petersilie und Beinwell lassen sich gut im Herbst pflanzen. Gartenerdbeeren werden optimalerweise Anfang September gesetzt, während im Oktober die Gewächshaussaaten für die Winter- und zeitige Frühjahrsernte ausgebracht werden. Dies gilt vor allem für Feldsalat und Spinat.

Tipps

Werden die Beete bereits im September frei, können Sie noch verschiedene Gründüngungspflanzen wie Phacelia oder Senf ausbringen. Im Oktober ist dies nur noch mit Winterroggen möglich.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: mamaza/Shutterstock

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