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Mit Vliesen lassen sich frostharte Pflanzen zusätzlich schützen

Wintervorbereitungen: So wird das Gemüsebeet winterfest

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Die letzten Gemüsepflanzen sind abgeerntet und die Zeit ist gekommen, die Gartenmöbel und Gerätschaften einzulagern. Zuvor gilt es jedoch, auch das Gemüsebeet auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dabei kommt es darauf an, auf die Bodenbeschaffenheit einzugehen, denn lockere Böden benötigen eine andere Behandlung als schweres, lehmiges Substrat. In diesem Artikel klären wir:

  • Welche Böden gelockert und
  • welche umgegraben werden.
  • Wie der Boden vor Erosion geschützt wird.
  • Wie Gemüsepflanzen wie Kohl vor übermäßiger Kälte geschützt werden.

Welche Böden werden nur aufgelockert?

Normale Böden, die feinkrümelig sind und angenehm nach Erde duften, werden mit der Grabgabel aufgelockert. Das Umgraben, welches die Bodenstruktur sehr durcheinander bringt, können Sie sich hier sparen. Entfernen Sie Unkraut und Wurzeln sorgfältig, damit diese unerwünschten Pflanzen im Frühjahr nicht bereits vor dem Gemüse austreiben.

Zur Düngung empfiehlt es sich, in die oberste Bodenschicht etwas reife Komposterde oder Mist einzuarbeiten. Alternativ können Sie eine Gründüngung vornehmen. Die abdeckenden Pflanzen versorgen die Bodenlebewesen mit Nahrung und wirken bei Frost wie eine wärmende, schützende Decke.

Schwere Böden umgraben

Damit bei lehmigen Böden eine ausreichende Belüftung gewährleistet ist, werden diese spatentief umgegraben. Lesen Sie auch hier Unkräuter sorgfältig aus; Pflanzenreste der Gemüsepflanzen hingegen werden untergehackt. Es ist empfehlenswert, die Bodenstruktur durch das Einarbeiten von etwas Sand und vollreifem Kompost zu verbessern.

Wintergemüse schützen

Drohen die ersten Nachtfröste, ist das Gemüsebeet nahezu abgeerntet. Lediglich winterhartes Gemüse wie Rosenkohl oder Lauch können Sie noch stehen lassen. Insbesondere Kohl sollte Kälte abbekommen, denn er schmeckt danach wesentlich aromatischer.

Fallen die Temperaturen in sehr rauen Lagen stark, sollten Sie diese Pflanzen mit einem Gartenvlies abdecken. Derart geschützt können Sie auch im Winter auf Vitamine aus dem eigenen Gemüsebeet setzen.

Eine wärmende Mulchschicht ausbringen

Die abschließende Arbeit im Gemüsebeet ist das Verteilen wärmender Decken aus schützendem und gleichzeitig nährendem Material. Dies ahmt die natürlichen Vorgänge nach: Fallen die Blätter von den Bäumen bleiben diese auf der Erde liegen und schützen den Boden. Gut geeignet sind die Pflanzen der Gründüngung oder eine Schicht Stroh.

Tipps

In manchen Lagen, in denen es wenig schneit, wird die Mulchdecke häufig vom Wind davongetragen. Damit dies nicht geschieht, können Sie das Gemüsebeet zusätzlich mit einem Netz, das Sie seitlich mit großen Steinen beschweren, abdecken.

Text: Michaela Kaiser Artikelbild: Helga_foto/Shutterstock

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