Herbstputz: Unserer Gartengeräte haben es verdient!

Gerade in den letzten noch etwas wärmeren Herbsttagen fällt uns Gartenbesitzern immer besonders viel ein, was auf und um den Beeten noch erledigt werden könnte, damit nächstes Jahr alles noch viel schöner wird. Hier noch ein paar Knollen von den Frühlingsblühern rein, ein Hochbeet sollte eigentlich ebenfalls schon seit einigen Wochen angelegt werden und oh je, die Rosen müssen ja auch noch schnell angehäufelt werden vor den drohenden Frostnächten.

Gartengeräte Lagerung
Gartengeräte sollten im Herbst vor dem Einlagern gründlich gereinigt werden

Dann kommt bald der erste Schnee und, wie in den vielen Jahren vorher die Erkenntnis: An das Werkzeug hat wieder einmal niemand gedacht, schnell rein in den Schuppen, Riegel vor und der Rest wird schon irgendwann… Wird es eben nicht, wenn wir uns nicht gleich dran machen und wenigstens einige der folgenden Tipps umzusetzen.

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Die Hand-Werkzeuge säubern, pflegen und verstauen

Hacken, Harken, Spaten, Sensen und Schaufeln werden zunächst von den letzten Dreckklumpen befreit. Eine alte Wanne, die mit lauwarmem Wasser gefüllt wird und ein Handfeger helfen dabei. Splitter an Griffen und anderen Holzteilen können, wenn die Geräte wieder trocken sind, entfernt werden. Was nicht fest am Stiel sitzt und wackelt, wird am besten gleich wieder sicher befestigt. Für die rostigen Stellen auf Metalloberflächen muss zunächst Sandpapier oder eine Drahtbürste ran und danach ein Korrosionsschutzmittel. Bei den Teilen aus Holz hat sich eine Behandlung mit Leinöl bewährt, wenn die Stiele und Griffe nicht in den nächsten Tagen angefasst werden müssen. Überwintern sollten diese Gartengeräte möglichst trocken und staubfrei. Ideal ist das Aufhängen an einer Wand des Gartenhäuschens oder in einem Geräteschrank.

Gartenschläuche, Pumpen und Wasserbehälter mögen keinen Frost

Beregnungsanlagen, die im Erdreich liegen und Wasserleitungen ebenfalls nicht. Von daher kann die gesamte Wasserversorgung nun abgestellt und vollständig entleert werden, um sie vor einem eventuellen Zerbersten zu schützen. Wasserschläuche aus Kunststoff sind bei Minustemperaturen ziemlich empfindlich und werden sicherheitshalber in einen größeren Kartoffelsack gesteckt oder mit einer wärmenden Plane abgedeckt. Der Herbst ist außerdem eine gute Gelegenheit, aus dem nun geleerten Regenwasserbehälter (nachdem er innen trocken ist) alle Fremdkörper und den Schlamm, der sich über die Monate angesammelt hat, zu entfernen.

Rasenmäher und elektrische Geräte

Bei den motorisch betriebenen und etwas größeren Gartengeräten ist zunächst eine gründliche Reinigung angesagt, ehe hier ebenfalls die entsprechenden Korrosions- bzw. Holzschutzarbeiten dran sind. Danach hilft ein Blick ins Handbuch, da herstellerseitig oft noch zusätzliche Frostschutzmaßnahmen, wie beispielsweise das Ablassen des Kraftstoffs empfohlen werden. Recht stiefmütterlich wird zuweilen der Rasenmäher behandelt, der in den meisten Kleingärten über Sommer Schwerstarbeit zu leisten hat. Selbst wenn Sie Ihren später noch zur Laubbeseitigung oder einem letzten Räumschnitt einsetzen möchten, gönnen Sie ihm jetzt wenigstens noch eine kleine Inspektion:

  • Mit Spachtel, Bürste und viel Wasser die Messer und das Gehäuse gründlich vom Gartendreck reinigen.
  • Kontrolle der Mähmesser auf Rissbildungen und Kerben, stumpfe Messer entweder selbst anschleifen, wechseln oder einen Gartenservice mit der Wartung beauftragen.
  • Bei Mähern mit Verbrennungsmotor den Ölstand überprüfen bzw. wenn der Termin dran ist, einen kompletten Ölwechsel inklusive eines Austauschs der Filter durchführen.
  • Besser den Kraftstoff gänzlich ablassen, damit der Motor im nächsten Frühjahr besser anspringt und sich kein Kondenswasser im Tank einnistet. Anschließend den Mäher nochmals kurz anwerfen, bis der letzten Tropfen Kraftstoff verbraucht ist.
Text: Fred Lübke

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