Gemüseanbau im Gewächshause
Im Gewächshaus kann das ganze Jahr über Gemüse angebaut werden

Gemüseanbau im Gewächshaus: für 365 Tage taufrisches Gemüse

Für die meisten Kleingärtner ist die Aufzucht von Gemüse im Gewächshaus, das der Eigenversorgung dient, inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Erträge hängen damit nicht mehr von der Witterung ab und sind meist höher, als im Freiland. Und: Der Selbstanbau macht Spaß und spart viel Geld.

Für den Anbau von Gemüse im Gewächshaus lassen sich bereits die einfachen und vom Preis her günstigen kleinen Folientreibhäuser ausgezeichnet nutzen, obwohl sie meist nicht einmal beheizt sind. Eine ordentliche Lüftung sowie Luft- und Erdbodenthermometer reichen bereits, um alle in unseren Breiten gängigen Gemüsearten erfolgreich aufzuziehen.

Vorteile von Gemüse im Gewächshaus

Dass selbst angebautes Gemüse besser schmeckt, als aus dem Supermarktregal, ist der Tatsache zu verdanken, dass es im vollreifen Zustand geerntet wird und seine charakteristischen Geschmacksstoffe und lebenswichtigen Vitaminen nicht durch lange Transportwege und wochenlange Lagerung verliert. Bei ständig steigenden Preisen für viele Gemüsesorten bringt ein Selbstanbau nebenbei sogar eine spürbare Entlastung in der Haushaltskasse.

Mit eigenem Gemüseanbau drei Ernten im Jahr

Mindestens, muss noch ergänzt werden und das sowohl in beheizten als auch unbeheizten Gewächshäusern, wenn man über die optimalen Fruchtfolgen Bescheid weiß und ausnutzt. Davon kennen wir im Prinzip drei Arten, die sich über viele Jahre in den mitteleuropäischen Breiten bewährt haben:

  • Frühjahrskulturen: Eis-, Schnitt- und Kopfsalat, Rettich, Kohlrabi und Radieschen;
  • Sommerkulturen: Paprika, Gurken, Tomaten, Peperoni, Bohnen und Auberginen;
  • Winterkulturen: Kresse, Löffelkraut, Spinat, Endivien, Scheerkohl und Radieschen;

Im Falle einer vorhandenen Heizung kann mit der Frühjahrsbepflanzung von Gemüse im Gewächshaus ab Mitte Februar begonnen werden, im Kalthaus dann ab Anfang März.

Wechselnde Fruchtfolge sorgen für Abwechslung

Wie auch im Freiland sollten sowohl Kultur- als auch Fruchtfolge ebenfalls berücksichtigt werden. Die unterschiedlichen Pflanzenfamilien belasten den Gewächshausboden nicht unnötig und schützen die Gemüsepflanzen vor Schädlingsinvasionen und Krankheiten. Sollen die Hauptkulturen nicht jedes Jahr immer an der gleichen Stelle stehen, teilt man das Gewächshaus am besten in verschiedene Parzellen auf, in denen die Gemüsepflanzen dann mit jeder Neuaufzucht wandern. Das gezielte Anlegen von Mischkulturen hat sich ebenfalls bewährt.

Mischkultur von Gemüse im Gewächshaus

Hierunter versteht man die Anpflanzung verschiedener Gemüsesorten auf einem Beet, wahlweise reihen- oder gruppenweise. Mit guten Nachbarn lässt sich der zur Verfügung stehende Platz besser ausnutzen und wer es besonders geschickt anstellt, wird mit passenden Helferpflanzen seine Ernteerträge sogar noch steigern.

Tipps

Vor allem die Besitzer kleinerer Gewächshäuser neigen oft zu einer sehr engen Bepflanzung, um tatsächlich jedes Flecken zu nutzen. Verständlich, allerdings muss bedacht werden, dass Gemüse im Gewächshaus isoliert steht, in kurzen Zeitabständen relativ schnell wächst und die Luftzirkulation, wie sie in der Natur stattfindet, fehlt. Daher lieber etwas größere Pflanzabstände zulassen, um schädlichen Hitzestaus im Sommer entgegenzusteuern.

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