Frühe Ernte durch Anzucht im Gewächshaus

Die Bedingungen im Anzucht Gewächshaus entscheiden wesentlich darüber, ob die sich entwickelnden Jungpflanzen zur Erntezeit gute Erträge liefern. Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen, die eigene Aufzucht macht Spaß und im Vergleich zu gekauften Pflanzen sparen Sie damit sogar eine Menge Geld.

Gewächshaus selber ziehen
Bereits ab Januar können Pflänzchen im Gewächshaus gezogen werden

Gärtnern ist ein sehr naturnahes Hobby, das zusätzlich dabei hilft, sich fast über das gesamte Jahr hinweg mit naturgesundem Obst und Gemüse selbst zu versorgen. Ein Anzuchtgewächshaus ist dafür fast unentbehrlich, besonders, wenn aus Samen eigene Jungpflanzen gezogen werden sollen. Damit sich der Hausgarten pünktlich mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen in eine blühende Landschaft verwandelt, beginnt die Gartensaison mit der Anzucht im Gewächshaus bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres.

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Vom Kunststoffkörbchen mit Deckel für Fensterbänke bis hin zu fahrbaren Regalen mit Glasbedachung für draußen reicht die Palette an Fertighäusern, die der Gartenfachhandel für Züchter von Jungpflanzen anbietet. Besonders kreative Hobbygärtner nutzen für die Aufzucht auch ausrangierte Glasschränke ihrer alten Küchenmöbel oder zimmern sich mit wenigen Materialresten selbst ein Treibhaus zusammen. Die Größe richtet sich allein nach dem Bedarf an frischem Obst und Gemüse, alles andere braucht einfach nur zweckmäßig zu sein.

Grundausstattung: Anzuchterde, Häuschen und Samen

Leere Quarkbecher oder halbierte Milchkartons genügen im Prinzip bereits, um mit den ersten Gehversuchen als Jungpflanzenzüchter zu starten. Wer noch über wenig Gartenerfahrung verfügt, kann sich Anzuchterde aus dem Gartenfachhandel besorgen, ansonsten ist ein Gemisch aus Kompost, Muttererde und ein wenig Sand der optimal Nährboden für die Aufzucht eigener Jungpflanzen aus selbst gewonnenen oder gekauften Samen.

Was sollte zuerst ins Anzucht Gewächshaus?

Kohlrabi, Gurken und Tomaten wie auch Rettich, Paprika und Salat können schon Ende Januar ausgesät werden. Wenn nicht alles zur gleichen Zeit erntereif sein soll, empfiehlt sich die Aussaat in mehreren kleinen Mengen mit Pausen von ein bis zwei Wochen. Die meisten Misserfolge bei selbst gezogenen Pflanzen stellen sich ein, wenn die nach einigen Tagen aufgehende Saat zu reichlich gewässert wird. Je nach Standort reicht es völlig, die Pflänzchen und den Erdboden mithilfe einer ausgedienten Sprühflasche maßvoll einzunebeln, ohne dass sich im Erdreich Pfützen bilden. Als kleine Orientierungshilfe für die optimalen Aussaatzeiten eine kurze Zusammenfassung:

Anzucht im Gewächshaus von der Saat bis zur Ernte

Beachten Sie bitte, dass unsere Tabelle lediglich praxiserprobte Richtwerte einiger Kulturen darstellt. Im Zweifelsfall sollten Sie sich an der Anleitung (Aufdruck auf der Samenpackung) orientieren.

Samen vonAussaat JanuarAussaat FebruarTage KeimzeitTage bis Ernte
Römersalat X1290
SteckrübenXX10100
SpinatXX1035
GartenkresseXX312
SommerlauchX 20170
SaatzwiebelnXX15220
Blumenkohl X15175
Brokkoli X8100
RotkohlX 15160
Rosenkohl X15250
Knoblauch X18150

Damit die Anzucht im Gewächshaus optimal läuft

  • Die Anzuchterde soll bei der Aussaat gut durchfeuchtet aber niemals völlig durchnässt sein, da die Sämlinge recht schnell an den Wurzeln faulen.
  • Bei 18 bis 24°C wachsen die Keimlinge am besten. Den Saunagang während der prallen Mittagssonne mögen sie überhaupt nicht.
  • Bis die ersten Blättchen sichtbar werden, soll das Anzucht Gewächshaus keiner übermäßigen Lichtintensität ausgesetzt werden, da sie ansonsten zu schnell wachsen, ohne dass sich ein stabiler Stängel ausbilden kann.

Tipps

Sicher ist sicher, gilt bei der Anzucht von Jungpflanzen aus Samen nicht. Das heißt, wenn ein Samenkorn pro Pflanze vorgesehen ist, müssen es keine Drei sein. Andernfalls sollte spätestens nach ein oder zwei Wochen pikiert werden, um die überzähligen Keimlinge zu entfernen.

Text: Fred Lübke

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