Treibhaus Fensterbank
Gemüse lässt sich auf der Fensterbank im Mini-Gewächshaus vorziehen

Beliebter Standort für’s Gewächshaus: die Fensterbank

Der Minigarten als Gewächshaus auf der Fensterbank bringt den Frühling eher ins Haus. Dekorativ sieht es ebenfalls aus, wenn die Fenster von Tag zu Tag ein wenig grüner werden. Anpflanzen lassen sich alle Gemüsepflanzen und selbst der noch so kleine Kräuteranbau bereichert die kulinarische Vielfalt.

Besonders die Einsteiger unter den Kleingärtnern beginnen ihre Pflanzenaufzucht gerne etwas kleiner und sammeln ihre ersten Erfahrungen mit einem Gewächshaus auf der Fensterbank. Obwohl bei dem begrenzten Platzangebot nur ein bescheidener Beitrag zur Selbstversorgung mit erntefrischem Obst und Gemüse möglich sein wird, kann selbst die kleinste Mini-Kräuterei schon zu einer willkommenen Bereicherung für die gesunde Familienküche werden.

Fensterbank Gewächshaus und Lüftung

Abhängig von der Wohnlage, lässt sich die Anbaufläche noch einmal vergrößern, indem vor das helle Südfenster zusätzlich ein Regal platziert wird, auf das ein oder mehrere Fensterbank-Treibhäuser, gestellt werden. Der Gartenfachhandel bietet diese praktischen Behälter mit transparenten Abdeckungen in mehreren Größen und Qualitäten an. Wenn es besonders chic sein soll, haben sind diese Aufzuchtgefäße allerdings auch leicht selbst gebaut. In jedem Fall muss neben der Wohlfühltemperatur von Pflanzen (zwischen 16 und 20 °C) eine ordentliche Lüftung gewährleistet sein. In den Pflanzbehältern sind dafür die erforderlichen Lüftungsschlitze eingearbeitet und das ausgewählte Fenster für Ihr Gewächshaus sollte sich darüber hinaus für einen Luftaustausch möglichst kippen lassen.

Was wächst denn so im Fensterbank Gewächshaus?

Sehr gute Ernteergebnisse erreicht man bei der Aufzucht von Küchenkräutern oder wenn aus Samen Jungpflanzen für die Freilandbepflanzung im Garten herangezogen werden. Bedacht werden muss dabei, dass es durchaus nicht nur sonnenhungrige Pflanzen gibt, sondern auch solche, die sich in dunklen Ecken besonders wohlfühlen. Bezüglich des guten Gedeihens gibt es bei Küchenkräutern allerdings auch Unterschiede, was den späteren Geschmack anbelangt. Petersilie und Schnittlauch entwickeln im Beet ein intensiveres Aroma, schmecken aber auf der Fensterbank durchaus besser, als die Bündelware im Supermarkt. Für Kresse, Kerbel, Basilikum, Oregano und Koriander dagegen ist das Fenstertreibhaus optimal.

Kleine Gemüsearten mit beachtlichen Früchtchen

Die Aufzucht auf der Fensterbank gelingt insbesondere bei niedrig wachsenden Arten mit Erfolg, wenn man ein glückliches Händchen für die passenden Temperaturen, aber auch für das richtige Gießen hat. Zu den beliebtesten Arten zählen:

  • Chilistauden
  • Minigurken
  • Cocktailtomaten

Alle drei Sorten pflanzt man später als Jungpflanzen einfach in Töpfe, in denen die Pflanzen besser mit den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden und gleichzeitig eine größere Anzahl von Früchten bilden.

Welche Erde passt zum Gewächshaus auf der Fensterbank?

Krümeliger Gartenboden mit ein wenig Sand und einem pH-Wert zwischen 6 und 7 ist besonders für die Jungpflanzenaufzucht am Fenster ideal. Wer nicht zu viel, aber regelmäßig und nicht direkt auf die Pflänzchen und Keimlinge gießt, macht nichts falsch. Von Zeit zu Zeit kann ein wenig Topfpflanzendünger, der mit ins Gießwasser gemischt wird, den Nährstoffgehalt des Bodens aufbessern. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt, wenn sichtbar wird, dass die Pflanzen im Festerbank Gewächshaus überdurchschnittlich in die Höhe schießen oder vom Blattwuchs hellgrün oder gelblich wirken.

Tipps

Besonders praktisch, wenn die auf der Fensterbank gezüchteten Pflanzen ins Freiland ziehen sollen, sind Pflanzgefäße aus verrottungsfähigem Material, wie Kokos, Torf oder Pappe. Sie können später gleich in den Anzuchttöpfen ausgesetzt werden, sodass ihre empfindlichen Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Text: Fred Lübke

Beiträge aus dem Forum

  1. tade
    Zitronenbaum
    tade
    Tropische Pflanzen
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