Erdbeeren pikieren

Erdbeeren pikieren – so machen Sie fachgerecht

Längst nicht alle Hobbygärtner favorisieren die Vermehrung von Erdbeeren durch Ableger. Die Aussaat hat ebenso gute Aussichten auf Erfolg. Im Fokus steht hier das gekonnte Pikieren. Wie Sie die sensible Prozedur perfekt meistern, erfahren Sie hier.

Mustergültige Aussaat schafft vitale Keimlinge

Damit Sie es beim Pikieren von Erdbeeren mit dem besten Ausgangsmaterial zu tun haben, spielt der qualifizierte Ablauf der Aussaat eine zentrale Rolle. Berücksichtigen Sie die folgenden Aspekte, verwandeln sich die winzigen Samen in kraftstrotzende Keimlinge.

  • in der ersten Märzhälfte eine Saatschale mit nährstoffarmem Substrat füllen
  • die Samen einweichen, mit Vogelsand mischen und säen
  • dünn mit Substrat oder Vermiculite übersieben, andrücken und besprühen
  • Saatgefäß mit Klarsichtfolie überziehen oder in Zimmergewächshaus stellen
  • die ideale Keimtemperatur pendelt um 18 Grad Celsius am halbschattigen Platz

Die Zeitspanne bis zur Keimung hängt ab von der gewählten Erdbeersorte. Erfahrungsgemäß regt sich innerhalb von 2-6 Wochen Leben in den zarten Samen. Bis dahin halten Sie Saatgut und Erde leicht feucht und lüften die Abdeckung täglich.

Erdbeeren vereinzeln mit ruhiger Hand

Im Anschluss an die Keimung herrscht im Saatgefäß innerhalb kurzer Zeit drangvolle Enge. Spätestens wenn Ihre Zöglinge 4-5 Blätter präsentieren, steht das Pikieren auf dem Plan. So gehen Sie dabei vor:

  • kleine Töpfchen zur Hälfte füllen mit handelsüblicher Pikiererde oder einer Mischung aus Torf mit 25 Prozent Humus
  • mit einem Pikierholz eine kleine Mulde in die Erde drücken
  • um den Erdbeer-Keimling herum das Substrat auflockern, um ihn ohne Zug herauszuheben
  • für größere Keimlinge genügt ein Teelöffel, für extra zarte Pflänzchen der Pikierstab oder eine Pinzette
  • einpflanzen in den Topf, mit Erde auffüllen und angießen

Erfahrene Hobbygärtner nehmen dem Vorgang die Brisanz, indem sie die Samen nicht in einer Saatschale aussäen. Stattdessen kommen bereits in dieser ersten Phase kleine Töpfchen zum Einsatz. Das hat den Vorteil, dass später einzig die schwächsten Exemplare aussortiert werden.

Tipps & Tricks

Clevere Hobbygärtner schaffen den Erdbeer-Keimlingen einen Anreiz, noch emsiger zu verwurzeln. Am Boden des Anzuchtgefäßes breiten sie unter dem mageren Substrat eine dünne Schicht reifen Kompost aus. Um an diesen gedeckten Tisch zu gelangen, geben sich die kleinen Pflänzchen noch mehr Mühe. Das Ergebnis ist ein besonders kräftiges Wurzelsystem.

Text: Paula Jansen

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