Ist Blumenerde für Erdbeeren geeignet?

Beinahe jeder freut sich auf die ersten Erdbeeren im Frühjahr. Viele stellen sich die Frage, ob man Erdbeeren nicht auch im Blumentopf in normaler Blumenerde auf der Fensterbank ziehen kann. Dazu sollte bekannt sein, welche speziellen Nährstoffe die Erdbeeren benötigen, damit sie besonders lecker werden.

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Jungpflanzen oder Samen brauchen nährstoffarme Erde

Die richtige Erde für Erdbeeren

Erdbeeren mögen normale Gartenerde mit Humus und Sand. Sie sollte durchlässig und locker sein. Nährstoffe bringt abgelagerter Kompost, Sand, Ton, feiner Kies oder Rindenhumus sorgen für die Lockerung des Bodens. Hornspäne (26,00€ bei Amazon*) oder Urgesteinsmehl bringen die nötigen Spurenelemente.
All diese Zutaten können auch selber gemischt werden, denn der Handel bietet oft teure Spezialprodukte an, die das Wachstum von Erdbeeren nicht wirklich unterstützen.

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Man sollte außerdem berücksichtigen, dass Erdbeerpflanzen keine frisch bearbeitete Erde mögen. Plant man die Pflanzung von Erdbeeren, sollte der Boden bereits einige Wochen vor dem Pflanztermin vorbereitet sein. Die Erdbeeren werden gut gedeihen, wenn das Beet folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • die Erde ist voller Nährstoffe, tiefgründig und humos ( Humusgehalt zwischen 10 und 30 % )
  • die Erde enthält bis zu 30 % Grünkompost
  • die Erde ist feucht, es besteht aber keine Gefahr von Staunässe
  • der ph-Wert liegt zwischen 6 und 7
  • etwas Tonmehl ist eingearbeitet, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit

Entspricht die Erde nicht dem Idealzustand,

  • kann Sand zur Auflockerung eingearbeitet werden
  • bringen Hornspäne eine zusätzliche Portion Stickstoff
  • versorgt Urgesteinsmehl die Pflanzen mit Spurenelementen
  • wird Silizium bei kalkreicher Erde zugefügt
  • wird Kalk bei saurer Erde zugefügt

Die Bestandteile der Blumenerde

Diese Erde ist speziell für Zimmer-, Topf-, Balkon- und Terrassenpflanzen zusammen gestellt, da Pflanzen in engen Töpfen andere Ansprüche an ihre Erde stellen.
Blumenerde enthält mehr Stickstoff, mehr Phosphate, weniger Kalium, dafür aber mehr Schwefel als die normale Gartenerde.
Ein wichtiger Bestandteil ist Torf oder Humus, daneben Faserstoffe und Tongranulat für die Wasserspeicherung. Die stabile Struktur der Blumenerde ermöglicht den Topfpflanzen ein gutes Anwachsen.

Erdbeeren werden sicherlich auch in der Blumenerde wachsen, da hier meist auch ein Langzeitdünger vorhanden ist. Ob die Beeren allerdings auch schmecken, kommt auf einen Versuch an.
Wer jedoch die Möglichkeit besitzt, Erdbeeren im Gartenbeet oder im Balkonkasten mit selbst gemischter „Erdbeererde“ anzupflanzen, sollte diese nutzen, um eine leckere Ernte zu bekommen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Nikolaeva Galina/Shutterstock

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