Erdbeeren Herkunft

Die Herkunft der Erdbeeren – ein überraschender Werdegang

Nein, sie ist keine Zuchtform der heimischen Walderdbeere. Die beliebte Gartenerdbeere blickt vielmehr auf eine recht bewegte Herkunft zurück. Wie die paradiesische Frucht den Weg zu uns fand und weitere Fakten gibt es hier zu entdecken.

Elternarten stammen aus Amerika

Als im 18. Jahrhundert französische Siedler an den Ufern des Sankt-Lorenz-Stroms die Scharlach-Erdbeere mit den riesigen Früchten entdeckten, war die heimische Walderdbeere unseren Vorfahren bereits seit Jahrtausenden bekannt. Den Status ‚Königin der Beeren‘ erlangte unsere heutige Kulturerdbeere jedoch erst, nachdem einem findigen holländischen Züchter in 1750 eine einzigartige Kreuzung der Scharlach-Erdbeere mit der Chile-Erdbeere gelang. Das Ergebnis taufte er treffend ‚Ananas-Erdbeere‘.

Alle modernen Erdbeeren, die heute mit Begeisterung im Garten und auf dem Balkon gepflanzt werden, kamen somit aus Übersee zu uns. Mittlerweile sind den Züchtern mehr als 1.000 Erdbeersorten gelungen, von denen freilich nur ein kleiner Teil in den Regalen des Supermarktes angeboten wird. Somit erstaunt es wenig, dass sich ambitionierte Hobbygärtner dem Anbau alter Sorten und anderen faszinierenden Experimenten widmen.

Heimische Walderdbeere begründet Monatserdbeere

Trotz ihrer winzigen Früchte, fand die Walderdbeere dennoch den Weg in die Hobbygärten. Die aus ihr hervorgegangenen Monatserdbeeren punkten mit einer Vielzahl interessanter Attribute, wie dem Wachstum in halbschattigen Lagen oder einer unermüdlichen Blüten- und Fruchtentfaltung. Aufgrund ihrer einheimischen Herkunft, sind Monatserdbeeren deutlich robuster beschaffen und gedeihen mitunter über mehrere Jahre hinweg. Sie bestechen mit einer facettenreichen Sortenvielfalt, die Kulturerdbeeren in nichts nachsteht:

  • ‚Golden Alexandria‘ mit goldenem Laub
  • ‚Weiße Solemacher‘, die Sorte mit den weißen Früchten
  • ‚Multiplex‘, eine ornamentale Monatserdbeere mit gefüllten Blüten
  • ‚Monophylla‘ präsentiert ein einziges, großes Laubblatt, statt des typischen dreigeteilten Blattes

Tipps & Tricks

Da die Monatserdbeere in der Regel keine Ausläufer entwickelt, eignet sie sich ausgezeichnet zur Randbepflanzung von Beeten und Wegen. Hier wirft sie ihre facettenreichen Attribute gleich zweifach in die Waagschale. Für die Dekoration sorgt die ununterbrochene Blüte während des Sommers. Zugleich liefert der konstante Fruchtbehang erfrischende Vitamine zum Naschen für müde Hobbygärtner.

Text: Paula Jansen

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