barbarazweige
Mit Barbarazweigen holen Sie sich den Frühling vorzeitig ins Haus

Barbarazweige – da blüht uns was zu Weihnachten!

Das Schneiden der Barbarazweige Anfang Dezember hat seine ursprünglichen Wurzeln im christlichen Brauchtum. Die heilige Barbara von Nikomedien, bekannt als Schutzpatronin der Bergleute, wurde der Sage nach aufgrund ihres Übertritts zum Christentum angeklagt und nahm auf dem Weg in den Kerker einen kleinen Kirschzweig mit. Genau am Tag ihrer Hinrichtung stand er in voller Blüte und man hat daraufhin ihren Geburtstag am 4. Dezember zum Barbaratag erklärt.

Besonders im ländlichen Brauchtum hat sich die Tradition bis in die Gegenwart gehalten. In den ersten Tagen des letzten Monats im Jahr werden die Barbarazweige geschnitten, die im warmen Zimmer aufgestellt, zu Weihnachten eine bunte Mixtur von Blüten im Kerzenlicht erzeugen sollen.

Das Frühlingsfeeling im tiefsten Winter, wenn die Tage am Kürzesten sind, kommt am Besten aus dem eigenen Garten oder von der Obstwiese, hat aber einen kleinen Haken, der biologisch bedingt ist: Wenn es mit dem Knospenknall unterm Tannenbaum klappen soll, benötigen die Zweige vorher einen natürlichen Kältereiz, also Frost. Dadurch baut sich ein pflanzeneigenes und von der Natur programmiertes Hormon ab, dass ein Öffnen der Knospen ansonsten erst einleiten würde, wenn sich der Frühling anbahnt.

Dieser ziemlich schlaue Schutzmechanismus lässt sich für den Fall eines bisher frostfreien Winters allerdings überlisten, indem die geschnittenen Zweige einfach eine Nacht lang in der Gefriertruhe deponiert werden. Anschließend werden sie in lauwarmes Wasser gestellt, das spätestens all drei bis vier Tage gewechselt wird.

Welche Zweige eignen sich als Frühblüher?

Rechtzeitig geschnitten sollte der Frühlingstraum zum Heiligen Abend eigentlich mit allen Obstbaumzweigen und Ziersträuchern funktionieren. Besonders beliebt sind Barbarazweige von:

Bei Sträuchern, die im Frühjahr besonders zeitig zur Blüte neigen, kann es allerdings leicht passieren, dass die Knospen zu schnell öffnen und sich die Farbenpracht bereits eine Woche zuvor einstellt. Daher sollte die Vase mit den Zweigen nicht unmittelbar in der Nähe von Heizkörpern abgestellt werden. Optimal wäre ein kühler aber heller Raum mit Temperaturen um die 15 °C, damit die Blütenansätze nicht zu schnell vertrocknen.

Zweijährige Triebe blühen am Besten

Sie liefern die schönsten und kräftigsten Blüten, da sich an dem älteren Holz von Äpfeln, Birnen und Süßkirschen bereits Seitenverzweigungen gebildet haben. Der Schnitt sollte mit einem scharfen Messer und so schräg wie möglich erfolgen. Mit einer größeren Schnittfläche wird den Zweigen eine höhere Wasseraufnahme ermöglicht und gleichzeitig einer Fäulnisbildung an den Schnittkanten entgegengewirkt. Wenn alles klappt, sollten Ihre am 4. Dezember geschnittenen Barbarazweige pünktlich zur Bescherung Frühlingsstimmung ins Haus zaubern. Wir freuen uns schon sehr auf Ihre Beweisfotos im Forum des Gartenjournals. Apropos Schnittkanten: Hatten Sie schon Zeit, Ihre Gartengeräte in den Winterschlaf zu schicken?

Beiträge aus dem Forum

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  6. Tomaten mit Brenesseljauche düngen

    Hi, seit einigen Jahren dünge ich meine Tomaten mit Brennesseljauche auf folgende Art und Weise: -Ich fülle im Frühjahr einen 20 Litereimer mit Brenesseln,fülle den Eimer mit Wasser ,lasse die Jauche ca. 2-3 Wochen ziehen und fange dann mit Düngen an,etwa 1 Mal die Woche. Den Eimer fülle ich immer wieder mit Waser auf, so das mir ein Eimer ca. bis in den Herbst hinein reicht. -Jetzt aber will mich jemand eines besseren belehren: --Meine Verfahrensweise sei grottenfalsch. -Brenesseljauche sei grundsätzlich nur 1 Mal nach 2-3 Tagen frisch verwendbar,danach tauge sie nicht mehr für das Tomatendüngen. -Ich bin jetzt regelrecht []