Weihnachtskaktus

Weihnachtskaktus schneiden: Wann und wie es richtig ist

Artikel zitieren

Der Weihnachtskaktus benötigt keinen regelmäßigen Rückschnitt, kann aber von gezielten Eingriffen profitieren. Dieser Artikel beleuchtet die Gründe und den optimalen Zeitpunkt für einen Rückschnitt, die Vorgehensweise sowie die Möglichkeit der Vermehrung.

Schlumbergera schneiden
Im Frühjahr können Stecklinge geschnitten werden

Ist ein Schnitt beim Weihnachtskaktus wirklich notwendig?

Ein Rückschnitt ist beim Weihnachtskaktus nicht grundsätzlich erforderlich, da die Pflanze selbst bei ausreichendem Licht eine attraktive Verzweigung entwickelt. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Rückschnitt sinnvoll sein kann. Wird Ihr Weihnachtskaktus zu groß oder nimmt er eine unerwünschte Wuchsform an, kann ein gezielter Schnitt helfen, die Pflanze in Form zu bringen.

Lesen Sie auch

Auch das Entfernen beschädigter oder krankheitsanfälliger Triebe ist wichtig, um die Gesundheit der Pflanze zu unterstützen. Zu lange Triebe, die verholzen oder überhängen, können ebenfalls entfernt werden, ohne der Pflanze zu schaden.

Gründe für einen Rückschnitt

Ein Rückschnitt des Weihnachtskaktus kann aus verschiedenen Gründen vorteilhaft sein:

Förderung der Verzweigung: Durch das Kürzen der Triebe wird das Wachstum neuer Triebe angeregt, was zu einer dichteren und kompakteren Pflanzenform führt.

Kompakte Form: Ein Rückschnitt hilft dabei, die Pflanze in Form zu bringen und Platz einzusparen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Kaktus unkontrolliert wächst.

Steigerung der Blütenbildung: Durch das Entfernen älterer Triebe wird die Bildung neuerer Triebe gefördert, an denen sich in der nächsten Saison viele Blüten entwickeln können.

Gesundheitsförderung: Beschädigte, kranke oder verholzte Triebe sollten entfernt werden, um die Ausbreitung von Krankheiten oder Schädlingen zu verhindern.

Verjüngung: Ein Rückschnitt kann dazu beitragen, ältere Pflanzen zu verjüngen und neues, kräftiges Wachstum zu fördern.

Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden des Weihnachtskaktus

Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist direkt nach der Blütezeit, die üblicherweise zwischen November und Januar liegt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze ihre Energie bereits in die Blütenbildung investiert und beginnt sich auf die Wachstumsphase vorzubereiten. Ein Rückschnitt fördert in dieser Phase die Bildung neuer Triebe und reduziert das Risiko von Infektionen.

Schneiden Sie den Weihnachtskaktus nicht während der Blütezeit oder kurz davor, da dies zu Stress führt und die Pflanze ihre Blüten abwerfen könnte.

Anleitung zum Schneiden des Weihnachtskaktus

Das Schneiden des Weihnachtskaktus erfolgt in wenigen Schritten und hilft, die Pflanze gesund zu halten und ihr Wachstum zu fördern:

1. Vorbereitung des Werkzeugs

Verwenden Sie eine saubere und scharfe Schere oder ein scharfes Messer. Reinigen Sie das Werkzeug gründlich, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

2. Der richtige Schnitt

Brechen Sie die Triebe an der Verbindung zwischen zwei Segmenten ab. Diese Stellen sind markant und machen es leicht, die Triebe abzuknicken, ohne die blattartigen Segmente zu beschädigen.

3. Die Menge des Schnitts festlegen

  • Leichter Rückschnitt: Entfernen Sie ein bis zwei Segmente, wenn die Pflanze nur leicht in Form gebracht werden soll.
  • Starker Rückschnitt: Entfernen Sie mehrere Segmente, um eine stärkere Wuchsregulierung zu erreichen.

4. Entsorgung der Triebe

Entsorgen Sie die abgeschnittenen Triebe ordnungsgemäß im Hausmüll oder auf dem Kompost. Alternativ können Sie die Segmente zur Vermehrung der Pflanze nutzen.

5. Nachpflege

Nach dem Schnitt sollte der Weihnachtskaktus sparsam gegossen und an einen hellen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz gestellt werden. Dies hilft der Pflanze, sich zu erholen.

Kombination von Rückschnitt und Vermehrung

Den Rückschnitt Ihres Weihnachtskaktus können Sie nutzen, um die Pflanze zu vermehren. Entfernte Triebsegmente eignen sich hervorragend als Stecklinge. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Triebsegmente abdrehen: Drehen Sie vorsichtig zwei bis drei Segmente pro Steckling ab, um Infektionsrisiken zu minimieren.
  2. Antrocknen lassen: Lassen Sie die Segmente einige Stunden an einem schattigen, luftigen Ort antrocknen, um Fäulnis vorzubeugen.
  3. Vorbereiten der Erde: Verwenden Sie gut angefeuchtetes, durchlässiges Anzuchtsubstrat, wie eine Mischung aus Blumenerde und Sand oder spezielle Kakteenerde.
  4. Setzen der Stecklinge: Stecken Sie die angetrockneten Segmente so tief in das Substrat, dass sie stabil stehen.
  5. Platzierung und Pflege: Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, jedoch nicht direkt sonnigen Ort. Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.
  6. Wurzeln und Weiterkultivierung: Nach etwa vier Wochen sollten die Stecklinge Wurzeln gebildet haben und können wie erwachsene Pflanzen weitergepflegt werden.

Besondere Hinweise

  1. Schonender Rückschnitt: Drehen Sie die Triebsegmente des Weihnachtskaktus vorsichtig ab, um Infektionen zu minimieren.
  2. Erholungsphase: Nach dem Rückschnitt benötigt Ihr Weihnachtskaktus eine Erholungsphase. Stellen Sie ihn an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und gießen Sie ihn sparsam.
  3. Blütezeit berücksichtigen: Schneiden Sie den Weihnachtskaktus nicht in der Blütezeit, um die Blütenbildung nicht zu beeinträchtigen.
  4. Umtopfen: Umtopfen sollte im Frühjahr nach der Blütezeit erfolgen. Verwenden Sie durchlässiges Substrat, um Staunässe zu vermeiden.
  5. Licht- und Temperaturbedingungen: Der Weihnachtskaktus sollte keine pralle Mittagssonne abbekommen. Ein halbschattiger Platz mit Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad Celsius ist ideal.

Beachteen Sie diese Hinweise, um Ihren Weihnachtskaktus gesund zu halten und sich über viele Jahre hinweg an seiner Blütenpracht erfreuen zu können.

Bilder: This content is subject to copyright. / iStockphoto