Weihnachtskaktus

Weihnachtskaktus umtopfen – Wie oft ist Umtopfen notwendig?

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Der Weihnachtskaktus benötigt gelegentlich einen neuen Topf und frisches Substrat, um optimal zu gedeihen. Dieser Artikel erklärt, warum und wann umgetopft werden sollte und welche Schritte für ein erfolgreiches Umtopfen notwendig sind.

Schlumbergera umtopfen
Der Weihnachtskaktus kann jedes Jahr umgetopft werden

Warum und wann sollte man einen Weihnachtskaktus umtopfen?

Das Umtopfen eines Weihnachtskaktus ist wichtig, um ausreichend Platz für das Wurzelwachstum zu bieten und die Pflanze mit frischem Substrat zu versorgen. Mit der Zeit verbraucht die Pflanze die Nährstoffe im Boden und die Wurzeln füllen den Topf vollständig aus, was zu Wachstumsstörungen und einer verringerten Blütenbildung führen kann.

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Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist nach der Blütezeit, die normalerweise von November bis Januar dauert. Im Februar oder März befindet sich der Weihnachtskaktus in einer Ruhephase, in der er weniger anfällig für Stress durch das Umtopfen ist. Dies bietet den optimalen Start für das neue Wachstum in frischem Substrat. Je nach Wachstum der Pflanze sollte alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden.

Welches Substrat eignet sich für den Weihnachtskaktus?

Ein durchlässiges und lockeres Substrat ist ideal für den Weihnachtskaktus, um Staunässe zu vermeiden. Handelsübliche Blumenerde kann durch die Zugabe von Sand, Perlite oder Tongranulat verbessert werden. Alternativ kann auch spezielle Kakteenerde verwendet werden.

Eine Drainageschicht am Topfboden, z. B. aus Kies oder Blähton, hilft ebenfalls, Staunässe zu verhindern. Ein lockeres Substrat mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0 ist optimal.

Die richtige Topfgröße wählen

Der neue Topf sollte nur geringfügig größer sein als der alte, um das Wurzelwachstum nicht zu stark zu fördern, was auf Kosten der Blütenbildung gehen kann. Ein Durchmesser von etwa 2 bis 3 cm mehr ist meist ausreichend. Wichtig ist, dass der Topf über Abzugslöcher verfügt, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und Staunässe vermieden wird.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen

  1. Vorbereitung: Legen Sie alle notwendigen Materialien bereit: neuen Topf, frisches, durchlässiges Substrat, Drainagematerial, Schaufel und Handschuhe.
  2. Entfernen der Pflanze: Klopfen Sie den alten Topf vorsichtig, um die Pflanze zu lösen. Fassen Sie die Pflanze am unteren Teil und ziehen Sie sie behutsam heraus.
  3. Wurzelballen prüfen: Untersuchen Sie den Wurzelballen auf verfaulte oder beschädigte Wurzeln und entfernen Sie diese mit einer scharfen Schere.
  4. Drainageschicht einfüllen: Füllen Sie eine Schicht Blähton oder Kies in den neuen Topf, um eine gute Drainage sicherzustellen.
  5. Substrat einfüllen: Geben Sie eine Schicht frisches Substrat in den neuen Topf und setzen Sie die Pflanze darauf. Achten Sie darauf, dass sie in der gleichen Höhe sitzt wie vorher.
  6. Substrat auffüllen: Füllen Sie den Topf mit Substrat auf und drücken Sie es leicht an, sodass ein Rand von etwa 1-2 cm frei bleibt.
  7. Angießen: Gießen Sie die Pflanze gründlich, bis das Wasser aus den Abzugslöchern austritt. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen.

Pflege nach dem Umtopfen

Nach dem Umtopfen sollte der Weihnachtskaktus an einen hellen, aber nicht vollsonnigen Ort gestellt werden. Vermeiden Sie Zugluft und gießen Sie ihn in den ersten Tagen nach dem Umtopfen einmal gründlich. Überschüssiges Wasser abfließen lassen. In den folgenden Wochen gleichmäßig feucht halten, jedoch Staunässe vermeiden. Düngen Sie frühestens nach einigen Wochen und erst, wenn neue Triebe sichtbar sind.

Häufige Fehler beim Umtopfen vermeiden

  • Falscher Zeitpunkt: Umtopfen während der Blütezeit kann zum Abwerfen von Knospen führen.
  • Ungeeignetes Substrat: Undurchlässige Erde kann zu Staunässe und Wurzelfäule führen.
  • Zu großer Topf: Ein zu großer Topf fördert vermehrtes Wurzelwachstum statt Blütenbildung.
  • Zu tiefes Einpflanzen: Setzen Sie die Pflanze auf der gleichen Höhe wie im alten Topf.
  • Übermäßiges Gießen: Nach dem Umtopfen sparsam gießen, um Staunässe zu vermeiden.
Bilder: BambiG / iStockphoto