Der Goldregen will nicht blühen – was tun?

Die Blüte ist ohne Frage das Highlight der Goldregen-Kultur. Sie erfreut nicht nur mit ihrer leuchtend gelben Farbe und ihren üppigen Traubenblütenständen, sondern auch mit betörendem Duft. Was tun aber, wenn sich die Blüte nicht einstellen will?

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An einem sehr dunklen Standort blüht der Goldregen kaum

Was man über die Goldregenblüte wissen sollte

Eigentlich ist der Goldregen ein insgesamt sehr dankbares Gartengewächs. Für seine licht beschattende Baumkrone, die sich herrlich als Laubendach eignet, und den dekorativen Blütenvorhang fordert er kaum besondere Ansprüche. Sowohl in Bezug auf den Boden, als auch auf das Sonnenlicht und die Wassergabe ist er ausgesprochen genügsam – und blüht vor allem auch unter unterschiedlichen Bedingungen in aller Regel gut bis reichlich.

Dennoch hat er auch in Sachen Standort auch ein paar Vorlieben:

  • Boden: Eher lehmig, aber auch sandig, lieber basisch als sauer
  • Licht: Möglichst sonnig bis halbschattig

Besonders durstanfällig ist der Laburnum auch nicht. Er kommt normalerweise bestens mit längeren Trocken- und Hitzephasen zurecht.

Trotz dieser geringen bzw. wenig definierten Ansprüche kostet das Hervorbringen der traubenartig hängenden, üppigen und stark duftenden Schmetterlingsblüten ein Kraftakt für den Goldregen. Weil er sich aber weniger als auf den Höhenwuchs stark darauf konzentriert, quasi spezialisiert auf die Blütenbildung ist, ist eine ausbleibende Blüte eher ungewöhlich.

Mögliche Gründe für ausbleibende Blüte

Wenn ein Goldregen nicht blüht, gibt es angesichts seiner eigentlich so hohen Blühwilligkeit nur eine Handvoll Gründe:

Denkbar ungünstiger Standort

Wenn der Standort für das Ausbleiben der Blüte verantwortlich ist, muss er schon wirklich miserabel sein. Das heißt: Der Boden könnte extrem sauer und undurchlässig sein und der Strauch in völligem Schatten stehen.

Das Alter

Wahrscheinlicher ist, dass sich beim Goldregen einfach das Alter bemerkbar macht. Grundsätzlich wird der Laburnum nicht besonders alt. Und in seiner vitalen Phase wendet er enorme Kräfte für die alljährliche Blüte auf. Spätestens ab einem Alter von etwa 15 Jahren müssen Sie ihm also eine Rente zugestehen.

Beschädigter Wurzelballen

Der Wurzelballen des Goldregens ist aufgrund seiner flachen Ausbreitung und der fleischigen Beschaffenheit relativ empfindlich. Eine massive Beschädigung könnte tatsächlich auch zum Ausbleiben der Blüte führen. Vermeiden Sie in jedem Fall grobe Bodenarbeiten unter ihm. Schuld an Wurzelbeschädigungen können auch Wühlmäuse sein. Machen Sie den Wackeltest am Stamm. Im schlimmsten Fall ist der Strauch nicht mehr zu retten.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: kristof lauwers/Shutterstock

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