Goldregen umpflanzen – ist das möglich?

Wer einen Goldregen im Garten kultiviert, hat sicherlich eine gute Wahl getroffen. Die goldgelbe Blütenschönheit ist ein Blickfang und eine duftende Bienenweide noch dazu. Doch kann man ihn bei Bedarf umpflanzen? Dafür müssen die Umstände stimmen.

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Je größer der Goldregen desto unwahrscheinlicher ist es, dass er unbeschadet umgepflanzt werden kann

Die umpflanzrelevanten Eigenschaften des Goldregens

Der Edel-Goldregen, Laburnum watereri, die Hybrid-Sorte, die in Gärten und Parks am häufigsten kultiviert wird, ist ein nicht allzu alt werdender Zierstrauch, der sich während seines Lebens möglichst frei entfalten möchte. So ist er sowohl an der Baumkrone, als auch am flachen, fleischigen Wurzelwerk relativ empfindlich auf Beschädigungen. Geschnitten werden und im Wurzelboden durch Graben gestört werden mag er überhaupt nicht. Wenn überhaupt, sollte er nur minimal zurückgeschnitten werden, denn Schnittverletzungen verwindet er nur mühsam.

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Abgesehen davon, dass ihm ungern ins Wachstum gepfuscht wird, ist der Goldregen sehr genügsam und pflegeleicht. Ein Umsetzen aufgrund schlechter Entwicklung ist daher kaum sinnvoll. Er gedeiht quasi in allen Böden, solange sie nicht zu sauer sind und blüht, obwohl er lieber sonnig steht, auch im Schatten recht gut.

All diese Eigenschaften:

  • nicht allzu lange Lebenserwartung
  • schnittempfindliche Krone
  • empfindlicher Wurzelballen
  • allgemein sehr genügsam

sprechen grundsätzlich gegen ein Umpflanzen.

Standort von Anfang an bedacht wählen

Wenn Sie einen Goldregen in Ihren Garten pflanzen, sollten Sie sich den Standort also gut überlegen, denn er sollte möglichst der endgültige sein. Da er einen relativ kompakten Wuchs hat, nimmt er auch nicht übermäßig viel Platz in Anspruch. Auch wird er durch seine lichte Krone kaum zu viel Schatten werfen.

Umpflanzen höchstens in jungen Jahren

Sollten Sie den Goldregen aber partout umsetzen wollen, etwa weil Ihnen der Pflanzort durch den Vormieter nicht passt, ist das allenfalls bei einem noch jungen Exemplar sinnvoll. Schon wenn er ein paar Jahre alt ist, sollte ihm keine Umpflanzung mehr zugemutet werden – die unvermeidliche Wurzel- und Kronenstrapazierung lohnt sich auch wegen der kurzen Lebensdauer kaum.

Bei der Umsetzung einer noch jungen Pflanze sollten Sie vor allem darauf achten, dass Sie den Wurzelballen möglichst großzügig ausheben und am neuen Standort ein entsprechend großes neues Pflanzloch vorbereiten. Verzichten Sie außerdem möglichst auf den sonst mit Umpflanzungen üblicherweise verbundenen Rückschnitt. Kürzen Sie allenfalls ein paar dünne Triebe ein, die nicht stärker als 2 cm sind.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Artesia Wells/Shutterstock
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