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Ahorn wird am besten im Herbst gepflanzt

Ahorn richtig pflanzen – eine Anleitung für Gartenneulinge

Ein Ahorn steht ganz oben auf der Wunschliste als Hausbaum. Unter den nahezu 200 Arten und unzähligen Sorten den idealen Kandidaten zu wählen, ist eine größere Herausforderung, als den favorisierten Ahorn zu pflanzen. Diese Anleitung beantwortet alle wichtigen Fragen rund um die gekonnte Pflanzung praxisnah und nachvollziehbar.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Ahornbäume?

Setzen Sie einen Ahorn im Herbst in die Erde, verwurzelt der junge Baum rechtzeitig vor dem Winter. Diese Terminwahl verschafft dem Laubbaum einen vitalen Wachstumsvorsprung im Frühjahr und reduziert den Gießbedarf im ersten Standjahr. Eine Ausnahme gilt für japanischen Schlitzahorn (Acer palmatum) und seine Sorten. Aufgrund der Frostempfindlichkeit dieser Gehölze empfehlen wir die Pflanzung im Frühjahr.

Welcher Standort ist perfekt?

Die idealen Rahmenbedingungen für ein langes Baumleben bieten Sie einem Ahorn an diesem Standort:

  • Sonnig bis halbschattig ohne pralle Mittagssonne
  • Warm und windgeschützt
  • Nährstoffreiche, locker-humose Erde

Als Standort ungeeignet sind lichtarme, windexponierte Lagen mit nasser, saurer Moorbeeterde. Der optimale pH-Wert für heimische Ahornarten bewegt sich zwischen 6,0 und 8,0. Asiatische Arten und Sorten gedeihen ausgezeichnet bei einem pH-Wert zwischen 5,0 und 6,5.

Wie gehe ich bei der Pflanzung Schritt für Schritt richtig vor?

Um einen jungen Ahorn mit einer Höhe zwischen 120 und 160 cm sachverständig zu pflanzen, benötigen Sie folgendes Arbeitsmaterial: Spaten, 3 angespitzte, imprägnierte, 250 cm lange Holzpfähle, Kompost, Kokosseil, Vorschlaghammer, Leiter und Handschuhe. So pflanzen Sie einen Ahornbaum richtig:

  • Pflanzloch ausheben mit der doppelten Breite und Tiefe des Wurzelballens
  • Den Aushub neben der Grube anhäufeln und zu einem Drittel mit Kompost anreichern
  • Containertopf vom Wurzelballen abziehen, organisches Ballentuch nicht entfernen
  • Den Baum mittig in der Grube platzieren und das Ballentuch öffnen
  • Zwischenräume auffüllen mit der angereicherten Erde, bis der Baum nicht mehr kippt

Richten Sie den Ahornbaum gerade aus, füllen die restliche Erde ein und treten sie fest. Die Stützpfähle schlagen Sie mit dem Vorschlaghammer in einem Abstand von 30 cm zum Stamm 50 cm tief in die Erde. Holzpfähle und Stamm verbinden Sie mit dem Kokosseil für eine sturmsichere Standfestigkeit. Sofern Sie noch Bedenken hinsichtlich der Stabilität haben, verschrauben Sie die oberen Enden der Holzpfähle mit Querlatten.

Gießrand optimiert die Wasserversorgung – so geht es

Ein frisch gepflanzter Ahornbaum hat einen hohen Wasserbedarf. Umringen Sie die Pflanzstelle mit einem 10 cm hohen Erdwall als Gießrand und füllen mindestens 5 Liter Wasser ein. Zum Schutz vor Austrocknung empfehlen wir eine dicke Schicht aus Rindenmulch.

Tipps

Trotz aller Sorgfalt bei der Standortwahl, kann sich der gewählte Gartenplatz im Nachhinein als ungeeignet erweisen. Innerhalb der ersten fünf Standjahre können Sie einen Ahorn problemlos umpflanzen. Die beste Jahreszeit für den Standortwechsel ist im Herbst nach dem Laubfall.

Artikelbild: Isabel Eve/Shutterstock

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