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Wer die Wurzeln eines großen Ahornbaums ausgraben will, braucht maschinelle Unterstützung

Ahorn-Wurzeln ausgraben – so gelingt der Kraftakt

Früher oder später werden die meisten Hausgärtner mit der Entscheidung konfrontiert, einen Baum zu roden. Wuchsstarke Ahorn-Arten sind häufig betroffen, weil ihr Wachstum unterschätzt wurde. Mitunter macht der Befall mit Verticillium-Welke oder Rußrindenkrankheit die Fällung unumgänglich. Übrig bleiben ein Baumstumpf und massive Wurzeln, die munter ausschlagen. Diese Anleitung erklärt, wie Sie Ahorn-Wurzeln erfolgreich ausgraben.

Baumstumpf mit Wurzeln kraftsparend entfernen – so geht es

Flachwurzler mit einem Stammdurchmesser von bis zu 30 cm können Sie manuell entfernen. Ahornbäume mit einem überwiegend flachen Herzwurzelsystem gehören in diese Kategorie. Denken Sie bereits bei der Fällung des Baumes daran, dass ein mindestens schulterhohes Stammstück stehen bleibt. So graben Sie die Wurzeln mit geringem Kräfteverzehr aus:

  • Das Wurzelwerk mit einem scharfen Spaten freilegen
  • Dünne Stränge sogleich durchtrennen
  • Aus dicken Wurzeln mit der Axt ein spatenbreites Segment herausschlagen, um das weitere Graben zu erleichtern

Sind die stärksten Wurzeln durchtrennt, drücken Sie den Stammrest hin und her. Aufgrund der Hebelwirkung reißen nunmehr alle Wurzelstränge ab, sodass Sie den Baumstumpf aus dem Boden heben können. Der Kraftaufwand lässt sich reduzieren, indem Sie vorab die anhaftende Erde mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen.

Ahorn-Wurzeln ohne Ausgraben entfernen

Ausgraben beseitigt Ahorn-Wurzeln innerhalb eines Tages aus dem Garten. Mit ein wenig Geduld und der folgenden Anleitung können Sie sich die kräftezehrende Prozedur ersparen. Ein gezielter Zersetzungsprozess beseitigt die lästigen Wurzelstränge innerhalb von 6 bis 12 Monaten. So gelingt der Plan:

  • Baumstumpf mit Holzbohrer mehrfach tief anbohren
  • Alternativ mit einer Kettensäge die Holzfläche im Schachbrettmuster bodentief ansägen
  • Löcher oder Rillen füllen mit einem Mix aus Kompost, Kompostbeschleuniger und organischem Volldünger

Die im Kompost enthaltenen Pilzsporen und Mikroorganismen zersetzen das Holz innerhalb eines Jahres. Haben die Helferlein ihre Arbeit beendet, können Sie den Baumstumpf mit einem Hammer oder der stumpfen Axtseite zerschlagen und die Wurzelreste aus dem Boden ziehen.

Wurzelsperre dämmt Ahorn-Wurzeln ein – Tipp für die Vorbeugung

Ziehen Sie bereits bei der Pflanzung das Wachstum von Ahorn-Wurzeln ins Kalkül, kommen Ihnen in späteren Jahren keine dicken Wurzelstränge ins Gehege. Indem Sie die Pflanzgrube mit einer Wurzelsperre ausstatten, setzen Sie zumindest dem Ausbreitungsdrang in die Breite enge Grenzen.

Wurzelsperren bestehen aus verschiedenen undurchdringlichen, unverrottbaren Materialien in unterschiedlichen Stärken. Um Ahorn-Wurzeln standzuhalten, empfehlen wir eine Stärke von 2 mm. Die Pflanzgrube wird 50 bis 60 cm tief mit dem Geotextil ausgekleidet. Die Enden werden mit speziellen Klammern verbunden. Wichtig für die sachkundige Verlegung ist, dass die Wurzelsperre 5 bis 10 cm aus dem Boden herausragt.

Tipps

Eine farbenfrohe Unterpflanzung schmeichelt dem Erscheinungsbild von Ahornbäumen. Bisweilen lässt das dichte Wurzelgeflecht keine Lücke frei, um schöne Bodendecker auf der Baumscheibe zu pflanzen. Es tut dem weiteren Wachstum des Baumes keinen Abbruch, wenn Sie die eine oder andere oberflächennahe Wurzel entfernen.

Text: Paula Jansen Artikelbild: wolfness72/Shutterstock

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