Mirabelle pflanzen – ganz einfach Schritt für Schritt

Ein Mirabellenbaum stellt eine besondere Zierde für jeden Garten dar. Zudem können seine süßen Früchte kulinarisch vielseitige Verwendung finden. Das Beste aber ist: Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt Ihnen der Anbau leckerer Mirabellen ganz leicht.

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Mirabellen werden im Frühjahr oder Herbst gepflanzt

Die beste Sorte wählen

Zunächst gilt es, die beste Mirabellensorte auszuwählen. Dies hängt von Ihren individuellen Bedingungen und Wünschen ab. Grundsätzlich zählen alle Mirabellenarten zu den sogenannten selbstfertilen Gewächsen. Sie benötigen also keinen zweiten Baum zur Befruchtung. „Nancy“ ist die wohl bekannteste und beliebteste Sorte. Ihre recht kleinen Früchte zeichnen sich durch guten Ertrag aus und erweisen sich als sehr resistent gegen die bei Steinobst verbreitete Krankheit Scharka. Alternativ stellt die Sorte „Migrande“ eine optimale Wahl dar, wenn Sie gerne besonders große Früchte erhalten möchten. Steht für Sie hingegen ein möglichst früher und ausgedehnter Erntezeitraum im Fokus, dann bietet sich ganz besonders die Mirabelle „Bergthold“ an.

Den Standort passend gestalten

Alle Mirabellen benötigen einen sonnigen Standort. Hellen Halbschatten akzeptieren sie auch noch, aber um eine reiche Blüte zu fördern, sollten Sie den Baum an einem möglichst sonnendurchfluteten Ort einpflanzen. Je mehr Licht die Mirabellen abbekommen, desto schöner und süßer die Früchte – ganz unabhängig von der Sorte. Zudem fühlen sich Mirabellenbäume in geschützten Lagen am wohlsten. Deshalb erweist sich die Nähe zu einer Mauer, Hauswand oder Hecke als idealer Standort. Wichtig ist weiterhin, das Ausmaß des späteren Baum zu berücksichtigen: Mirabellen bilden eine Wuchsbreite von bis zu vier Metern mit sehr ausladender Krone. Ein Bereich von 18 bis 20 Quadratmetern sollte also zur Verfügung stehen, um eine Mirabelle zu pflanzen. Nur so kann der Baum sich im Zentrum voll entfalten.

Mirabelle pflanzen – so geht’s

  1. Pflanzen Sie Ihren Mirabellenbaum vorzugsweise im Frühling oder Herbst. Dafür heben Sie zunächst einen Loch aus, das zwei bis zweieinhalb Mal der Breite und Tiefe des Wurzelballens entspricht. Die ausgehobene Erde reichern Sie daraufhin mit Komposterde an. Sollte der Boden stark verdichtet sein, dann mischen Sie etwas Sand unter. Das verstärkt die Durchlässigkeit für Wasser.
  2. Von dem aufgebesserten Boden geben Sie nun genau so viel in das Loch zurück, dass sich die Veredelungsstelle des Mirabellenbaums etwa 10 Zentimeter über dem sie umgebenden Bodenniveau befindet. Anschließend häufeln Sie die verbleibende Erde auf und um dem Wurzelballen an. Wichtig ist, dass der Baum möglichst gerade in der Erde steht.
  3. Für ein gerades und aufrechtes Wachstum können Sie die Mirabelle an einem Pfahl befestigen. Diesen setzen Sie im Abstand von rund 50 Zentimetern vom Stamm in die Erde ein. Mit einer robusten Schnur fixieren Sie den Baum dann recht weit oben. Vermeiden Sie jedoch eine zu starke Spannung, die den Baum in Richtung des Pfahls zieht.
  4. Abschließend gießen Sie Ihren neuen Mirabellenbaum großzügig. Damit ist die Pflanzung beendet.
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Ambartsumian Valery/Shutterstock
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