Schrotschusskrankheit bekämpfen

Die Schrotschusskrankheit ist eine pilzliche Pflanzenkrankheit, die vor allem Prunus-Gewächse wie Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche oder Kirschlorbeer befällt. Lesen Sie, wie Sie die gefährliche Infektion rechtzeitig erkennen und nachhaltig bekämpfen.

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Die Schrotschusskrankheit ist eine ernstzunehmende, schwer heilbare Krankheit

Das Wichtigste in Kürze

  • Schrotschusskrankheit ist eine pilzliche Pflanzenkrankheit, die vor allem Prunus-Gewächse befällt.
  • Sie zeigt sich zunächst an durchlöcherten Blättern, befällt aber auch Triebe und Äste.
  • Zur Bekämpfung ist ein starker Rückschnitt notwendig, im Frühjahr eine Spritzung mit Schachtelhalmbrühe oder Präparaten auf Kupfer- oder Tonerdebasis.
  • Die Krankheit tritt vor allem nach einem kühlen und feuchten Frühjahr auf.

Was ist die Schrotschusskrankheit?

Aufgrund des wie durchlöchert wirkenden Laubes (welches der Krankheit ihren Namen eintrug) vermuten viele Hobbygärtner zunächst einen Schädlingsbefall. Tatsächlich handelt es sich bei der Schrotschusskrankheit um eine pilzliche Pflanzenkrankheit, die durch den Schlauchpilz Wilsonomyces carpophilus (auch: Stigmina carpophila) verursacht wird.

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Diese tritt hauptsächlich nach einem feuchten und kühlen Frühjahr auf, da der Erreger unter anderem durch Regen und feinste Wassertröpfchen (wie sie beispielsweise bei Nebel in Erscheinung treten ) verbreitet wird. Insbesondere im Mai und Juni ist eine Erstinfektion bei jungen Blättern und Trieben häufig, wohingegen ab ca. Juli ältere Pflanzenteile aufgrund ihrer höheren Widerstandskraft nur noch selten befallen werden – zumal die Witterungsbedingungen für den Pilz im Sommer ohnehin nicht mehr ideal sind.

In feuchten und eher kühlen Sommern setzt sich die Neuinfektion junger Triebe jedoch bis in den Herbst hinein fort. Auch nach dem herbstlichen Blattfall sind noch späte Infektionen möglich, die sich meist erst im darauffolgenden Frühjahr zeigen. Der Pilz überwintert an und in der Pflanze, dringt tief ins Gewebe ein und verursacht zahlreiche Probleme – bis hin zum Absterben der befallenen Gehölze.

Schadbild und Krankheitsverlauf

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Typischerweise treten bei befallenen Gehölzen diese Symptome aus:

  • zunächst runde, rötlich-braune Flecken auf den Blättern
  • haben oft roten Rand
  • Flecken können auch transparent oder gelblich wirken
  • entwickeln sich im weiteren Verlauf zu schwarzen Pusteln
  • und später zu rötlich umrandeten Löchern
  • Blätter wirken regelrecht durchlöchert
  • Blätter vertrocknen schließlich und fallen ab
  • befallene Bäume sind zu Beginn des Sommers mehr oder weniger kahl

Neben den Blättern sind häufig auch andere Pflanzenteile wie etwa Triebe und Äste betroffen. Hier zeigt sich eine Infektion etwa durch Gummifluss oder durch krebsartige Wucherungen. Letztere treten vor allem an älteren Gehölzen auf und zeigen eine Abwehrreaktion der Pflanze. Eventuelle Früchte sind ebenfalls befallen, vertrocknen oder verfaulen jedoch bald und werden vorzeitig abgeworfen.

Der Pilz überwintert an befallenen Gewächsen, vornehmlich an

  • bereits infizierten Trieben und Ästen
  • an altem, infiziertem Laub
  • in Fruchtmumien

Von hier aus verbreitet er sich im darauffolgendem Frühjahr auf neuen Austrieben und jungen Blättern. Mit der Zeit kommt es nicht nur zu Kümmerwuchs und verminderter Ausbildung von Blüten und Früchten, ganze Triebe und Zweige sterben ab – bis schließlich die ganze Pflanze der Krankheit nicht mehr standhält und eingeht.

Häufig betroffene Pflanzen

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Kirschen werden besonders häufig von der Schrotschusskrankheit befallen

Besonders häufig von der Schrotschusskrankheit betroffen sind Steinobstgehölze, vor allem

  • Süß- und Sauerkirschen
  • Pflaumen und Zwetschgen
  • Mirabellen
  • Mandeln
  • Pfirsiche und Nektarinen
  • Aprikosen

Darüberhinaus ist eine Infektion ein Ziergehölzen, hauptsächlich an weiteren Prunus-Arten wie

  • Kirschlorbeer
  • Zierkirschen
  • Zierpflaumen

sowie an Hortensien und Pfingstrosen wahrscheinlich. Bei den Zimmerpflanzen sind insbesondere Palmen wie die Kentiapalme gefährdet.

Exkurs

Verwechslung mit Bakterienbrand

Vor allem an älteren Steinobstgehölzen tritt der sogenannte Bakterienbrand auf, der aufgrund des ähnlichen Schadbilds schnell mit der Schrotschusskrankheit verwechselt wird. Auch hier kommt es zu schrotschussähnlichen Blattlöchern, allerdings sind die Baumrinden typischerweise durch eingesunkene, schwärzliche Verletzungen gekennzeichnet. Im Frühjahr kommt es aus diesen zu Gummifluss. Der Erreger ist hier jedoch kein Pilz, sondern ein Bakterium mit dem Namen Pseudomonas syringae pv. morsprunorum. Die Bekämpfung erfolgt wie bei der Schrotschusskrankheit durch einen starken Rückschnitt, allerdings sind Fungizide wirkungslos.

Schrotschusskrankheit im Hobbygarten bekämpfen

Es gibt zwei mögliche Zeiträume im Jahr, in denen eine Infektion mit der Schrotschusskrankheit möglich ist. Da der Pilz ein feuchtes und kühles Klima bevorzugt, setzt die erste Krankheitswelle im Frühjahr und die zweite im Herbst ein – hier oft erst nach dem Laubfall, denn dann finden die winzigen Pilzsporen genügend Einfallsmöglichkeiten. Einmal in die Gehölze eingedrungen, zerstören die Pilze die bereits fürs nächste Jahr angelegten Knospen. Mit Beginn des Winters ziehen sie sich schließlich tief ins Pflanzeninnere zurück.

Angesichts dieses Lebenszyklusses zeigt sich, dass eine aktive Bekämpfung des Erregers vor allem im Frühjahr und im Herbst sinnvoll ist. Während Sie zu Beginn des Austriebs mit – im Hobbygarten möglichst biologischen – Spritzmitteln dem Pilz zu Leibe rücken, schneiden Sie im Herbst infizierte Pflanzenteile kräftig zurück. Wie Sie dabei am besten vorgehen und welche Mittel wirken, erklären wir Ihnen in diesem Abschnitt.

Befallene Pflanzenteile zurückschneiden

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Befallene Pflanzenteile sollten entfernt und entsorgt werden

Die erste Maßnahme bei der Bekämpfung der Schrotschusskrankheit ist immer ein kräftiger Rückschnitt, bei dem Sie sämtliches infiziertes Laub und alle kranken Triebe und Äste bis weit ins gesunde Holz zurückschneiden.

  • alle Pflanzenteile mit Krankheitszeichen wegschneiden
  • sämtliches Laub vom Boden aufkehren
  • am Gehölz verbliebenes, erkranktes Laub abschneiden
  • Fruchtmumien entfernen
  • Schnittgut nicht kompostieren, sondern über den Hausmüll entsorgen oder verbrennen

Außerdem ist vorbeugend ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt sinnvoll, um einem erneuten Ausbruch zuvorzukommen. Lockere Sträucher und Kronen trocknen nach einem Regenguss schneller ab und bieten so dem Pilz weniger Angriffsfläche.

Tipps

Pflanzen Sie den Kirschlorbeer (und andere gefährdete Gehölze) möglichst nicht unter höhere Bäume. Das herabtropfende Regenwasser fördert eine Infektion, wohingegen ein sonniger und luftiger Standort sich zur Verhinderung besser eignet.

Spritzmittel selbst herstellen – Was wirklich hilft

Ein selbst hergestelltes, gegen die Schrotschusskrankheit wirksames Spritzmittel basiert auf dem fungiziden Effekt des Ackerschachtelhalms. Beginnen Sie bei im Vorjahr erkrankten Gewächsen bereits im März – noch vor dem Austrieb – mit der Spritzung von unverdünnter Schachtelhalmbrühe und setzen Sie dies im Abstand von 14 Tagen bis zum Einsetzen der Blüte fort.

Rezept für die Herstellung des Schachtelhalmsuds:

Rezept für Ackerschachtelhalmbrühe gegen Rosenrost

 

  1. 500 Gramm frischen Ackerschachtelhalm zerkleinern
  2. alternativ 150 Gramm getrockneten verwenden
  3. in fünf Litern Wasser zunächst 24 Stunden einweichen
  4. anschließend eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen
  5. abkühlen lassen
  6. die groben Bestandteile heraus seihen
  7. in eine Spritzflasche einfüllen und frisch verwenden

Die beschriebene Brühe wirkt auch gegen andere Pilzkrankheiten, beispielsweise gegen Mehltau, sehr gut. Zur Vorbeugung verwendet, verdünnen Sie das Gebräu im Verhältnis 1:5 mit weichem Wasser. Falls Sie es nicht selbst ansetzen möchten, können Sie ein fertiges Kräuterextrakt im Fachhandel kaufen.

Brennnesseljauche wiederum eignet sich nicht zur Bekämpfung der Pilzkrankheit, kann aber vorbeugend zur Pflanzenstärkung eingesetzt werden.

Im Haus- und Hobbygarten erlaubte Fungizide – Sinnvoll oder nicht?

Für den Haus- und Hobbygarten stehen nur wenige fungizide Präparate zur Verfügung. Im Fachhandel erhältlich sind biologisch wirksame Mittel auf der Basis von Tonerde oder Kupfer, wie sie auch im ökologischen Landbau zum Einsatz kommen. Nur wenn diese nicht wirken, greifen Sie auf ein zugelassenes Fungizid zurück. Geeignet ist etwa das Präparat Celaflor Pilzfrei Ectivo, welches Sie zwischen März und April sowohl bei erkrankten Pflanzen als auch zur Vorbeugung einsetzen. Allerdings will die Verwendung gut überlegt sein, denn chemische Pflanzenschutzmittel bergen erhebliche Risiken:

  • Einbringen von Giftstoffen in die Umwelt
  • Abtöten von nützlichen Insekten und anderen wichtigen Gartenbewohnern
  • Eindringen der Giftstoffe ins Grundwasser
  • Störung des ökologischen Gleichgewichts

Grundsätzlich ist Vorsicht geboten, denn die Liste der für den Privatgebrauch erlaubten Mittel wird immer kürzer. Zudem müssen Sie darauf achten, diese Fungizide tatsächlich nur gemäß ihrer Zulassung für die erlaubten Pflanzenarten und gegen die beschriebenen Pilzkrankheiten zu verwenden. Grund für diese Einschränkung ist, dass eine mögliche Resistenz von Krankheitserregern gegen unbedacht verwendete Mittel verhindert werden soll. Ohnehin fahren Sie mit den beschriebenen Maßnahmen zur Vorbeugung sowie einer Spritzung mit Schachtelhalmbrühe, Tonerde oder Kupfer mindestens ebenso gut – nur ohne die Nachteile giftiger Pflanzenschutzmittel.

Schrotschusskrankheit effektiv vorbeugen

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Ein regelmäßiger Rückschnitt beugt der Schrotschusskrankheit vor

“Vermeiden Sie einen zu dichten Stand! Zwischen den Pflanzen muss Luft zirkulieren können!”

Da sich die Schrotschusskrankheit, einmal ausgebrochen, nur schwer bekämpfen lässt, sind vorbeugende Maßnahmen die beste Wahl. Die hier beschriebenen Mittel und Manöver sind nicht nur im Kampf gegen diese, sondern auch gegen weitere Pilzkrankheiten bei Obstgehölzen sinnvoll.

  • Regenschutz: Da eine Infektion durch Regen erfolgt, kann sie mittels Regenschutz verhindert werden. Daher im Frühjahr, noch vor der Blüte, dort wo es möglich ist ein Regendach installieren.
  • Ausreichende Belüftung: Licht und Luft können zwar im Zweifelsfall eine Infektion nicht verhindern, machen sie aber aufgrund der höheren Widerstandskraft der Pflanze unwahrscheinlicher. Daher schon bei der Pflanzung auf einen geeigneten Standort und ausreichende Pflanzabstände (Empfehlungen einhalten!) achten.
  • Winterschnitt: Gehölze im Winter regelmäßig zurückschneiden und dabei vor allem dürre Äste, altes Laub und Fruchtmumien konsequent entfernen.

Außerdem ist es sinnvoll, die Abwehr der Gehölze ab dem Austrieb mit dem regelmäßigen Gießen bzw. Sprühen mit Schachtelhalmtee zu stärken. Vorbeugend wirkt auch eine Spritzung mit Netzschwefel. Dabei handelt es sich um ein sehr fein vermahlenes Schwefelpulver, welches sich sehr gut in Wasser auflösen lässt.

Spritzung mit Netzschwefel – So geht’s:

  • ab März monatlich bis zur Blüte (zum letzten Mal im Juni)
  • ungefährlich für Bienen, aber sehr geruchsintensiv
  • schädlich für Marienkäfer, Raubmilben und Raubwanzen (Nützlinge!)
  • 20 bis 40 Gramm Kaliumsulfit (Netzschwefel) in 10 Litern Wasser auflösen
  • auch Schwefelleber (besteht aus Kaliumcarbonat – Pottasche – und Schwefel) eignet sich sehr gut
  • etwas Schmierseife (18,20€ bei Amazon*) als Haftmittel hinzufügen
  • unverdünnt spitzen
  • nicht bei starker Sonnenstrahlung spritzen

Pflanzung resistenter Sorten

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung von gegen die Schrotschusskrankheit weitgehend resistenten (d. h. besonders widerstandsfähigen) Obstsorten. Dabei handelt es sich vornehmlich um alte Varietäten, die teils schon im 19. Jahrhundert in Kultur waren. Doch Vorsicht: Eine Anpflanzung unempfindlicher Sorten bedeutet nicht, dass die Krankheit nicht doch ausbrechen kann. Neben der Sortenwahl sollten Sie zudem auf eine gezielte Vorbeugung (Standortwahl, Pflanzabstand, Regenschutz) achten.

KirschenPflaumen / ZwetschgePfirsiche
‘Abels Späte’‘Cacaks Schöne’‘Roter Ellerstädter’
‘Gerema Weichsel’‘Bühler Frühzwetschge’‘Früher Alexander’
‘Hausmüllers Mitteldicke’‘Katinka’‘Revita’
‘Altenburger Melonenkirsche’‘Hanita’‘Amsden’
‘Büttners Rote Knorpel’ ‘Dixired’
‘Querfurter Königskirsche’ (‘Königskirsche Typ Gatterstedt’)  

Exkurs

Mit Zwiebeln und Knoblauch gegen die Schrotschusskrankheit

So mancher von der Schrotschusskrankheit geplagte Gärtner schwört darauf, auf der Baumscheibe besonders befallener Gehölze Knoblauch und / oder Zwiebeln zu kultivieren. Diese besitzen antiseptisch wirkende Inhaltsstoffe, die die Infektionsgefahr verringern sollen. Alternativ können Sie Ihre Obstbäume auch einfach vorbeugend mit Knoblauch- oder Zwiebelsud spritzen bzw. gießen.

Häufig gestellte Fragen

Sind von der Schrotschusskrankheit befallene Früchte noch essbar?

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Die Früchte von einem derart erkrankten Baum sollten nicht gegessen werden

Ist ein Gehölz von der Schrotschusskrankheit befallen, so sind in der Regel auch die Früchte betroffen. Dies zeigt sich durch dunkelbraune, eingesunkene Schorfflecken, die den Geschmack erheblich negativ beeinflussen und zudem Pilzgifte enthalten. Personen mit einer Pilz- bzw. Penicillinallergie sollten daher ganz besonders Abstand vom Verzehr bzw. einer Verarbeitung befallener Früchte nehmen. Allerdings wird infiziertes Obst zumeist ohnehin vor der Reife abgeworfen.

Vorsicht auch bei einer Spritzung mit Pflanzenschutzmitteln: Hier müssen Sie einige Wochen Wartefrist einhalten (je nach verwendetem Mittel zwischen 14 Tagen und vier Wochen), bis das gespritzte Obst geerntet werden darf und für den Verzehr freigegeben ist.

Was tun, wenn der Kirschlorbeer jedes Jahr aufs Neue von der Schrotschusskrankheit befallen wird?

Die Schrotschusskrankheit ist sehr hartnäckig und schwer zu bekämpfen, manchmal tritt sie jedes Jahr aufs Neue in Erscheinung – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Hier hilft insbesondere bei schnittverträglichen Gehölzen wie dem Kirschlorbeer nur ein radikaler Rückschnitt, um wirklich alle Erreger restlos zu beseitigen. Gerade dieses Ziergehölz erholt sich sehr rasch und treibt gesund und kräftig wieder aus. Andere, immer wieder von der Schrotschusskrankheit heimgesuchten Pflanzen – wie etwa die Kirsche – sollten Sie hingegen roden und durch eine resistente Sorte ersetzen.

Hilft Homöopathie gegen die Schrotschusskrankheit?

Tatsächlich gibt es homöopathische Elixiere (beispielsweise von Neudorff), die speziell zur Stärkung der pflanzlichen Widerstandskraft gegen pilzliche Erkrankungen entwickelt wurden. Diese lassen sich allerdings nicht direkt zur Bekämpfung der Schrotschusskrankheit einsetzen, da sie dagegen wirkungslos sind. Überhaupt ist der Nutzen von Homöopathie stark umstritten, da sämtliche wissenschaftlichen Studien eine Wirkung, die über der eines Placebo-Effekts hinausgeht, nicht bestätigen. Daher dürften Sie mit altbewährten Hausmitteln wie etwa selbst angesetzter Brennnesseljauche deutlich erfolgreicher sein, da sich hierin tatsächlich Wirkstoffe befinden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Spritzung?

Eine Spritzung wirkt bei der Schrotschusskrankheit nur, wenn sie früh genug durchgeführt wird. Die erste Durchführung erfolgt im Frühjahr mit dem beginnenden Austrieb, im Anschluss sind zwei weitere Spritzungen im Abstand von etwa zehn bis 14 Tagen vorzunehmen. Am Tag der Spritzung sollte das Wetter frostfrei und trocken sein, zudem windstill – nur dann gelangen die Wirkstoffe auch dorthin, wo sie hinsollen.

Tipps

Der Vorbeugung ebenfalls dienlich ist es, Obstgehölze und Kirschlorbeer nicht in der Nähe eines Rasensprengers o. ä. zu kultivieren. Wassergaben – etwa bei sehr trockenem Wetter – sollten grundsätzlich direkt auf die Baumscheibe und niemals über die Blätter erfolgen.

Text: Ines Jachomowski

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