Krankheiten am Lorbeer erkennen und richtig behandeln

Der Echte Lorbeer (Laurus nobilis) ist hierzulande auch als Gewürzlorbeer bekannt, da seine Blätter für die Verwendung in der Küche geerntet werden. Bei den verschiedenen Schadbildern der Pflanze ist zwischen Mangelerscheinungen bei unpassender Pflege und Krankheiten zu unterscheiden.

Lorbeerbaum krank
Krankheiten am Lorbeer sind leicht an den Blättern zu erkennen

Mangelerscheinungen an den Blättern und Wurzeln des Gewürzlorbeers

Grundsätzlich bevorzugt der Echte Lorbeer aufgrund seiner südlichen Abstammung einen sonnenverwöhnten Standort mit einem durchlässigen Boden. Wird er im Freiland an einen schattigen Platz mit einem schweren, nassen Boden gepflanzt, so kann es auch bei ansonsten guter Pflege zu Kümmerwuchs oder dem Abfallen von Blättern kommen. Treten ohne einen Schnitt der Pflanze braune oder Blätter auf, so kann eine Über- oder Unterversorgung mit Wasser der Grund dafür sein. Dies lässt sich beim Umpflanzen des Lorbeers an den entweder vertrockneten oder leicht fauligen Haarwurzeln erkennen. In einem ausreichend großen Topf sollte Lorbeer bei Trockenheit mindestens einmal wöchentlich gegossen werden, allerdings sollten Sie auch hierbei Staunässe vermeiden. Da der Gewürzlorbeer empfindlich auf Salze reagiert, sollten Sie ihn nur sparsam und möglichst mit organischem Dünger düngen.

Krankheiten des Lorbeers

Die sogenannte Schrotschusskrankheit wird im Zusammenhang mit Lorbeer regelmäßig genannt, allerdings befällt sie eher den für Hecken genutzten Kirschlorbeer als den echten Lorbeer. Als Maßnahme gegen die Krankheit werden Fungizid-Spritzungen und eine reduzierte Stickstoffdüngung empfohlen. Darüber hinaus handelt es sich beim Echten Lorbeer (Laurus nobilis) um eine relativ widerstandsfähige Pflanze, die kaum zum Befall mit Krankheiten neigt.

Schädlinge an den Trieben und Blättern des Lorbeers

In seltenen Fällen kann es zu einem Befall des Gewürzlorbeers mit Spinnmilben, Schild- und Wollläusen kommen, die Sie an den fleckigen Blättern und feinen Gespinsten erkennen können. Da der Lorbeer hierzulande nur in milden Lagen im Freiland überwintert werden kann, verbringt er den Winter oft in einem warmen Winterquartier. Damit hier ein Schädlingsbefall weniger wahrscheinlich ist, sollte die Temperatur möglichst nicht über 8 Grad Celsius liegen und Sie sollten die Lorbeerpflanzen möglichst spät ein- und früh wieder auswintern.

Tipps

Versuchen Sie bei einem Schädlingsbefall von Lorbeer, die aufsitzenden Insekten durch Absammeln oder durch das Abwaschen mit einem scharfen Wasserstrahl zu entfernen. Der Einsatz entsprechender Insektizide macht die Blätter für eine Ernte zum Verzehr auf Monate oder Jahre tabu.

Text: Alexander Hallsteiner
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